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Berufliches Bildungszentrum im BGL

Kommt der komplette Neubau? Vier Varianten für Berufsschule Freilassing

Berufliches Bildungszentrum Berchtesgadener Land Freilassing Berufsschule Neubau oder Sanierung
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Das jetzige Gebäude der Berufsschule Freilassing ist in die Jahre gekommen. Die Baustruktur ist veraltet, die Technik am Ende.

Die Berufsschule in Freilassing ist veraltet. Der Landkreis Berchtesgadener Land und die Stadt müssen sich entscheiden: ein Neubau oder wird saniert? Freilassing hat einen Favoriten.

Freilassing/Bad Reichenhall - „Wir haben eines der größten Projekte in der Bildungsunion Berchtesgadener Land vor uns“, erklärt Landrat Bernhard Kern im Kreisausschuss am Mittwoch (13. Oktober). „Das bedeutende Ausbildungszentrum wollen und werden wir erweitern oder neu bauen.Freilassing bleibt weiterhin der Standort der neuen Schule - nur wie gebaut werden soll, ist noch unklar. Denn die Stadt hat einen neuen Vorschlag in den Ring geworfen.

Berufliches Bildungszentrum in Freilassing: Vier mögliche Varianten

Insgesamt sind vier Bauvarianten möglich. In den Varianten eins und zwei würde ein Teil der bestehenden Gebäude der Berufsschule abgerissen und neu gebaut, der restliche Teil saniert. Doch sowohl Kosten als auch Bauzeit seien unwirtschaftlich - bei Variante eins etwa 9,5 Jahre und 153,1 Millionen Euro. Das ist dem Landkreis zu lange - und zu teuer. Der Kreisausschuss empfiehlt dem Kreistag, die Variante drei oder vier umzusetzen. In beiden Fällen wird die bestehende Berufsschule abgerissen und neu gebaut - mit einem kleinen aber feinen Unterschied: Variante drei baut auf dem bestehenden Grundstück mit Erweiterungsflächen. Variante vier hat die Stadt vorgeschlagen: eine Berufsschule auf Grundstücken der Stadt und des Landkreises.

Bestehende Berufsschule ist veraltet

Das Wichtigste sei immer der Ablauf, dass eine Schule gut funktioniert. Beim jetzigen Gebäude sei eine Zersiedelung der Fachbereiche erkennbar, erklären die Architekten von Krug Grossmann. Nach und nach wurde die Schule erweitert - der älteste Gebäudeteil ist aus dem Jahr 1955. Doch die Gebäudestrukturen lassen kaum moderne Unterrichtsformen zu. Auch die technischen Anlagen wie Heizung, Lüftung und Sanitär seien am Ende ihres Lebenszyklus angelangt. Die neue Schule soll hingegen einen Lebensraum für Schüler und Lehrer bieten. Die Fachbereiche sollen so gebaut werden, dass die Identifikation der Schüler mit dem eigenen Fachbereich, dem Beruf und der Schule gestärkt wird.

Variante drei und vier

  • Kompletter Neubau in zwei Bauabschnitten
  • Variante drei: Neubau auf Grundstücken des Landkreises Berchtesgadener Land; Erweiterungen möglich
  • Variante vier: Neubau auf Grundstücken nördlich der jetzigen Berufsschule; Erweiterungen auf dem alten Berufsschulgelände möglich
  • Kosten bis Fertigstellung: circa 115,4 Millionen Euro
  • Baubeginn: frühestens 2024
  • Bauzeit: circa 5,5 bis 5,75 Jahre
  • Fertigstellung: frühestens 2030
  • Fachbereiche: Wirtschaft, Bau und Holz, Berufsvorbereitung, Körperpflege YOUTOU und Gastronomie, KFZ

Stadt Freilassing will Bildungszentrum am Bahnhof

Für die Varianten drei und vier muss der Bebauungsplan der Stadt Freilassing angepasst werden. Die Stadt wünscht sich den Neubau auf den nördlichen Grundstücken, denn rund um den Bahnhof soll ein Bildungszentrum entstehen. Dafür hat die Stadt auch Verträge mit Eigentümern der Grundstücke nördlich der bestehenden Berufsschule verhandelt. Die Grundstücksverhandlungen sollen bis Ende des Jahres abgeschlossen sein. Da der Landkreis einen Baubeginn 2024 anstrebt, kommt die Variante vier nur in Betracht, wenn die Stadt zeitgerecht die Grundstücke an den Landkreis übergeben kann.

Variante vier: Städtebauliche Vision und Idealfall für den Schulbetrieb?

Man komme dem Wunsch der Stadt Freilassing entgegen und habe die Variante vier mit in die Überlegungen aufgenommen, so Landrat Kern. Doch bei der Variante drei sei für Kern der Reiz, „dass man direkt an das Grundstück der Realschule Freilassing anbindet.“ So könne man etwa im Bereich der Mensa die Schulen verbinden. Das gebe man bei der Variante vier zu einem kleinen Teil auf, so Kern.

Auch interessant: Bauhof, Gewerbegebiet, Bildungszentrum: Darum ging es in der Bürgerversammlung in Freilassing (Plus-Artikel BGLand24.de)

Kreisausschuss-Mitglied Hans Metzenleitner (SPD) würde die Variante vier aus schulischer Sicht gerne genauer betrachten. „Man kann den Schulbetrieb völlig ungehindert bis zum letzten Tag erhalten“, so Metzenleitner. Denn der Umzug sei in einem Aufwasch möglich - ein Idealfall für den Unterricht. Auch Elisabeth Hagenauer (Grüne) sieht die Variante vier als „städtebauliche Vision für den Bildungsstandort am Bahnhof von Freilassing“, bei dem der Bildungsbereich erweitert wird. Dies sei nur ein Gewinn für den Landkreis. Hagenauer wünsche sich sehr, dass die Variante vier möglich sei, damit sich die Stadt Freilassing auch weiter entwickeln könne, wie sie es geplant habe.

Kreistag bestimmt Bauvariante des Bildungszentrums bis Ende 2021

Die Umsetzung der Varianten sei jedoch abhängig vom weiteren Verlauf der Grundstücksverhandlungen. Bis Ende des Jahres soll entschieden werden. „Wir wollen nichts mehr auf die lange Bank schieben“, so Landrat Kern. „Wir wollen und müssen 2021 Beschlüsse fassen, damit wir 2022 in weitere Planungen und Umsetzungen einsteigen können.“ Die Stadt Freilassing sei bisher stets eingebunden gewesen und es solle auch ein Miteinander und kein Gegeneinander bleiben.

Im Beschlussvorschlag empfiehlt der Kreisausschuss dem Kreistag einstimmig, eine Variante drei oder vier zu bauen. Die Variante vier komme dabei nur in Betracht, wenn keine Mehrkosten und zeitlichen Verzögerungen entstünden. Gleichzeitig stellt der Landrat klar: Die Planungen werden nur mit einer Variante begonnen. Spätestens in der Kreistagssitzung am 17. Dezember 2021 muss entschieden werden.

ce

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