Braucht’s jetzt das neue Gewerbegebiet in Freilassing noch?

Autozulieferer „Frimo“ sagt Umzug nach Eham ab

Hinter dem Kreisverkehr am Ende der Reichenhaller Straße liegt der ehemalige Rinderstall, der nun eine neue Bestimmung bekommt.
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Hinter dem Kreisverkehr am Ende der Reichenhaller Straße liegt der ehemalige Rinderstall, der nun eine neue Bestimmung bekommt.

Freilassing - Ein Wohn-Neubau am westlichen Rande Freilassings und ein ehemaliger Rinderstall am Ende der Reichenhallerstraße beschäftigten am Montagnachmittag den Bauausschuss der Stadt.

Beide Anträge genehmigte der Bauausschuss einstimmig. Am Rande der Sitzung wurde auch noch einmal bestätigt, dass der Autozulieferer „Frimo“ nicht in das neue Gewerbegebiet Eham will, das die Stadt eigens für Frimo ausgewiesen hatte. Wie es mit der Fläche weitergeht ist derzeit ungewisse.


Im Teil ‚Wünsche und Anfragen‘ wollte Stadträtin Edeltraud Rilling von den Grünen wissen, wie es denn mit dem Gewerbegebiet in Eham weitergehe, dort sei auf einer Fläche von 60.000 Quadratmetern eigentlich auf Drängen von Frimo ein neues Areal zur Ansiedelung ausgewiesen worden, nun habe das Unternehmen aber bekannt gegeben, am derzeitigen Standort in der Liegnitzer Straße bleiben zu wollen. Die „globalen Marktentwicklungen“ seien der Grund für die Absage, in Freilassing wolle man aber am derzeitigen Standort bleiben. „Wollen wir die Ausweisung des Gewerbegebietes jetzt rückabwickeln?“ fragte Rilling.

„Anderswo machen ganze Unternehmen der Automobilzuliefer-Branche dicht, ich bin froh dass Frimo in Freilassing bleibt“, so Bürgermeister Josef Flatscher, das Verfahren für das neue Gewerbegebiet in Eham bleibe, immerhin hätten auch andere Unternehmen bereits Interesse gezeigt. „Wichtig ist uns nur, dass es sich um ein produzierendes Gewerbe handelt, also Wertschöpfung erzeugt wird“, so Flatscher.


Zwei Bauanträge durchgewunken

Im Stadtteil Brodhausen in der Nähe des Gasthofs Moosleitner und dem Freibad soll ein Wohnhaus zum Teil abgebrochen, zum Teil neu gebaut und damit auch aufgestockt werden. „Das Anwesen liegt zwar fernab einer öffentlichen Straße“ heißt es in der Beschlussvorlage, das Anwesen sei allerdings durch nachgewiesene Geh- und Fahrtrechte erschlossen.

Die geplante Aufstockung des bestehenden Gebäudes sei „angemessen“, die Wohnfläche vergrößere sich von derzeit 107 Quadratmeter auf dann 132 Quadratmeter, „das ist für zwei Bewohner gerade noch angemessen“, so Robert Drechsler im Bauausschuss. In der kurzen Diskussion wollte Stadtrat Thomas Ehrmann nur wissen, ob denn das Anwesen überhaupt an das städtische Kanalnetz angeschlossen sei oder ob auf die Stadt hier Baukosten zukämen.

Mitglieder der Bauausschusses geben grünes Licht

„Es gibt eine Kleinkläranlage“ wusste Bürgermeister Josef Flatscher aus den Unterlagen, einen Bedarf für einen öffentlichen Anschluss sehe er nicht. Und, in einem ehemaligen Rinderstall eines Landwirtes am Ende der Reichenhaller Straße soll ein genehmigter Landschafts- und Baumpflegebetrieb unterkommen, mit einem entsprechenden Antrag auf Nutzungsänderung beschäftigten sich die Mitglieder des Bauausschusses nicht wirklich, nach dem Verlesen des Antrages und dem okay der Stadtverwaltung gaben auch die Mitglieder des Bauausschusses ohne Fragen grünes Licht, immerhin bleibe das Gebäude unverändert, lediglich in einer rund 350 Quadratmeter großen Halle sollen in Zukunft keine Maschinen und Geräte mehr stehen sondern Gerätschaften für den eigenen Landschafts- und Baumpflegebetrieb stehen. Auch hier stimmte der Ausschuss einstimmig zu.

hud

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