Schulstart mit Lautsprechermusik und Fähnchen

Erster Schultag für 150 ABC-Schützen und neun Lehrer in Freilassing

Helmut Mayer Markus Hiebl Grundschule Freilassing
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Helmut Mayer und Markus Hiebl auf dem Pausenhof der Grundschule am Georg-Wrede-Platz in Freilassing.

Freilassing - Im ersten, leichten Herbstnebel erreichten 75 ABC-Schützen und ihre Eltern am Dienstag gegen 8.30 Uhr die Grundschule am Georg-Wrede-Platz, es waren drei von sechs neuen Klassen, die Schüler der drei anderen Klassen konnten noch länger schlafen, für sie begann die Schule erst um 10.45 Uhr.

Wegen der strengen Corona-Regeln durften die Eltern dieses Mal nicht mit in die Klassen, der Abschied vor dem Schulgebäude fiel manchen schwer, vereinzelt flossen auch Tränen. Unterstützende Lehrer gaben ihr Bestes, um den Start in den „Ernst des Lebens“ dann doch noch zu einem Erlebnis werden zu lassen. Der Schulstart für die insgesamt 150 ABC-Schützen fiel in diesem Jahr anders aus als bisher, kein großes Hallo der Schüler, Eltern und Großeltern in den Klassen, keine gemeinsame Feier in der Aula der Mittelschule und kein Zauberclown Manuela, der den ersten Schultag dann tatsächlich zu einem einmaligen Erlebnis werden ließ.


Stattdessen erwarteten die Lehrer ihre neuen Schüler an drei verschiedenen Eingängen, alle Schüler hatten neben ihren Schultüten auch vorschriftsmäßig ihren Mund-Nasen-Schutz auf, der die zum Teil angespannten Gesichtszüge gut verbarg. Es folgten die Informationen der Lehrer für die Eltern mit der Bitte, sich schon im Schulhof von ihren Sprösslingen zu verabschieden, denn wegen Corona durften nur die Kinder in das Schulgebäude. „Und weil es keine Schuleinschreibungen gegeben hat fehlen bei manchen Schülern noch Unterlagen oder Unterschriften, sie können das jetzt hier im Schulhof nachholen“, empfahl zum Beispiel Julia Althammer, Lehrerin der 1c, den Vätern und Müttern. Auch für Althammer war es der erste Schultag als Lehrerin, zumindest an der Grundschule in Freilassing.

„Wir müssen die Corona-Regeln eben noch eine Zeitlang durchhalten“


Einen besonderen Willkommensgruß an die Neuen hatte sich die Schule aber doch einfallen lassen: Kinder der zweiten bis vierten Klassen winkten mit bunten Fähnchen aus den Fenstern zu den wartenden ABC-Schützen und „lockten“ sie damit in die Schule. Nach einem zumeist ohne Tränen verlaufenden Abschied marschierten die Eltern vor das Schulgebäude, wo Rektor Helmut Mayer noch einmal um Verständnis dafür bat, dass die Eltern eben in diesem Jahr erstmals nicht mit in das Klassenzimmer dürfen. „Wir müssen die Corona-Regeln eben noch eine Zeitlang durchhalten“, auch Eltern dürfen die nächste Zeit bei einem Termin in der Schule nur mit einem Mund-Nasen-Schutz das Gebäude betreten. Mayer erinnerte auch an den Datenschutz und bat die Eltern, keine Fotos von fremden Kindern in den sozialen Netzwerken zu veröffentlichen.

„Nur wenn alle zusammenhalten werden wir auch die Corona-Zeit durchstehen“

Auch Freilassings Bürgermeister Markus Hiebl zeigte sich „traurig“ über den coronabedingt leisen Schulstart, „eigentlich sollten ja die Kinder heute im Vordergrund stehen“, aber er werde in den nächsten Wochen in jede Klasse kommen und eine Überraschung verteilen, versprach der Rathaus-Chef. Hiebl erinnerte sich an das vergangene Jahr, als sein Sohn in die erste Klasse kam, „es war eine unruhige Nacht vor dem Schulstart, für uns Eltern und für unseren Sohn“. Wichtig sei es für die Eltern, dass die Schule wie eine Familie funktioniere, „nur wenn alle zusammenhalten werden wir auch die Corona-Zeit durchstehen“. Die Stadt Freilassing ist zuständig für das Gebäude, „hier haben wir in der nächsten Zeit viel vor, um mit einem Bauprogramm mehr Platz für mehr Kinder zu schaffen und wir sind auch auf dem Weg zu einem zweiten Schulstandort“.

hud

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