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Wichtige Ost-West-Verbindung in Freilassing

Für 1,1 Millionen Euro: Richard-Strauss-Straße passt sich „gehobenem Wohn-Neubau“ an

Bereits im Sommer 2021 war die Richard-Strauss-Straße wegen Arbeiten an den Wasserleitungen  eine Baustelle, die Gräben wurden danach wieder provisorisch asphaltiert.
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Bereits im Sommer 2021 war die Richard-Strauss-Straße wegen Arbeiten an den Wasserleitungen eine Baustelle, die Gräben wurden danach wieder provisorisch asphaltiert.

Die Richard-Strauss-Straße ist nach der Münchener Straße nicht nur die wichtigste Ost-West-Verbindung in der Stadt sondern auch in einem erdenkbar schlechten Zustand, Stoßdämpfer-Hersteller könnten sie fast als Teststrecke nutzen. Jetzt soll sie im nächsten Jahr tatsächlich saniert werden. Damit passt sich die aktuelle Rumpelstrecke einem neuen, nach Angaben des Bauunternehmers „gehobenem Wohnbau“ an. 

Freilassing – Bereits 2015 wurde zuletzt über die Sanierung diskutiert, damals war auch eine Art Verkehrsberuhigung angedacht, doch die Pläne landeten in den Schubladen. Seither wurden auftretende Straßenschäden immer wieder provisorisch ausgebessert, „im nächsten Jahr wird die Straße allerdings neu asphaltiert, nachdem die Wasserleitungen erneuert wurden”, versprach der Sprecher der Stadt 2020. Aus dem „nächsten Jahr“ wird nun 2023.

Ein damals diskutiertes Tempolimit kommt nicht, auch wenn es im Bereich des Eichet-Spielplatzes immer wieder zu gefährlichen Situationen mit Kindern kommt, die über die Straße zu den Wohnblocks auf der anderen Straßenseite laufen. Der Grund: Die Richard-Strauss-Straße fällt im derzeitigen Ausbauzustand als innerörtliche Vorfahrtstraße unter die Straßen mit hohem Verkehrsaufkommen und einer wichtigen Verbindungsfunktion, in denen die zulässige Höchstgeschwindigkeit kraft Gesetzes nicht unter 50 km/h zu beschränken ist.

Entscheidung zwischen vier Sanierungsvarianten

Bereits im Juni dieses Jahres wurden im Stadtrat vier mögliche Sanierungsvarianten vorgestellt, dabei wurde unter anderem schon beschlossen, dass es an den Kreuzungen zur Oberen Feldstraße und an der Übers-Eck-Kreuzung zur Matulusstraße keine Pflasterungen geben soll, die Fahrbahn bleibt sieben Meter breit, die Gehwege jeweils zwei Meter. Die vorhandenen Längsparkstreifen sollen mit Betonsteinpflaster ausgeführt werden. 

In der jüngsten Stadtratssitzung ging es nur mehr um die Frage, wie das Regenwasser abfließen soll, über Filterschächte oder Absetzschächte. In den Filterschächten wird das Regenwasser gereinigt und versickert erst dann, bei den Absetzschächten werden nur grobe Verunreinigungen zurückgehalten. Der Unterschied liegt auch im Preis, rund 80.000 Euro sind die Absetzschächte günstiger, bei einem Volumen von knapp 1 Million Euro für den gesamten Straßenausbau. CSU-Stadtrat Michael Helminger war daher der Meinung, dass Absetzschächte schon reichen würden. Dem schloss sich bei der Abstimmung der Stadtrat einstimmig an. 

Straßenbau und Wohnbau gleichzeitig? 

Bereits im ersten Stock sind die Arbeiten für einen neuen Wohnblock in der Richard-Strauss-Straße, das Bauunternehmen Max Aicher baut nach eigenen Angaben im „gehobenen Segment“ 20 Wohnungen, der Rohbau soll Ende dieses Jahres fertig sein. Der Wohnbau und die 2023 startende Straßensanierung sollen sich also nicht behindern. Neu wird im Zuge der Sanierung auch die Straßenbeleuchtung, zudem soll die Bushaltestelle im südlichen Teil ein Wartehäuschen erhalten, entweder auf einem Grund, den die Stadt noch kaufen muss, oder sonst auf dem Gehweg. Die Kosten für die Sanierung belaufen sich auf 1,1 Millionen Euro

hud

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