"Hier geschieht etwas sehr christliches"

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Politische Prominenz und Vertreter sozialer Organisationen aus dem Landkreis waren während der feierlichen Einweihung anwesend.

Freilassing - Das Jobcafé im Norden Freilassings hat vor einiger Zeit seine Pforten geöffnet. Seitdem steigt die Zahl der Besucher stetig an.

Die soziale Begegnungsstätte ist zu einem wichtigen Ort des Austausches geworden, an dem es viele Informationen und Hilfen rund ums Thema Arbeit gibt. Nun erfolgte die feierliche Einweihung mit kirchlichem Segen der Einrichtung, die sich in der Laufener Straße 73 befindet. Politische Prominenz und Vertreter sozialer Organisationen aus dem Landkreis waren anwesend, um sich ein Bild von den neuen Räumlichkeiten zu machen und sich über das Konzept zu informieren.

Träger dieser sozialen Einrichtung sind die Caritas sowie das Jobcenter Berchtesgadener Land. So oblag es auch dem Kreisgeschäftsführer der Caritas, Rainer Hoffmann, die zahlreichen Gäste, die mit ihrer Anwesenheit ihr Interesse an diesem bayernweit einzigartigen Projekt zeigten, zu begrüßen.

Motto: Menschen helfen

"Es ist uns ein Bedürfnis, da tätig zu werden, wo wir gebraucht werden", erklärte Hoffmann, denn das Motto der Caritas sei es, Menschen zu helfen. In Freilassing gibt es bereits ein vielfältiges, niederschwelliges Angebot für bedürftige Menschen, wie beispielsweise die Tafel, die Kleiderkammer oder auch das Möbellager. Nun ist eine weitere Einrichtung hinzugekommen: das Jobcafé.

"Eine Informationsstelle rund um Arbeit und Ausbildung", sagte dessen Leiterin Andrea Kasper, die gemeinsam mit ihrem Kollegen, Herbert Rüttinger, Ansprechpartner vor Ort ist und das Konzept sowie die Ziele des Projekts vorstellte. Gemeinsam sollen Lösungen erarbeitet und Hilfestellungen bei allen Fragen rund um das Thema Beschäftigung gegeben werden. Daneben geben sie auch praktische Tipps, wie man seinen Lebenslauf verfasst, Bewerbungsgespräche führt oder Formulare ausfüllt.

Kostenfreies Angebot

Besonders hob die Sozialpädagogin die zweite Komponente des Jobcafés hervor, eine Begegnungsstätte zu sein und Menschen die Möglichkeit zu geben, aus ihrer häuslichen Isolation herauszukommen und sich mit anderen Betroffenen auszutauschen. Aus diesem Grund ist das Angebot nicht konsumorientiert und kostenfrei. Es soll für die Betroffenen erreichbar sein, ohne dass diese Hemmschwellen überwinden müssen.

Die Idee zu diesem ungewöhnlichen, innovativen Projekt, das ganz anders an das Thema „Integration in den Arbeitsmarkt“ geht, kommt aus Dänemark, erklärte Helmut Rechenauer, Geschäftsführer des Jobcenters Berchtesgadener Land. Und nachdem er sich ein ähnliches Modell in Berlin-Neukölln angesehen hatte, stand für ihn fest, so etwas solle auch ins Berchtesgadener Land kommen. Er dankte den Mitarbeitern der Caritas, die ein wertvoller Partner bei der Umsetzung dieses innovativen Projektes waren und wünschte sich, dass viele Menschen aus dem Jobcafé Vorteile ziehen und es für sie Nutzen habe.

Fördergelder hervorragend angelegt

Gefördert wird die „Einrichtung mit Modellcharakter“, wie sie Helmut Fürle, Stellvertretender Landrat, während seines Großwortes beschrieb, neben dem Jobcenter auch vom Landkreis. Und hier sind die Fördergelder hervorragend angelegt, ist sich Fürle sicher, der sich wünscht, dass sich das Jobcafé zu einem Erfolgsmodell entwickelt.

Freilassings 2. Bürgermeister, Karl-Heinz Knott vertrat den erkrankten Bürgermeister Josef Flatscher und betonte wie seine Vorredner die Notwendigkeit einer solchen Anlaufstelle, freute sich über dessen freundliche Atmosphäre und endete mit den Worten in Richtung Hoffmann und Rechenauer gerichtet: „Wir sind stolz, dass wir eine solche Einrichtung hier in Freilassing haben“.

Hier geschieht etwas christliches

Den kirchlichen Segen spendeten die beiden Freilassinger Pfarrer Lucjan Banko und Werner Buckel. Während ihrer kleinen Andacht stellten sie das Thema der Gastfreundschaft, passend zu den Räumlichkeiten, in den Vordergrund. Sie betonten unisono, stolz zu sein auf das, was sie gemeinsam einweihten, denn „hier geschieht etwas sehr christliches: Menschen werden so angenommen wie sie sind“. Übereinstimmend stellten die beiden Seelsorger fest, dass der Segen nicht nur dem Gebäude gelte, sondern vor allem den Menschen, die das Jobcafé besuchten.

Nach der ökumenischen Weihe nutzen die Besuche, bei Kaffee und Kuchen die Möglichkeit, sich die ansprechend gestalteten Räumlichkeiten anzusehen.

Pressemeldung LRA BGL / bit

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