Salzburger Flughafen wirbt für den Südanflug

Freilassing - Ein kleiner Erfolg für die Fluglärmgegner: Der Salzburger Flughafen wirbt jetzt selbst für einen häufigeren Anflug von Süden her, den sogenannten „Tauernanflug“.

Seit einem Jahr gibt es den neuen Anflug aus Süden, den sogenannten „Tauernanflug“. Doch eine Entlastung der Freilassinger und ihrer Nachbarn aus Ainring und Saaldorf-Surheim ist bisher kaum spürbar. Jetzt hat sich der Flughafen an die zuständige Flugsicherung und an die Fluggesellschaften gewandt, um für den Südanflug zu „werben“.

Bürgermeister Josef Flatscher, der auch der Vorsitzende der Fluglärmkommission Salzburg ist, erhielt vom Flughafendirektor Roland Hermann die Information, wonach der Flughafen die Flugsicherung Austro Control und die größeren Fluggesellschaften schriftlich aufgefordert habe, den Südanflug häufiger zu nutzen. „Offenbar scheint die von Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer drohende Durchführungsverordnung eine gewisse Wirkung zu zeigen“, so Flatscher.

Dennoch sei er sehr skeptisch, ob die bloße Aufforderung vom Flughafen oder auch von anderer Seite ausreichend Früchte tragen werde, um die Belastung für die bayerische Seite spürbar zu verringern. Bürgermeister Flatscher: „Wir halten deshalb an unserer Forderung nach einer Durchführungsverordnung mit Deckelung der Flugbewegungen über deutschem Gebiet fest.

Eine entsprechende Durchführungsverordnung ist die effektivste Maßnahme, um eine deutliche Entlastung für unsere Bevölkerung zu erreichen.“

Pressemeldung Stadt Freilassing

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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