Unterschriften für Salzburger Flughafen

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Der Bürgermeister der Stadt Salzburg, Dr. Heinz Schaden, sammelte Unterschriften.
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Salzburg - Am Montag hat eine Unterschriften-Aktion für den Salzburger Flughafen begonnen. Auch Bürgermeister Schaden war am Airport auf Stimmenfang. *Neue Fotos*

UPDATE 15.25 Uhr

Flughafen-Chef Roland Hermann und der Bürgermeister der Stadt Salzburg, Dr. Heinz Schaden, verteilten am Montag persönlich Flugblätter an die Passagiere in der Abflughalle des Airport Salzburg. Laut der Presseagentur FMT-Pictures stammten zu diesem Zeitpunkt rund 60% der wartenden Fluggäste aus Deutschland.

Ein Passagier aus Norddeutschland, der den Flughafen regelmäßig nutzt, äußerte sich der Agentur gegenüber kritisch zu den Plänen von Verkehrsminister Ramsauer: „ Es ist eine bodenlose Frechheit so eine Verordnung überhaupt nur in Erwägung zu ziehen, da ja die neue Koalition in Deutschland keine Flugbeschränkung für alle Flughäfen in Deutschland will - der Herr Ramsauer will aber Einschränkungen für den Salzburger Flughafen. Wo bleibt da der EU Gedanke 'gleiches Recht für alle'? Für mich ist das ein Rückschritt in der Politik."

Auch abseits des Flughafens eskalierte die Situation. Einige Salzburger forderten mit Schildern an der Grenze zu Freilassing einen Einkaufs-Boykott. Andere wiederum forderten, wenn die Verordnung kommen sollte und der Flughafen geschlossen werden muss, solle es in Zukunft keine Durchreise durch Salzburg für Deutsche Pkw mehr geben.

Bilder von der Unterschriftensammlung

Protest am Salzburg Airport

Geplante Protestaktion am Flughafen

Die Belegschaftsvertreter des Salzburger Flughafens, die Gewerkschaft und die Arbeiterkammer Salzburg haben zu einer Unterschriften-Aktion aufgerufen. Sie fürchten die von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer geplante Durchführungsverordnung und erwarten ein Flugverbot über deutschem Staatsgebiet. "Der Salzburger Flughafen ist in massiver Gefahr", sind sie sich sicher. "Bei einer tatsächlichen Umsetzung dieser Verordnung wäre ein Ab- und Anflug nur sehr eingeschränkt möglich, der Flughafenbetrieb würde sich um Jahrzehnte zurückentwickeln und für den Flughafen würde diese Verordnung das Aus bedeuten."

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Flughafen-Management wehrt sich

Um das zu verhindern, gibt es eine Unterschriften-Aktion: "JA, ich stehe hinter dem Flughafen Amadeus Mozart - Salzburg und fordere hiermit die Politik auf, alles Mögliche zu tun um den Flughafen nicht in seiner Existenz zu gefährden." Laut Bayernwelle Südost laufe diese Aktion sehr erfolgreich. Der Radiosender beruft sich auf die Salzburger Nachrichten, die von 2000 bereits eingegangenen Unterstützer-Unterschriften schreiben.

Gleichzeitig zur Unterschriften-Aktion demonstrierten am Wochenende Campingplatz-Betreiber Franz Brandstätter aus Henndorf und Segafredo-Geschäftsführer Hubert Hahn an der Salzburger Grenze. Das berichtet die Südostbayerische Rundschau. Sie forderten demnach die Salzburger auf, nicht auf der bayerischen Seite einzukaufen. "Flughafen JA, Ramsauer NEIN" und "STOPP, Bayern Boykott" war auf ihren Transparenten zu lesen.

cs/Bayernwelle Südost/FMT-Pictures/rm

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