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Festgottesdienst zu 500 Jahre Marienkirche

Hörgenuss zu Mariä Himmelfahrt mit Mozart-Melodien und Blasmusik

Gute Stimmung am Tisch.
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Gute Stimmung am Tisch.

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche „Mariä Himmelfahrt“ in Feldkirchen bei Freilassing (Dekanat Teisendorf) hatte nicht nur am vergangenen Sonntag das Kirchenpatrozinium, sondern es wurde auch das 500. Weihejubiläum des Gotteshauses gefeiert. Pfarrgemeinderätinnen und Feldkirchner Frauen haben Girlanden gebunden als Schmuck für das Turmportal.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Feldkirchen bei Freilassing - Zum würdig gestalteten Festgottesdienst, den Pfarrer Wernher Bien zelebrierte, trugen Bläser der Trachtenkapelle Feldkirchen, der Kirchenchor unter Begleitung von Orgel, und einem Streichtrio bei. Am „Hochfest Maria Aufnahme in den Himmel“ wurden auch die Kräuterbüschel gesegnet. Auf Tischen im Freien lagen Exemplare der Festschrift bereit.

Im Kirchenschiff gab es wegen der Corona-Auflagen ein beschränktes Platzangebot. Die Feierlichkeit wurde für eine stattliche Anzahl Gläubigen über Lautsprecher nach außen im Eingangsbereich übertragen. Vor dem Gottesdienst war lautes Glockengeläut sowie Schüsse des Böllervereins Feldkirchen zu vernehmen.

Geschichte

Zwischen 1516 und 1521 entstand als sichtbarer Ausdruck vertiefter Volksfrömmigkeit, aber auch der Finanzkraft der Wallfahrtsstätte die gegenwärtige Kirche als letzte Blüte spätgotischen Bauschaffens im Umkreis von Salzburg. Begonnen um 1516 noch unter dem baufreudigen Erzbischof Leonhard von Keutschach, fand der Kirchenbau seinen Abschluss unter Erzbischof Kardinal Matthäus Lang. In der amtlichen Aufzeichnung des Chiemseebischof Berthold Pürstinger heißt es: „1521 Am 30. September C (Neueinweihung) der Kirche in Feldkirchen bei Ainring mit dem Hochaltar zu Ehren der hll. Maria, Anna und Vitus, mit dem rechten Altar zu ehren der hll. Leonhard, Wolfgang und Magdalena, mit dem linken zu Ehren der hll. Petrus, Johann Baptist, Johann Evangelist und des Antonius des Einsiedlers.“

Mit den Bauernkriegen, die das Erzstift heimsuchten, und durch die aufkommende Reformation kam die Marienwallfahrt rasch zum Erliegen und belebte sich erst wieder am Ende des 16. Jahrhunderts, als Feldkirchen wieder zur bevorzugten Gnadenstätte des Klerus, des Adels und der gehobenen Bürgerschicht der nahegelegenen Residenzstadt Salzburg, was in der Folge zur reichen barocken Ausstattung der Kirche führte. In Feldkirchen war wohl zunächst ein heidnischer und christlicher Friedhof bis zum Ende des 9. Jahrhunderts. Die Zeitleiste beginnt 1132 mit einer vermutlichen kleinen Friedhofskapelle führte weiter zur Kircheneinweihunge1521 und den Bau des Turmes von 1629 bis 1658 und endet 2021 mit dem 500 Jahr-Jubiläum.

Hochaltar und den beiden Seitenaltären

Neben dem Hochaltar und den beiden Seitenaltären hatten Fahnenabordnungen von Vereinen und Gruppierungen Aufstellung genommen. Der Altardienst zog vom Turmportal kommend in das Kirchenschiff ein dabei spielte in der Taufkapelle ein Bläser-Ensemble der Trachtenkapelle Feldkirchen feierlich die Hymne „Grandioso“ des Komponisten Dieter Herborg. Hermann Hogger an der Orgel begleitete beim Eingangslied „Ein Haus voll Glorie schauet“ den Kirchenchor und die Gemeinde. Mit seinen einführenden Worten betonte Pfarrer Wernher Bien, 500 Jahre Pfarrkirche Feldkirchen sei ein freudiges Ereignis, „Wir können uns freuen, dass wir hier so ein schönes Gotteshaus haben, zu dem wir uns zu Gebet und Gottesdienst versammeln, heute am Hochfest der Gottesmutter Maria, die Gott in den Himmel aufgenommen hat mit Leib und Seele.

Der Chor bewies bei den verschiedenen Teilen mit Kyrie, Gloria, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei viel Einfühlungsvermögen und begeisterte die Christenschar. Unter der Gesamtleitung von Tobias Schmidhuber wirkten ferner Monika Gaggia (Cello) und Sarah Emmert und Erika Emans (beide Geige) mit. Spenzerfrau Regina Galler brachte die Lesung aus der Offenbarung des Johannes zu Gehör, wo von einem großen Zeichen am Himmel, eine Frau, mit der Sonne bekleidet, der Mond war unter ihren Füßen und ein Kranz von zwölf Sternen auf ihrem Haupt, die Rede war.

Pfarrer Bien sang das Lukas-Evangelium, welches vom Besuch Marias bei der Verwandten Elisabet im Haus des Zacharias handelte. Der Seelsorger hatte anlässlich des 500-jährigen Weihejubiläums ein Gedicht verfasst unter anderem heißt es: „Dort blickt uns freundlich vom Altar die Gottesmutter an. Ihr Anblick hat von Jahr zu den Menschen wohlgetan.“ Weiter brachte er ein Beispiel über den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft in Feldkirchen, wenn Religion dazu helfe, dass die Menschen aufeinander schauen und dass Menschen barmherzig sind. „Gemeinsam diese Zeit auch zu bewältigen, die Gottesmutter, die in dieser Kirche seit 500 Jahren auf uns schaut und dabei hilft.“

In Mundart hat Regina Galler die Fürbitten verfasst und vorgetragen. Eine Bitte lautete: „Guter Gott, des Kirchenschiff war über 500 Jahr mit Leben erfüllt – Lass uns selber und bsunders alle de nach uns kemman erkennen, wia wichtig und wertvoll a Gottesdienst und des Gebet is.“ Das Bläser-Ensemble spielte dann Choral „Das Gebet“ von Hans Blank, Während Pfarrer Wernher Bien und Gemeindereferentin Birgit Weber die heilige Kommunion im Innenraum und im Freien austeilten, begleitete der Chor Mozart’s „Laudate Dominum“ von Solistin Regina Winkler, die ihrem hellen Sopran und viel Stilgefühl die Arie interpretierte.

Zum Dank sang der Chor gemeinsam mit den Gläubigen unter Orgelbegleitung das Marienlied „Gruß dir, du Heilige“. Es folgte die Segnung der Kräuterbüscherl, welche die Spenzerfrauen des Trachtenvereins gebunden hatten und vor dem Volksaltar in zwei Körben abgestellt hatten. Hernach schritt Pfarrer Bien durch den Gang und besprengte die Gläubigen mit Weihwasser. Am Ambo sprach dann die Ainringer Pfarrgemeinderatsvorsitzende, die als Geschenk für das Jubiläum eine von der Förderstätte der Lebenshilfe in Anger gefertigte Kerze mitbrachte, die Symbole darauf erklärte sie, bevor sie diese an Pfarrer Bien überreichte. Alfons Brüderl, der Thundorfer PGR-Vorsitzende wandte sich auch an die Gemeinde und meinte in Thundorf werde das 100-Jährige im Oktober gefeiert und bis sie auf 500 Jahre kommen, brauche es viel Durchhaltevermögen, vor allem für die Nachkommen.

Er überreichte eine verpackte Kerze an den Seelsorger. Ainrings 1. Bürgermeister Martin Öttl ging auf die Geschichte der 500 Jahre ein und betonte, die Feldkircher Kirche sei schon immer ein Gemeinschaftsprojekt der Bevölkerung, ob beim Bau, bei späteren Ausbauten oder auch bei den zahlreichen Renovierungsmaßnahmen gewesen. Die Feldkirchner Bevölkerung und die umliegenden Dörfer halfen schon immer tatkräftig mit, wenn es um ihre Kirche ging. In seiner Rede hob er die Bedeutung der Kirche im Dorf hervor. „Unsere Vorfahren haben diese wunderbare Kirche erbaut und wir sind in der Verpflichtung, dieses Erbe zu bewahren.

Die jüngsten Renovierungen vor einigen Jahren unter den Kirchenpflegern Martin Reiter und Sepp Vogl haben gezeigt, dass sich auch die aktuelle Genration dieser Verpflichtung bewusst ist und sich gerne um ihre Kirche, um ihr Gotteshaus, um ihr Zuhause kümmert.“ Er dankte abschließend für den wunderschönen Gottesdienst und äußerste den Wunsch, dass es noch viele Generationen von einfachen Leuten gebe, die sich hier in die Kirche setzen können, Glück, und Freude, Not und Leid mit der Gottesmutter Maria, unserm Herrn Jesus Christus und Gott teilen können.

Pfarrer Wernher Bien sprach Dankesworte, teils namentlich an jene die zum schönen Festgottesdienst beigetragen haben und die Akteure erhielten dafür Applaus. Nach dem Schlusssegen wurden drei Strophen von „Großer Gott wir loben dich gesungen, wobei ab der zweiten Strophe der Chor und dann noch die Bläser dazu kamen. Zum Auszug erfolgte durch ein wunderbar stimmiges Zusammenspiel der Bläser das Stück „Festlicher Choral“ von Hans Hartung.

Pfarrfest

Im Festzug, angeführt von der Trachtenkapelle Feldkrichen mit Stabführer Georg Kern ging es danach zum Pfarrfest. Die Pfarrei „Mariä Himmelfahrt“ hatte großes Glück, zum einen waren die Inzidenzwerte im Landkreis BGL schon mehrere Tage unter 50 und zum andern war ihnen der Wettergott hold. Auf dem Gelände des Eisstockclubs und des Trachtenvereins „D‘Schneebergler. Schon im Vorfeld wurden die Bierzeltgarnituren aufgestellt und abgewischt und der Kühlschrank mit Kuchen und Torten bestückt. Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrer Wernher Bien hatten schon früh morgens Kartoffeln für den Salat geschält. Es dauerte nicht lange und zur Mittagszeit konnte sich die Gäste neben Getränken, mit Grillfleisch, Schweinsbratwürstl und Bosna versorgen.

Die Pfadfinderfreunde vom „Stamm Christopherus“ hatten in bewährter Weise ihre Grillstation an der Trachtenhütte aufgebaut und waren fleißig, um den Hunger stillen zu können Pfarrgemeinderatsvorsitzende Elisabeth Kern begrüßte die Besucher und zeigte sich sehr erfreut darüber, dass so viele nach dem Gottesdienst zur Trachtenhütte gekommen waren. Sie prognostizierte, dass das schöne Wetter bis Abend halten werde. Sie erklärte, es werde an den Ausgabestationen kein Geld kassiert, bitte jedoch für die Speisen und Getränke um eine freiwillige Gabe.

Die Trachtenkapelle Feldkirchen unterhielt fortan die Gäste mit Polkas, Walzern und Märschen. Die Kindergruppe des führte mehrere Tänze auf und für die Kinder in der Hüpfburg austoben. Für die Gäste stand nach dem Essen Kaffee und eine große Auswahl an Kuchen und Torten bereit. Nicht jeder musste sich selbst bedienen, Pfarrgemeinderätinnen versorgten die Besucher mit Getränken und Süßem. Es war ein gemütliches Beisammensein bei hochsommerlichen Temperaturen mit zufriedenen und gut gelaunten Besuchern.

Pressemitteilung Andreas Pils

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