Schulwald in Freilassing eröffnet

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Gemeinsam sägten Erster Bürgermeister Josef Flatscher und Schulamtsdirektor Frank Thierser den Weg zum grünen Klassenzimmer frei.

Freilassing - Bürgermeister Josef Flatscher und Schulamtsdirektor Frank Thieser sägen den Weg frei Freilassings Beitrag zum Internationalen Jahr des Waldes von vielen unterstützt und gefeiert

Deutschland ist ein Waldland: 11,1 Millionen Hektar Wald wachsen hier und ein kleines Stück davon zwischen der Grundschule und der Mittelschule der Stadt Freilassing. Schon immer von Jugendlichen besucht, aber nicht unbedingt nach Kriterien der Landschaftspflege genutzt, wurde der Sörgelwald in den letzten Monaten zum Schulwald gestaltet. Ein grünes Klassenzimmer ließ Förster Stefan Köcher gemeinsam mit Jugendlichen und breiter Unterstützung aus Politik, Verwaltung und Wirtschaft entstehen.

Die gute Fee Katharina und die Trommelgruppe Kpanlogo begrüßten die Gäste bei der Eröffnung des Schulwaldes.

Am Eingang des Schulwaldes wurden die Besucher/innen von der Trommelgruppe Kpanlogo der Mittelschule zusammengetrommelt. Und es wirkte. Dicht gedrängt standen die Befürworter/innen des Projekts Schulwald, als Erster Bürgermeister Josef Flatscher und Schulamtsdirektor Frank Thieser auf Aufforderung von Förster Stefan Köcher den Weg zum neuen, grünen Klassenzimmer frei sägten. Kein dünnes Absperrband, wie bei einer Straßeneröffnung, sondern ein richtiges Brett galt es durchzusägen. Der Aufwand lohnte jedoch, gibt es schließlich jetzt im Sörgelpark eine regelrechte Oase der Waldpädagogik. Optimal für die Grund- und die Mittelschule, deren Gelände jeweils direkt an den Wald grenzt. Gemeinsames Tun stand bei der Einweihung auch für Pfarrer Ewald Seißler von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde und Pfarrer Lucjan Banko CM von der katholischen Kirche auf dem Programm. Zusammen segneten sie den Schulwald und hielten für alle Fürbitte, die sich für den Wald einsetzten, sich um ihn kümmern und ihn nutzen werden.

Gemeinsam segneten der katholische und der evangelisch-lutherische Pfarrer der Stadt Freilassing das Waldstück in Freilassings grüner Mitte.

Die Nutzung des Sörgelwaldes der Stadt Freilassing beschränkt sich auch künftig nicht nur auf die Schulen. Er steht für alle Bürger/innen offen. Es ist schließlich, wie der Schulchor der Mittelschule unter Leitung von Christina Fulde sang, der Baum ein Freund und „Ich bin so gern bei Dir. Und lehn ich mich an deinen Stamm, stehst du fest neben mir.“ Dieses Bewusstsein, dass der Wald ein wichtiger natürlicher Lebensraum, ein wertvolles Naturerbe und eine unverzichtbare Ressource für die Menschen ist, zeigte sich an diesem Freitagmittag deutlich. Nicht nur die drei Bürgermeister der Stadt und Stadträte aller Fraktionen nahmen an der Eröffnung teil, sondern auch Vertreter/innen verschiedener Unternehmen, der Stadt-und Schulverwaltung, die beiden angrenzenden Schulen, der St. Georgs e.V. Jugend- und Landschaftspflege als Träger des Schulwaldprojekts für die Stadt Freilassing und auch das Team vom kulinarischen Nationenfest, das 1.000 Euro für den Schulwald spendete. Es unterstützte damit die Entscheidung des Stadtrates, der nicht nur den Wald zur Verfügung stellte, sondern auch Finanzen, um das grüne Klassenzimmer zu realisieren, wie Bürgermeister Flatscher in seiner Rede feststellte. „Und so“, erklärte der Bürgermeister „bin ich unheimlich stolz mitten im Herzen der Stadt so einen Fleck zu haben.“

Heute pflanzen, was morgen blüht ein Ansatz, der Direktorin Uta Ametsbichler und Direktor Josef Ufertinger vertraut ist.

„Die Stadt“, stellte Förster Stefan Köcher fest, „zeigt sich als Waldbesitzer vorbildlich.“ Auf breiter Basis wurde der Antrag von Ludwig Stadler, dem Referent für Umwelt und Verkehr mitgetragen, so dass die drei Säulen am Eingang des Schulwaldes mit den Agenda 21 Begriffen Ökologie, Ökonomie und Soziales als Sinnbild zu verstehen sind. Ebenso wie die Pflanzung von Frühlingsblumen mitten im grünen Klassenzimmer, zu der der Förster Rektorin Uta Ametsbichler von der Mittelschule und Rektor Josef Ufertinger von der Grundschule einlud, damit sie heute etwas pflanzen, das morgen blüht.

Stadt Freilassing/Dr. Helga Huber

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