Hält die Bahn bald in Rückstetten?

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Gemeinsam für eine Haltestelle in Rückstetten (von links nach rechts): Hans Rauscher (Vorsitzender SPD Teisendorf), Georg Quentin (3. Bürgermeister Teisendorf), Güldane Akdemir (SPD-Bezirkstagskandidatin), Roman Niederberger (SPD- Landtagskandidat).

Teisendorf - Wenn es nach der heimischen SPD geht, dann wird die Bahn in Zukunft auch im Teisendorfer Ortsteil Rückstetten einen Zwischenstopp einlegen. Ihre Forderungen:

Fast zwei Jahre ist es her, dass sich an der Bahnstrecke Freilassing – Rosenheim – München Vertreter der heimischen SPD zu einem Gespräch über eine zusätzliche Haltestelle für den Regionalverkehr im Teisendorfer Ortsteil Rückstetten getroffen haben. An der gleichen Stelle erinnerten jetzt der dritte Bürgermeister von Teisendorf, Georg Quentin, und der SPD-Ortsvorsitzende Hans Rauscher an diese Forderung. SPD-Landtagskandidat Roman Niederberger und die Kandidatin für den Bezirkstag Güldane Akdemir sagten ihre Unterstützung zu.

„Rückstetten ist in den letzten Jahren stark gewachsen. Gerade die jungen Familien, die hier leben, würden mit einer neuen Bahnhaltestelle – die es ja früher hier schon gab - an Mobilität dazugewinnen“, führte Georg Quentin aus. Hans Rauscher sah auch die Chance für eine finanzielle Verbesserung: „Wenn ein Ehepartner den Arbeitsweg schnell und bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurücklegen kann, lassen sich die Kosten für ein zweites Auto einsparen. Für die Familien ist das eine deutliche Entlastung“, erklärte er. Nicht nur die Menschen in Rückstetten, sondern auch der ganze Bereich Oberteisendorf könnte die neue Haltestelle nutzen.

Roman Niederberger erinnerte an die große Rolle, die eine gute öffentliche Verkehrsanbindung zukünftig in allen Bereichen der Ortsplanung spielen wird. Die großen Entwicklungsachsen innerhalb der Region seien auch bei der Landesplanung entlang der Bahnlinien vorgesehen. „Genau wie beim Stundentakt auf der Bahnstrecke zwischen Freilassing und Mühldorf ist es leider auch bei der Haltestelle Rückstetten bisher bei Ankündigungen und guten Absichten geblieben“, kritisierte er. Selbstverständlich seien im Bahnverkehr Verbesserungen kaum kurzfristig zu erreichen, ergänzte Güldane Akdemir. „Wir müssen aber jetzt die Weichen richtig stellen für eine nicht nur umweltfreundliche, sondern auch sozial nachhaltige Mobilität“, meinte die Bad Reichenhaller Stadträtin.

Um der Forderung nach besseren Bahnverbindungen Nachdruck zu verleihen, organisieren SPD-Kreisverband und –Ortsverein gemeinsam eine Veranstaltung mit dem Titel „Mobil ohne Auto“ in Teisendorf. Am Donnerstag, 7. März 2013, wird die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Bärbel Kofler bei einer Podiumsdiskussion im Landgasthof Helminger in Rückstetten unter anderem gemeinsam mit Vertretern der Berchtesgadener Land Bahn und der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) über die Zukunft des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs in der Region sprechen. „Wir wollen dabei auch diskutieren und darüber informieren, wie es weitergeht, wenn im Dezember diesen Jahres die Firma veolia, die auch die BOB betreibt, die Strecke München – Rosenheim – Freilassing übernimmt“, so Roman Niederberger.

„Wir wollen, dass Bund, Land und Gemeinde für einen besseren Bahn- und Busverkehr in unserer Region an einem Strang ziehen. Innerhalb der SPD arbeiten wir bei diesen Themen deshalb auch sehr eng zusammen“, stellte Georg Quentin zum Schluss des Treffens an der Bahnlinie fest.

Pressemitteilung Sozialdemokratische Partei Deutschlands/Kreisverband Berchtesgadener Land

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