Energieeinsparung und dann?

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Doris Möller und Pia Bolkart (r.) standen den Kirchanschöringern Rede und Antwort.

Kirchanschöring - Noch bevor vor einem Jahr der Name Fukushima um die Welt ging, hatte der Kirchanschöringer Gemeinderat ein Klimaschutzkonzept beschlossen. Jetzt wird's ernst.

Bei der Auftaktveranstaltung "Klimaschutzkonzept Kirchanschöring" lauschten die Anwesenden zuerst den Ausführungen von Doris Möller (KlimaKom Kommunalberatung) und Pia Bolkart (Green City Energy), die die Entwicklung des Konzepts fachkundig begleiten.

"Integrierter Klimaschutz setzt an vier Punkten an", erläuterte Doris Möller. "Energie, Stadtentwicklung, Verkehr und Mobilität, Kommunikation und Kampagnen." Wichtig sei, dass alle Akteure und gesellschaftliche Treiber mitgestaltend eingebunden würden; Energieversorger, Politik, Unternehmen und Wirtschaft, Kirche, Vereine und Verbände, Bürgerintiativen, Wissenschaft, Schulen und Volkshochschulen sowie Umweltverbände.

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Die KlimaKom Kommunalberatung hat zusammen mit der Green City Energy bereits Daten gesammelt und aufgearbeitet. Die ersten Erkenntnisse stellten die beiden Damen am Dienstagabend der Bevölkerung vor. "Kirchanschöring verbraucht 76.500 MWh pro Jahr. Das sind Kosten von 7,3 Millionen Euro. Die CO²-Emmission liegt bei 17.200 Tonnen", fasste Pia Bolkart zusammen. Die Gemeinde beziehe bereits 50 Prozent ihrers Stroms und ihrer Wärme aus erneuerbaren Energien. Vor allem im Strombereich sei bis 2020 eine 100-prozentige Auslastung möglich, wenn man die mögliche Energieeinsparung mitrechne.

"Klimaschutz - was können wir machen?" waren dann die Kirchanschöringer gefragt. Im interaktiven Teil durften sie Vorschläge in den Bereichen Bauleitplanung, energetische Sanierung, erneuerbare Energien, Wärmeversorgung, Mobilität und Unternehmen anbringen. Auch Hemmnisse und Hürden wurden vorgebracht. Alle Vorschläge, die zahlreich an den vorbereiteten Pinnwänden landeten, fließen in das Klimschutzkonzept ein.

Auftakt "Klimaschutzkonzept Kirchanschöring"

Jetzt werden erstmal Szenarien erstellt und in einer Steuerungsrunde am 16. April diskutiert. Am 12. Mai sind dann wieder die Bürger bei der Klimaschutzkonferenz gefragt. Die Vorschläge daraus werden von einer Expertenrunde analysiert, bevor dann das endgültige Konzept erstellt wird, das der Gemeinderat dann verabschieden muss. "Im August, September oder Oktober", ließ Möller den Zeitplan noch offen.

Die Kirchanschöringer machten in der abschließenden Diskussion noch deutlich, dass sich bald was tun müsse und jeder Bürger sich selbst an der Nase packen müsse: "Wir machen nur was, wenn es gefördert wird. Dieses Denken muss aufhören", sprach ein Anwesender unbewußt das Schlusswort, mit dem die engagierten Bürger nach Hause entlassen wurden.

cz

Quelle: chiemgau24.de

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