Drei Züge – drei Festnahmen

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Rosenheim/Freilassing: - Durch Kontrollen in Zügen, konnten die Zivilfahnder der Bundespolizei, die illegale Einreise von drei Personen verhindern:

Am Mittwoch, den 24. August, haben Zivilfahnder der Bundespolizei in drei grenzüberschreitenden Zügen aus Österreich stichprobenartig Reisende kontrolliert. Nach Abschluss der Fahndungsaktion waren drei Gewahrsamszellen besetzt. Der jeweilige Tatvorwurf: illegale Einreise. In einem Fall ermittelten die Beamten wegen Urkundenfälschung. Zwei der Tatverdächtigen standen nur einen Tag nach ihrer Festnahme vor Gericht.

Im EuroCity aus Kufstein reiste ein marokkanischer Staatsangehöriger, der sich weder ausweisen noch einen Fahrschein vorlegen konnte. Schnell stellte sich heraus, dass der 19-Jährige erst wenige Tage zuvor aufgrund einer Verfügung der Ausländerbehörde in Gütersloh Deutschland verlassen musste. Seine erneute Einreise quittierte die Rosenheimer Bundespolizei mit zwei Strafanzeigen: eine wegen unerlaubter Einreise und eine wegen Leistungserschleichung. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft wurde der junge Mann in einem beschleunigten Verfahren beim Amtsgericht vorgeführt und dort zu einer Geldstrafe von insgesamt 900 Euro verurteilt. Da er den Betrag nicht zahlen konnte, musste er in Bernau einen sechsmonatigen Gefängnisaufenthalt antreten.

Ähnlich erging es einem 44-Jährigen aus Somalia. Aufgrund der klaren Sachlage beantragte die Staatsanwaltschaft Traunstein auch für ihn ein beschleunigtes Gerichtsverfahren. Der Afrikaner versuchte, seinen unerlaubten Aufenthalt in Deutschland mit falschen Dokumenten zu verwirklichen. Den gefälschten italienischen Papieren gingen die Bundespolizisten im Nachtzug aus Salzburg allerdings nicht auf den Leim. Der entlarvte Urkundenfälscher wurde am Donnerstag in Rosenheim zu einer Geldstrafe in Höhe von 500 Euro verurteilt. Da er kein Geld hatte, wurde er ersatzweise in die Bernauer Justizvollzugsanstalt gebracht. Nach den vorgesehenen 100 Tagen Freiheitsstrafe wird er, wie auch der verurteilte Marokkaner, das Land wieder verlassen müssen.

Für einen türkischen Staatsangehörigen endete die Zugfahrt bereits in Freilassing. Er konnte sich im Zug aus Salzburg ebenfalls nicht ausweisen. Die Fahnder nahmen den 25-Jährigen wegen des Verdachts der unerlaubten Einreise fest. Er gab an, als Kurde in seiner Heimat verfolgt zu werden. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er einer Aufnahmeeinrichtung für Flüchtlinge in München zugeleitet.

Pressemitteilung Bundespolizeiinspektion Rosenheim

Rubriklistenbild: © Polizei

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