Bundestag hautnah: Schülerin lernt Gesetzgebungsprozess

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Dr. Peter Ramsauer und Elisabeth Lastovka vor der Kuppel des Deutschen Bundestags.

Freilassing - Auf Einladung des heimischen Wahlkreisabgeordneten Dr. Peter Ramsauer nahm eine Freilassinger Schülerin am Planspiel „Parlamentarische Demokratie spielerisch erfahren" in Berlin teil.

Gemeinsam mit mehr als 300 Kolleginnen und Kollegen aus dem gesamten Bundesgebiet wurde Politik spannend und nachvollziehbar erlebt. Organisiert und durchgeführt vom Deutschen Bundestag wurden die Teilnehmer in Landesgruppen und fiktive Fraktionen eingeteilt, Gesetzestexte umfangreich diskutiert und abwicklungsgetreu verabschiedet sowie leidenschaftliche Debatten geführt. „Und das alles an den Originalschauplätzen – bis hin zur Aussprache im Bundestag!“, zeigte sich die Freilassingerin Elisabeth Lastovka schlichtweg begeistert.

„Zuerst war ich ein wenig enttäuscht, dass ich genau dorthin eingeteilt wurde, was ich eigentlich schon kannte: in die bayerische Landesgruppe“, erinnert sich die Schülerin an den Start der intensiven vier Tage, „aber im Nachhinein habe ich gemerkt, dass es doch recht vorteilhaft war, konkret und inhaltlich bewandert mitdiskutieren zu können.“ Während dreier Tage bearbeitete Elisabeth Lastovka im zugeteilten Ausschuss einen richtungsweisenden Antrag über die Zukunft der Rente. Die 18-jährige Abiturientin hatte bislang keine politischen Erfahrungen, gewann aber mit zunehmendem Verlauf immer mehr Spaß an der Arbeit – die schließlich in allen Fraktionen eine ungeahnte Eigendynamik entwickelte.

„Während ich mit meinen Kollegen über den Rentenantrag brütete, ging es wohl in den anderen Parteien auch hoch her“, schildert die Schülerin des Salem-Internats die Situation vor Ort. Die Jung-Parlamentarier hatten sich mit diesem schwierigen Thema auseinanderzusetzen und fanden eine tiefgreifende Lösung: Sie sprachen sich für eine Rente ab 70 Jahren aus, mit Ausnahmen für Menschen, die in körperlich anstrengenden Berufen tätig sind.

„Wir wollten unseren Antrag im Ausschuss auf jeden Fall durchbringen“, erläutert Elisabeth Lastovka ihre Bestrebungen und betont: „Es waren sehr hitzige, aber faire Diskussionen, in denen es immer wieder Annäherungsversuche und Auseinanderbewegungen zwischen den fiktiven Fraktionen gab. Am Ende konnten wir im Ausschuss unseren Antrag durchbringen – scheiterten aber im Plenum, weil dafür eine Zweidrittel-Mehrheit notwendig gewesen wäre.“

Auch ‚ihren‘ Abgeordneten Dr. Peter Ramsauer traf die 18-jährige in Berlin, wenn auch nur kurz: „Zu dieser Zeit ging es im Bundestag gerade hoch her, weil die Vorbereitungen für die Bundespräsidentenwahl liefen. Dr. Ramsauer hat sich trotz allem für mich Zeit genommen, wir haben über den konkreten Parlamentsalltag gesprochen, und es war schön, mitten im Berliner Bundestag wieder Bayerisch zu hören“, fasst die Schülerin zusammen: „Alles in allem kann ich diese Veranstaltung nur loben und weiterempfehlen, da mir diese Tage sehr viel Freude bereitet haben. Ich durfte viele Kollegen aus ganz Deutschland kennen lernen und konnte sehr viel mitnehmen. Und ich möchte auch in Zukunft mehr am politischen Geschehen mitwirken“, so die Schülerin abschließend.

Pressemitteilung Richter Medienservice

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