Bund Naturschutz Freilassing arbeitet harmonisch

Freilassing - Die Ortsgruppe des Bund Naturschutz i.B.e.V. (BN) Freilassing weist die Anschuldigungen ehemaliger und passiver Mitglieder entschieden zurück.

Der BN ist politisch unabhängig und damit auch nicht erpressbar. Die einstimmig demokratisch gewählte Vorstandschaft der OG darf und wird sich nicht durch ein paar Abweichler von den wahren Grundsätzen einer ökologischen Gesamtschau abbringen lassen. Ein übergestreiftes BN T-Shirt kann die politisch Gesinnung der Kritiker nicht verdecken, ist man in der Vorstandschaft der Ortsgruppe sicher.

Seit der Gründung des BN im Jahre 1913 fühlt sich der Verband dem Schutz der Natur und Umwelt verpflichtet. Die Leitlinien des BN werden von Naturschutzfachleuten in Arbeitskreisen nach ökologischen Kriterien entwickelt und vom Landesbeirat und Vorstand beschlossen. Die Umsetzung der Programme obliegt den Untergliederungen auf Kreis- und Ortsgruppenebene. Bei Versammlungen auf dieser Organisationsebene können die Programminhalte durch zufällig anwesende Mehrheiten politisch orientierter Mitglieder nicht spontan geändert werden. Daher kann der BN auch für parteipolitische Ziele nicht missbraucht werden.

Im Bezug auf die Debatte um das geplante Heizkraftwerk hält sich die Ortsgruppe Freilassing aus Überzeugung von Anfang an an die Position des Landesverbandes zur Verwendung nachwachsender Rohstoffe. Als ersten Schritt verlangt der BN darin die Erstellung eines Holzversorgungsplanes der bis heute nicht vorgelegt wurde. Das Hackgut soll dabei aus einem Radius von 50 Kilometern kommen. Aufgrund der hohen Dichte an Heizkraftwerken in der Region ist das nicht mehr möglich. Das Hackgut wird daher aus größerer Entfernung angeliefert werden, vermutlich aus Ländern in denen nicht die strengen Richtlinien der deutschen Waldbewirtschaftung gelten. In verschiedenen Presseberichten wurde das mehrfach bestätigt. Widerlegt wurde auch, dass das Verbrennen von Holz im großen Stil CO2 - neutral wäre.

Ein weiteres Kriterium für die Ablehnung des HKW durch den BN ist der vorgesehene Standort im Naherholungsgebiet der Freilassinger Bürger. Der zukünftige Energiepark soll sich im Endausbau vom Klärwerk bis zur Zollhäuslstraße erstrecken. Die Anlagen werden dabei direkt an die nach EU-Recht geschützten Auwaldflächen anschließen. In die ersten Planungen waren sogar direkt nach EU-Recht geschützte FFH- und Vogelschutzgebiete einbezogen. Derartige Eingriffe in unsere Naturlandschaft vor der Haustüre kann der BN niemals akzeptieren. Das müsste auch fehlgeleiteten Ökoaktivisten einleuchten.

Wälder sind mehr als eine Ansammlung von Bäumen die neuerdings unsere Energieversorgung sichern sollen. Wälder liefern wertvolle Rohstoffe, produzieren Sauerstoff, speichern Trinkwasser regulieren das Klima und bieten Erholung für Körper und Geist. Im Holz der Bäume und im Waldboden werden große Mengen Kohlenstoff gespeichert. Der Wald ist der größte CO2 –Speicher der uns zur Verfügung steht und sollte in Zeiten des Klimawandels nicht durch Übernutzung seiner Wohlfahrtswirkung beraubt werden. Die derzeitige Abhängigkeit der gesamten Weltbevölkerung von fossilen Energieträgern dem BN aufbürden zu wollen ist absurd. Auch ist es dreist den BN für weltweite Ölunfälle verantwortlich zu machen. Hier werden die Möglichkeiten eines Umweltverbandes weit überschätzt.

Pressemitteilung BN Freilassing

Rubriklistenbild: © cz

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