Biomasseheizkraftwerk: Auch Agenda dafür

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die Nachbargemeinde Ainring hat bereits ein Biomasseheizkraftwerk.

Freilassing - Nachdem sich vor einer Woche der Freilassinger Stadtrat klar für ein Biomasse-Heizkraftwerk ausgesprochen hat, springt jetzt auch die Agenda 21 auf diesen Zug auf.

Deutlicher denn je wurde an der jetzt zu Ende gegangenen Klimakonferenz sichtbar: Jeder Einzelne muss seinen noch so bescheidenen Beitrag zur weltweiten Verminderung der Erderwärmung leisten, muss sich bewegen und auf den Nachbarn zugehen. Einfach den Finger auf andere zu zeigen, zeitigt kein Ergebnis. Vielmehr gilt es, die Möglichkeiten und Chancen zu nutzen, die sich bereits heute bieten.

Der Stadtrat Freilassing geht diesen Weg: Mit großer Mehrheit sprach er sich sowohl für die energetische Sanierung der bestehenden städtischen Gebäude – die Hauptschule wird sogar im Passivhausstandart saniert – als auch für die Nutzung der nachwachsenden Rohstoffe zur eigenen Energiegewinnung aus. Die Stadt Freilassing wird mit dem Biomasseheizkraftwerk einen aktiven Beitrag zur Zukunft unserer nachfolgenden Generationen, unserer Kinder und Kindeskinder, leisten. Die energetische Sanierung der bestehenden Häuser und Gebäude in Freilassing wird voranschreiten. Das ist wichtig, denn die „beste Energie“ ist die nicht verbrauchte Energie. Wir müssen aber realistisch sein und bedenken, dass es noch Jahre oder Jahrzehnte dauern wird, ehe alle Häuser saniert und damit geringere Energieverbraucher sind. Die Stadt setzt sich zum Ziel, auch im Bereich der Energieversorgung das Machbare zu leisten, um die drängenden Klimaprobleme vor Ort und in kleinen Schritten anzugehen und dem klimaschädlichen CO2-Ausstoß entgegen zu wirken.

Auch der Agenda-Arbeitskreis „Wirtschaft und Energie“ sprach sich nach einem Fachgespräch mit den Stadtwerken und den involvierten Fachbüros im November einstimmig für ein Biomasseheizkraftwerk aus und gab dabei Anregungen wie „Das Fernheizwerk ist ausschließlich mit Biomasse, Biogas oder biogenen Abfällen zu betreiben“ oder „Der Austausch von fossilen Energieträgern durch nachwachsende, heimische und kohlendioxidneutrale Energieträger wird ausdrücklich begrüßt.“ Diese breite Basis für eine nachhaltige Gestaltung unserer heimischen Energieversorgung spricht dafür, unabhängig von den weltweiten Energiekonzernen und den Turbulenzen an den Weltmärkten zu werden sowie die Abhängigkeiten von Krisenregionen zu minimieren. Denn nach wie vor beziehen wir unser Öl und Gas aus Gebieten, die über den gesamten Erdball verstreut in politisch unsicheren Regionen liegen. Das vom Stadtrat avisierte Biomasseheizkraftwerk ist eine zukunftsfähige Lösung: Die Haushalte erhalten eine versorgungssichere, umweltfreundliche und wirtschaftliche Wärmeversorgung: Holz ist als Brennstoff CO2-neutral und ist ein nachwachsender, heimischer Energieträger.

Pressemitteilung Stadt Freilassing

Mehr zum geplanten Biomasse-Heizkraftwerk in Freilassing gibt es hier.

Zurück zur Übersicht: Rupertiwinkel

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Live: Top-Artikel unserer Leser