Bildung ist Zukunft!

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Sind sich einig, dass sich auf dem Bildungssektor in Bayern einiges tun muss: v.l..n.r. Bert Enzinger, Vorsitzender der FWG Heimatliste Freilassing, Dr. Lothar Seissiger, Landtagskandidat der FREIEN WÄHLER Traunstein, Florian Löw und Bettina Oestreich-Grau (beide FWG Heimatliste Freilassing), Brigitte Rudholzer, Direktkandidatin zum Bezirkstag sowie Michael Koller, Landtagskandidat im Berchtesgadener Land

Freilassing - Landtagsdirektkandidat Michael Koller hat in Freilassing über die bildungspolitischen Ziele der Freien Wähler informiert. Die Bildung stand im Vordergrund.

Beim Informationsabend der Freien Wähler in Freilassing konnten sich die Bürgerinnen und Bürger vor Kurzem über die bildungspolitischen Ziele informieren. Der Landtagsdirektkandidat der Freien Wähler für das Berchtesgadener Land, Michael Koller, stellte das Programm vor. Beste Bildung vor Ort – "kluge Köpfe braucht das Land", so das Motto des interessanten Abends.

Bildung ist ein lebenslanger Prozess und weit mehr als die bloße Vermittlung von Wissen. Die Politik muss die Rahmenbedingungen dafür schaffen und deshalb fordern die Freien Wähler „Bildung aus einer Hand“ – das heißt: frühkindliche Bildung, Hochschulbildung, schulische Bildung und Erwachsenenbildung in einem Ministerium zu vereinen. „Eine gute Bildungspolitik soll sich am Wohl der jungen Menschen orientieren, sie fördern und fordern, ohne sie zu überfordern. Jedem jungen Menschen stehen gleiche Chancen zu - egal, aus welcher sozialen Schicht er stammt“, so Koller.

Mehr Zeit zum Lernen – mehr Zeit zum Leben! Mit einem Volksbegehren wollen die Freien Wähler das G9 als echte Wahlalternative etablieren. Die Freien Wähler wollen die Bürger über die Wahlfreiheit zwischen G9 und G8 entscheiden lassen. Bereits beim Volksbegehren gegen die Studiengebühren hat sich gezeigt, dass es in Bayern durchaus abweichende Mehrheitsmeinungen zu Regierungspositionen gibt.

Das achtjährige Gymnasium soll nach der Vorstellung der Freien Wähler zwar erhalten bleiben, die Schulen sollen aber die Möglichkeit bekommen, wieder auf ein neunjähriges Gymnasium zu wechseln. Die Wahl darüber wird im Schulforum, einem bereits etablierten Gremium, getroffen. „Das neunjährige Gymnasium“, so Landtagskandidat Koller, „soll jedoch kein Aufguss des alten G9 werden, sondern eine echte Weiterentwicklung. Es soll den Schülern in Bayern wieder Mut zum Lernen machen und zugleich ermöglichen, die Stoffmenge des G8 ‚entschleunigt’ in neun Jahren zu verinnerlichen.“

Zugleich sehen die Freien Wähler – und dabei erhalten sie bereits jetzt Zuspruch von Bildungsexperten, Lehrern wie Eltern – im neunjährigen Gymnasium die Chance zu mehr individueller Förderung, besseren Wahlmöglichkeiten, einem nachhaltigeren Lernen und vor allem auch wieder mehr Raum für außerschulische Aktivitäten.

Bettina Oestreich-Grau von den Freilassinger Freien Wählern berichtete von Ihren Erfahrungen. „Meine Tochter war Schülerin des ersten Jahrgangs G8, wir hatten mit einer extremen Stofffülle zu kämpfen, die Rahmenbedingungen für eine so gravierende Veränderung waren nicht gegeben – ich hatte Angst um die soziale und persönliche Entwicklung meines Kindes.“

Als extrem problematisch sieht Frau Oestreich-Grau, dass die Schüler die Möglichkeit haben nach der 9. Klasse die erstbeginnende Fremdsprache abzulegen. Dafür müssten die Schüler dann eine neue Fremdsprache, beispielsweise Spanisch, bis zum Abitur belegen. D. h. in der Regel haben die Schülerinnen und Schüler Englisch als „must have“ und dann Spanisch. „Das ist der Grund dafür, dass in einem neusprachlichen Zweig (Schüler haben ab der 8. Klasse Französisch oder eine andere 3. Fremdsprache) diese 3. Fremdsprache oft als Kurs in der 11. und 12. Jahrgangsstufe nicht mehr zustande kommt. Drei Jahre einer Fremdsprache hat nichts mit einer soliden neusprachlichen Ausbildung zu tun! Das sollte man dann gleich lassen!“ so die engagierte Mutter. Für viele Anwesende war der aufschlussreiche Abend eine gute Gelegenheit sich über die Wahlmöglichkeit zu informieren und in die Unterschriftsliste für ein Volksbegehren zum Thema G8/G9 einzutragen.

Pressemitteilung der Freien Wähler

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