CSU besucht Polizei-Fortbildungsinstitut

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Erster Polizeihauptkommissar Fritz Seyfferth erläutert den Besucher der CSU-Seniorenunion Berchtesgadener Land die Fortbildung in der polizeilichen Stabsarbeit.

Ainring - Wie arbeitet die Polizei – wie schützt sie uns? Die CSU-Senoirenunion besuchte das Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei.

Das Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Ainring ist für die Fortbildung der gesamten Bayerischen Polizei zuständig und organisatorisch dem Präsidium der Bayerischen Bereitschaftspolizei nachgeordnet. Es ist eine zentrale Einrichtung für die Fortbildung von fertig ausgebildeten Polizeibeamten des mittleren, gehobenen und höheren Polizeidienstes sowie für Polizeiangestellte.

Eine große Zahl von Mitgliedern der CSU-Seniorenunion Berchtesgadener Land wurde von Ersten Polizeihauptkommissar Fritz Seyfferth begrüßt, der in einem der hellen, freundlichen Seminarräume die Aufgaben und Organisation des Fortbildungsinstitutes der Bayerischen Polizei erläuterte. Diese in Europa zentral gelegene Fortbildungsstätte wurde vor zwei Jahren für 10 Millionen Euro umgebaut und modernisiert.

Im Recht, in der Kriminalistik, in der Kriminologie, im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und im Verkehrsbereich wird eine allgemeinfachliche Fortbildung geboten. Spezialkenntnisse für bestimmte Fachsparten der Polizei (z.B. Wirtschaftsdelikte, Umweltschutz, Drogenbekämpfung, Gefahrgut) werden umgesetzt. Die Aus- und Fortbildung von Spezialisten (z.B. PC-System- und Anwenderbetreuer, Diensthundeführer, Fahrlehrer, Verkehrserzieher, Verhandlungsführer) wird sichergestellt. Es werden Kenntnisse und Fähigkeiten im Bereich der Führung (z.B. Dienststellenleiter, Hundertschaftsführer, Dienstgruppenleiter) vermittelt. Außerdem wird eine anlassbezogene Fortbildung insbesondere bei aktuellen Rechtsänderungen, bei der Durchführung von Schwerpunktseminaren und bei besonderer Kriminalitätsentwicklung gewährleistet.

Das Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei mit seiner Außenstelle Herzogau, hier werden die Polizeihunde und -führer ausgebildet, bieten über 200 verschiedenartige Seminare (Dauer 3 Tage bis 6 Monate), die ständig angepasst werden, an. Technik und soziale Kompetenz sind ein Schwerpunkt.

An 850 Fortbildungsveranstaltungen im Jahr nehmen 12.000 Beamte und Angestellte teil. Ziel ist es, dass von den ca. 40.000 bayerischen Polizeibeamten/innen und Angestellten jede(r) alle zwei Jahre an einem Fortbildungsseminar teilnehmen kann. Pro Seminar nehmen 15 bis 16 Personen teil, die vielfach als Multiplikatoren bei ihren Dienststellen das Erfahrene weitergeben.

Zur Bewältigung des Fort- und Weiterbildungsprogramms stehen dem Institut 40 externe "Trainer" zur Verfügung, die überwiegend in den Bereichen Verhaltenstraining für Inspektions- und Stationsbeamte und in der Hundeausbildung eingesetzt werden. Etwa 300 Referenten (Spezialisten, Richter, Staatsanwälte usw.) werden in allen Fachbereichen eingesetzt und helfen so, eine qualifizierte Fortbildung sicherzustellen.

Interessant war für die Besucher, dass die Seminarteilnehmer keine Prüfung schreiben und nicht benotet werden. Jedoch wird das Seminar durch die Teilnehmer bewertet und über 90 % vergeben ein „Sehr gut“ oder „Gut“.

Vom Fortbildungsinstitut wird auch das Intranet der bayerischen Polizei gepflegt. So werden z. B. aktuelle Rechtsfälle/-sprechungen oder verbotene Waffen wie ein Schießkugelschreiber in Bild und Wort ins interne Internet gestellt.

Ab dem Jahre 2012/2013 wird neben den Fortbildungsseminaren auch wieder eine Ausbildung zu Polizeibeamten/innen durchgeführt. Es handelt sich hierbei um Spitzensportler, die geschult werden.

Besonders interessierte die Frage: Gibt es eine erhöhte Kriminalität gegen ältere Personen? Fritz Seyfferth erklärte, dass gesamtgesellschaftlich gesehen diese Straftaten nicht mehr geworden sind wie früher. Ältere Mitbürger werden zunehmend Opfer von Internetkriminellen. Dies liegt daran, dass die Straftäter dieses neue Medium ausnutzen und daher wenig erfahrene Benutzer des Internets durch vielerlei Tricks betrügen.

Fritz Seyfferth führte die Besucher in einen Seminarraum mit unzähligen Monitoren und Computern. Hier werden die Seminarteilnehmer mit der Stabsarbeit vertraut gemacht. In einem anderen Raum wird die Arbeit in einer polizeilichen Einsatzzentrale vermittelt.

Zum Schluss der Führung durch das Institut wurde die moderne Kriminaltechnik besichtigt. Hier wird die Sicherung von Spuren, wie z. B. Finger- oder Fußspuren, vermittelt. Natürlich wird auch die richtige Sicherung von DNA-Material gelehrt. Die Auswertung der gesicherten Spuren erfolgt durch Beamte bzw. Sachverständige des Bayerischen Landeskriminalamtes.

Der Vorsitzende der CSU-Seniorenunion Berchtesgadener Land, Heinz Dippel, bedankte sich bei Fritz Seyfferth für die interessante Führung durch das Institut und meinte, dass der Sinn der Exkursion gewesen sei, einen Einblick in die Polizeiarbeit, hier insbesondere in die Aus- und Fortbildung, zu bekommen. Dies ist nach Ansicht der Teilnehmer gelungen.

Zuletzt saßen alle noch in der Kantine des Fortbildungsinstitutes bei einer Brotzeit zusammen und diskutierten das Gehörte und Gesehene.

Pressemitteilung CSU-Seniorenunion

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