Bergwacht bei 25 Einsätzen gefordert

Teisendorf - Die aktuell 21 aktiven Mitglieder der Bergwacht Teisendorf-Anger waren im vergangenen Jahr bei 25 Einsätzen gefordert und haben über 5.200 ehrenamtliche Stunden geleistet.

Bereitschaftsleiter Georg Enzinger, Schriftführer Lorenz Aschauer, Ausbildungsleiter Alfons Abfalter und Kassen- und Gerätewart Franz Fürmann blickten bei der Jahreshauptversammlung im Teisendorfer DAV-Heim auf das vergangene Einsatz- und Ausbildungsjahr zurück und zeichneten verdiente Mitglieder aus.

Der Höhepunkt des vergangenen Jahres war für die ehrenamtlichen Bergretter die abgeschlossene Renovierung und Erweiterung ihres Materialdepots und ihrer Ausbildungsstätte in der Zwieselstraße. Mit viel Eigenleistung und Sachspenden schafften es die Freiwilligen innerhalb weniger Monate, ihr Heim nahezu komplett umzubauen und an veränderte Anforderungen anzupassen. „Unter anderem mussten wir neue Versorgungsleitungen legen, Wände herausreißen, eine neue Küche, eine Damentoilette und einen Holzofen einbauen sowie viele Möbel und die Herrentoilette komplett erneuern“, berichtete Schriftführer Lorenz Aschauer. Das gesamte Projekt schlug mit 10.550 Euro zu Buche; alle anderen Ausgaben bewegten sich im üblichen Rahmen, weshalb Kassier Franz Fürmann und die Vorstandschaft einstimmig entlastet wurden.

5.214 Stunden haben die Aktiven der Bergwacht Teisendorf-Anger im vergangenen Jahr geleistet, um anderen zu helfen oder sich auf schwierige Einsätze vorzubereiten, davon 393 im Pistendienst am Götschen und Wolfsberg, 1.721 in der Aus- und Fortbildung und 2.884 im Bereitschaftsdienst an der Bergrettungswache. 15mal mussten sie im Pistendienst verunfallten oder erkrankten Wintersportlern helfen, zehnmal rückten sie zusammen mit der Bergwacht Bad Reichenhall zu Bergrettungseinsätzen aus: Am 22. April zu einem Abgestürzten in der Weißbachschlucht, am 2. Mai zur Rettung einer 35-jährigen Frau von der Bartlmahd am Hochstaufen, am 14. Mai zu einem Patienten mit epileptischen Anfall in Aufham, am 11. Juli zur Rettung eines erschöpften aus dem Dötzenkopf-Gebiet im Lattengebirge; am 9. August mussten sie zwei verstiegene Frauen am Staufen retten, am 22. August eine

verletzte 24-Jährige aus dem Pidinger Klettersteig, am 25. August einen verletzten 68-Jährigen aus der Weißbachschlucht, am 24. September einen verstiegenen 58-Jährigen aus dem Pidinger Klettersteig; am 6. Oktober versorgten die Einsatzkräfte eine gestürzte schwer verletzte 44-jährige Mountainbikerin auf der Stoißer Alm und am 3. November musste ein Pärchen vom Staufen aus Bergnot gerettet werden.

Ausbildungsleiter Alfons Abfalter berichtete von den 34 Fortbildungsabenden für die aktiven Einsatzkräfte im vergangenen Jahr, von denen elf im Gelände stattfanden. Abfalter: „Wir führten eine Winterausbildung an der Teisendorfer Hütte auf dem Predigtstuhl durch, trainierten Klettertechniken im Klettergarten Karlstein, übten die schnelle Fortbewegung einer Bergwacht-Einsatzgruppe per Seilgeländer im steilen Absturzgelände des Fuderheubergs und organisierten mehrere Fortbildungen mit notfallmedizinischen Themen.“ Darüber hinaus musste jeder aktive Bergwacht-Luftretter zumindest einmal nach Bad Tölz in die Simulatorhalle zum Hubschraubertraining; zusätzlich nahmen mehrere Einsatzkräfte an Fortbildungsveranstaltungen der Bergwacht Bayern Teil, darunter ein Einsatzleiter- und ein Ausbilderlehrgang in Garmisch und am Stahlhaus. Auch der Nachwuchs der Bergwacht Teisendorf-Anger zeigt vollen Einsatz: Trotz der hohen Anforderungen für den schwierigen aktiven Dienst bestanden zwei Anwärter im Februar die Winterprüfung und ein weiterer Anwärter den Winter-Eignungstest. Bei der Suche nach Verschütteten kann die Teisendorfer Bergwacht mittlerweile wieder auf tierische Unterstützung zählen: Jörg Riechelmann hat im Januar 2011 mit seinem Schäferhund Max den Kurs für B-Lawinenhunde auf der Reiter Alpe erfolgreich abgeschlossen.

Bereitschaftsleiter Georg Enzinger zeichnete Max Staller (25 Jahre), Sepp Leitenbacher (60 Jahre), Helmut Eigenherr (50 Jahre), Sepp Koch (40 Jahre) und Franz Fürmann (40 Jahre) für langjährige aktive Mitarbeit in der Bergwacht aus und dankte abschließend allen Mitgliedern für ihre geleisteten Dienste. Sein Amtskollege Siegfried Fritsch von der Bergwacht Freilassing lobte die gute Zusammenarbeit und überbrachte die besten Grüße seiner Mannschaft.

Pressemitteilung Bayerisches Rotes Kreuz

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