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Zum 55. Jahrestag

Angehörige der Gebirgsjägerbrigade 23 gedenken Unglück auf der Stoißer Alm

Hauptmann Kloubert, Chef der Stabsfernmeldekompanie, Oberst Grandel und Militärpfarrer Plümper bei der Niederlegung des Gedenkkranzes.
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Hauptmann Kloubert, Chef der Stabsfernmeldekompanie, Oberst Grandel und Militärpfarrer Plümper bei der Niederlegung des Gedenkkranzes.

Anlässlich des 55. Jahrestages eines verheerenden Brandes auf der Stoißer Alm am Teisenberg, bei dem drei Soldaten ums Leben kamen, führte die Stabsfernmeldekompanie der Gebirgsjägerbrigade 23 am 24. Mai eine Gedenkfeier durch. Zu den Anwesenden zählten neben einer großen Abordnung aktiver Soldaten auch diverse Zeitzeugen, die den Brand überlebt haben oder als Helfer vor Ort waren.

Die Mitteilung im Wortlaut:

Anger – Dichter Nebel zieht in die malerische Bergkulisse an der Stoißer Alm, als Jörg Plümper, der Militärpfarrer des Standortes Bad Reichenhall, die Gedenkfeier einleitet. Es scheint fast so, als wolle das Wetter die gedämpfte Stimmung untermalen, die beim Gedanken an das Unglück Einzug hält, das sich hier vor 55 Jahren, am 16. Februar 1967, ereignete.

Die Stabskompanie der Gebirgsjägerbrigade 23 befand sich damals zur Winterausbildung mit zwei Zügen vor Ort, welche 300 Meter oberhalb der Hütte biwakierten. Außerdem befanden sich zum Unglückszeitpunkt vier Soldaten in der Hütte. Gegen sechs Uhr morgens stellte die eingeteilte Wache am Biwak Flammenentwicklung an der Hütte fest, woraufhin sofort zahlreiche Soldaten zu Hilfe eilten.

Lediglich ein Soldat konnte sich retten

Beim entzünden des Ofens in der Küche, um Tee für die Soldaten zu kochen, hatte sich ein Brand entwickelt, der sich schnell auf die gesamte Hütte ausdehnte und den Soldaten die Flucht verwehrte. Da zudem die Fenster mit Gittern versehen waren, gab es kein Entkommen. Lediglich einer konnte durch den bereits brennenden Flur in das Freie gelangen und mit einer Rauchvergiftung in das Krankenhaus verbracht werden.

Die anderen drei fanden in den Flammen den Tod. Zwar konnte noch einer der Soldaten lebendig befreit werden, erlag jedoch noch während des Transportes seinen schweren Verbrennungen. Aufgrund der winterlichen Verhältnisse konnten auch die eintreffenden Rettungskräfte nur schwerfällig zu Fuß zur Hütte gelangen. Diese brannte vollständig ab.

Ebenso, wie damals der Divisionskommandeur Generalmajor Thilo und der Brigadekommandeur Oberst Metz den unweit des Unglücksortes aufgebahrten Soldaten die letzte Ehre erwiesen haben, gedenken aktive und ehemalige Soldaten der Gebirgsjägerbrigade 23 seither jährlich der Opfer jener verhängnisvollen Nacht.

Zahlreiche Soldaten bei Gedenkfeier auf der Stoißer Alm

So stiegen auch dieses Jahr zahlreiche Soldaten der Brigade unter der Federführung von Hauptmann Kloubert und Oberstabsfeldwebel Syha zur Stoißer Alm auf. Zu ihnen gesellten sich ehemalige Angehörige der Stabskompanie, Mitglieder des Krieger- und Reservistenvereins Marzoll und der Soldatenkameradschaft Teisendorf, sowie der stellvertretende Bürgermeister der Stadt Freilassing, Joseph Kapik und die Altbürgermeister Josef Flatscher und Hans Eschelberger.

Unter den Anwesenden befanden sich auch Zeitzeugen des verheerenden Brandes. Wie immer fand die Gedenkfeier an einem eigens dafür errichteten Marterl statt, welches jüngst erneuert und zu dem Anlass durch den Militärpfarrer Jörg Plümper geweiht wurde. Den Höhepunkt der Veranstaltung bildete die Niederlegung eines Gedenkkranzes.

Ganz im Sinne der Gebirgstruppe wurde auch hier die Kameradschaft am Berg hochgehalten, sodass man sich im Anschluss an der längst in neuer Pracht wiedererrichteten Alm in geselliger Runde traf und schließlich auch der sich lichtende Nebel einige Sonnenstrahlen hindurchlies.

Pressemitteilung Pressestelle Gebirgsjägerbrigade 23

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