Gemeinsam für den Schutz der Alpen

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Anger - Als Zeichen für den Schutz der Berglandschaften veranstaltet der Bund Naturschutz in Bayern ein Feuer in Alpen. Auch der Bürgermeister wird erwartet.

Zwar redet alle Welt und voran die Politiker vom Schutz der Alpen, Bayerns Umweltminister Dr. Marcel Huber fordert eigens eine europäische Strategie zum Schutz der Alpen, aber im konkreten Fall sieht es mit dem Schutz eher düster aus. Statt die Gelegenheit der A8-Brückensanierungen für einen Standstreifenanbau zur Verbesserung der Verkehrssicherheit zu nutzen, setzt man weiter auf 6+2, wohl wissend, dass die Kassen eigentlich leer sind. Obwohl der Landkreis seinen Wirtschaftsschwerpunkt im Bereich Tourismus, Wellness und Gesundheit hat, setzt man immer stärker auf Gewerbe und Projekte, die dem diametral entgegen stehen: Überregionale Mülldrehscheibe in Marzoll, Güterterminal in Teisendorf, Hotelprojekte als Bettenburgen für Salzburg auf der Grünen Wiese, Kirchholztunnel zur Zerstörung des Golling, neue Beschneiungsanlagen auf dem jenner und Vernichtung von 3 Hektar Bergwald, Erweiterungen der bestehenden Dolomitabbaustätten und Planung einer neuen auf dem Poschberg für ein Pumpspeicherwerk, um nur einige zu nennen. All das wird einen zusätzlichen LKW-Schwerverkehr produzieren, der die Lebensqualität vieler Bürger beeinträchtigt und die Feinstaubemissionen weiter nach oben treiben. Zwar scheint das Güterterminal vom Tisch, aber es ist ein Beleg dafür, wie wenig sich die verantwortlichen örtlichen Politiker für den Landesentwicklungsplan interessieren.

Hinzu kommt das Faible der Verantwortlichen für neue Wasserkraftwerke, weil das ja so ökologisch sei. Dabei übersehen sie geflissentlich die Schäden, die unsere Fließgewässer wirkliche Lebensadern als Teil der Alpen nehmen. Was wären wir ohne sie?

Auch ist zu hören, dass Teile des Staufens, die im Besitz der Stadt Bad Reichenhall sind, privat veräußert werden sollen.

Energiewende ja, aber zuerst durch Einsparungen und nicht allem vorauseilenden Überlegungen, wie auch noch die letzten Schönheiten unserer Landschaften ökonomisiert werden können wie z. B. mit 15 Windrädern auf dem Teisenberg.

Alle die sich einer regionalen Strategie zum Schutz der Heimat auf Basis bestehender Gesetze wie der Alpenkonvention verpflichtet fühlen, sind herzlich eingeladen.

Der Bund Naturschutz Berchtesgadener Land beteiligt sich an der alpenweiten Aktion mit einem Feuer in Anger am Aufhamer Weg. Zu den Teilnehmern gehören der Bürgermeister von Anger, Silvester Enzinger, Vertreter der Bürgerinitiative „Bürger setzen Grenzen“, der Verein „Autobahnfreier Högl“, die BI „Högltunnel“, die BI Lebenswertes Bad Reichenhall, die Aktionsgemeinschaft gegen den Kirchholztunnel und Bayerisch Gmainer gegen das Monsterhotel auf der Grünen Wiese, Schneizlreuther gegen den ausufernden Dolomitabbau, Bad Reichenhaller Staufenfreunde. Moderiert wird eine Fragerunde von Markus Gollinger, Bayernwelle Südost.

Samstag, 11. August um 20.00 Uhr in Anger am Aufhamer Weg.

Ein weiteres Feuer gibt es in Anger auf der Fürmannalm, als Signal gegen den Flächenverbrauch, für den Erhalt einer bäuerlichen Landwirtschaft.

Pressemitteilung Bund Naturschutz

Rubriklistenbild: © dpa

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