Ein ganzes Jahr von A bis Z

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Lang ersehnt von der Bevölkerung, wurde auf Kreistagsbeschluss und Bewilligung der anfallenden Kosten im Herbst mit dem Bau des Radweges zwischen Ainring und Thundorf begonnen, um mehr Verkehrssicherheit zu gewährleisten. Um dies zu ermöglichen, hat die Gemeindeverwaltung tatkräftige Vorarbeit geleistet.

Ainring - Letztmals in diesem Jahr tagten die Gemeinderäte im Rathaussaal. Wie es der Brauch ist, hielt 1. Bürgermeister Hans Eschlberger eine Weihnachtsansprache.

Eschlberger tat dies heuer chronologisch geordnet, zu jedem Buchstaben des Alphabetes. Vorweg bat er die Ratsrunde um Verständnis für die Unvollkommenheit der Rückschau. Sicher verzeihlich, denn sie wurde in ihrer Art originell präsentiert und mit viel Beifall bedacht.

Das „A" war gleichbedeutend mit der Aktualität des neuen Heimatbuches, das sich der Archäologie widmet und jedes Ratsmitglied als Geschenk auf seinem Platz vorfand. „Die Beschäftigung mit dem Thema macht deutlich, dass das Gebiet unserer Gemeinde schon seit Jahrtausenden ein bevorzugter Platz im Sinne von Heimat ist. Heimat zum Leben und Arbeiten, eine Zielvorstellung, die uns auch heute beschäftigt. Ich wünsche euch allen eine interessante Lektüre", betonte Eschlberger.

Das „B" stellte der Rathauschef unter den Begriff „Bundessieger": Denn auf einen solche könne die Gemeinde Ainring mit Stolz verweisen. Maxi Reichenberger ist Bundessieger im Wettbewerb „Jugend musiziert" auf dem Tenorhorn geworden. "Maxi ist ein gutes Beispiel, welche Talente es in der Gemeinde gibt, gerade auch musikalisch", fügte der Bürgermeister an.

Das „C" galt dem Jugendtreff Chillhouse in Mitterfelden, mittlerweile eine beliebte zweite Heimat für Jugendliche. Im nun dritten Jahr seit Eröffnung schließe es eine Lücke im jugendspezifischen Angebot der Gemeinde.

Für „D" nannte der Bürgermeister die Datenautobahn: Auch auf diesem Gebiet der Infrastruktur für ein schnelles Internet konnte 2012 einiges vorangebracht werden können. Tundorf, Straß und weitere Orte an der B 304 seien jetzt „via Glasfaser" versorgt.

Zu „E" fiel Hans Eschlberger die Energieunabhängigkeit ein: Derzeit werde ein 1.000-Volt-Stromkabel vom Fernheizwerk nach Wiesbach verlegt. Damit könne die Gemeinde einen Großteil der gemeindlichen Einrichtungen mit selbst produziertem, garantiert hundertprozentigem Ökostrom versorgt werden.

Das „F" stand im Zeichen der Feuerwehr: Seit Februar ist das neue Haus in Betrieb - ein stattliches Gebäude, wirtschaftlich, funktionell, zentral und zukunftsfähig. Eine würdige Heimat für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte.

Das „G" widmete Eschlberger den Gewerbetreibenden für deren unternehmerischen Einsatz, der sich nicht zuletzt auch in zunehmenden Arbeitsplätzen und Steuerkraft positiv bemerkbar mache.

Heimatgemeinde stand für das „H", verbunden mit dem Dank für Zusammenarbeit im Gemeinderat mit dem gemeinsamen Ziel, Heimat zu schaffen, Umfeld zu gestalten, in dem man sich wohl fühlen könne, egal welcher Generation man angehöre.

Der Buchstabe „I" galt dem fast schon selbstverständlichen Gedanken der interkommunalen Zusammenarbeit, beginnend von der Abwasserreinigung bis hin zur gemeinsamen Schlauchwaschanlage und die gemeinsame Fahrzeugbeschaffung für die Feuerwehr.

Gleichzusetzen mit dem „J" stellte der Bürgermeister drei Beispiele von jugendlicher Leistungsbereitschaft für die Allgemeinheit: Die Aktion Rama Dama, der 28. Mitterfeldener Christkindlmarkt und der Thundorfer Seniorennachmittag.

Dass Eschlberger mit dem „K" die Kultur als sehr persönliches Lieblingsmotto aufgriff, war vorauszusehen: Er erinnerte an den 5. Ainringer Theatersommer mit über 2.000 begeisterten Zuschauern aus Nah und Fern. Dazu verwies er im Bereich Volkskultur auf das gelungene Trachtenfest der Hammerau-Ainringer Trachtler. Es habe eindrucksvoll gezeigt werden können, wie Tradition und Brauchtum in der Gemeinde grenzübergreifend gelebt werde.

Zum „L" fiel dem Rathauschef die „alte Feuerwache" in Ainring ein, welche zu neuem Leben erwacht sei: Es sei in Rekordzeit ein stattliches energieeffizientes Gebäude als neuer Stammsitz eines europaweit erfolgreichen Unternehmens entstanden.

Beim „M" dachte der Bürgermeister an die Míss Bayern, die aus Ainring kommt: Julia Althammer. Sie hat nicht nur einen bayerischen Namen sondern "redet auch boarisch" - eine insgesamt sehr symphatische Visitenkarte für die Gemeinde. "Wir gratulieren ihr und drücken die Daumen für die Miss Germany-Wahl", betonte er.

„N" - durch den Kauf von Bahnflächen in Hammerau ergäben sich neue Chancen, den Nahverkehr innerhalb der Kommune zu stärken, das heiße das Umsteigen vom Auto oder Fahrrad auf die Bahn attraktiver zu gestalten.

In der alphabetischen Reihenfolge gabs beim „O" den Blick zurück zu den Olympische Spielen, denn hier hatten die Ainringer mit Anke Molkenthin eine sportlich hochkarätige Sympathieträgerin, die mit einer Silbermedaille von den Paralympics 2012 in London heimgekehrt sei. „Herzlichen Glückwunsch noch einmal an unsere Ruderin im Namen des gesamten Gemeinderates", so der Bürgermeister.

Danach richtete sich sein Blick unter den Begriff „P" zum Pressetisch: Im Lauf des Jahres sei objektiv und ausführlich über die wichtigen Ereignisse der Gemeinde berichtet worden.

Das „Q" setzte Hans Eschlberger mit der Qualität heimischer Nahrungsmittel, die den Bauern zu verdanken seien: Sie produzieren Mittel zum Leben in bester Qualität, erhalten und pflegen die Heimat. Auch diese Leistung verdiene Dank und Anerkennung.

Für den Buchstaben „R" war wieder die aktuelle Situation am Zuge mit dem langersehnten und diesjährigen Baubeginns des Radlweges zwischen Ainring und Thundorf.

„S" – schuldenfrei: Dies war das diesjährige Schlagwort für den Kernhaushalt der Gemeinde. Das Haushaltsjahr 2012 werde in die Gemeindechronik eingehen.

Beim „T" widmete sich der Bürgermeister in seiner Rückblende dem Tag der offenen Tür, den die Gemeinde zur Besichtigung all seiner kommunalen Einrichtungen durchgeführt hat. Bei dieser von den Bürgern zahlreich genützten Veranstaltung hätten alle Mitarbeiter der Gemeinde zusätzlichen Einsatz mit akribischer Vorbereitung, also Top-Einsatz bewiesen.

„U" – „Übung steht für Lernen, und Lernen steht für Schule und Kindergärten, aber auch für Elternhäuser und für Jugendarbeit im Ehrenamt. Ich danke den Lehrern, Erziehern, Eltern und ehrenamtlichen Verantwortungsträgern für ihre Werte-vermittelnde Arbeit", so der Bürgermeister.

„V", gleichzusetzen mit Vereinsarbeit, war Hans Eschlberger ein Anliegen. Die Menschen, die sich in den Ortsvereinen, Kirchen, sozialen und karitativen Einrichtungen für andere einsetzen, würden Mitmenschlichkeit und Solidarität beweisen. „Kaum vorstellbar, um wie viel ärmer wir ohne diese Menschen wären", fügte das Gemeindeoberhaupt an.

Das „W" blieb dem Wohnungsbau vorbehalten: Dazu wurden die Projekte Lattenbergstraße Feldkirchen und der geplante Geschosswohnbau der Oberbayerischen Heimstätte an der Ludwig-Thoma-Straße in Mitterfelden erwähnt, welche Wohnraum schaffen für alle Generationen, besonders aber für junge Familien.

Das „X" und das „Y" stellte der Bürgermeister unter das Motto des Rätsels: „Wir wissen nicht, was uns das nächste Jahr bringen wird".

Beim letzten Buchstaben des Alphabets, dem „Z", nannte Eschlberger das Wort „Ziele": Sein Streifzug durch das Jahr 2012 habe gezeigt, dass „wir" dankbar sein können für so vieles, auch im gemeindlichen Umfeld.

„Erreichte Ziele sind Startlöcher für die Zeit, die vor uns liegt", sagte Hans Eschlberger und bekräftigte, er freue sich auf die weitere Zusammenarbeit in Gemeinderat und Verwaltung, aber auch "mit meinen Stellvertretern Gabriele Noreisch und Gerhard Kern", denen er für das loyale Miteinander herzlich dankte. „Ich wünsche allen unseren Bürgerinnen und Bürgern gesegnete Weihnachten und ein gutes und in jeder Hinsicht gesundes neues Jahr 2013."

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