Högler Sandstein-Tradition im BR-Fernsehen

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BR-Kameramann Harry Rentsch filmt das Schleifen eines Meißels mit einem von einer Handkurbel betriebenen, fast 70 Jahre alten funktionstüchtigen Schleifstein aus Högler Sandstein. Beschäftigt sind damit (von links): Peter Hogger, Peter Edfelder und Hans Höglauer.

Ainring - Ein Filmteam des Bayerischen Fernsehens hielt sich drei Tage in der Gemeinde Ainring für Aufnahmen zur beliebten Sendung „Zwischen Spessart und Karwendel“ auf.

Das Magazin besteht jeweils aus drei Programmteilen, vordergründig dem Dreiklang Landschaft - Kultur - Handwerkstradition gewidmet, besonders die historische Gewinnung und traditionelle Verarbeitung des Högler Sandsteins. Zu sehen ist der etwa 15-minütige Beitrag aus der heimischen Region am Samstag, 25. Mai, ab 18 Uhr.

Für die Fernsehcrew aus München, unter der Autorenleitung von Matthias Supé, dem Kameramann Harry Rentsch sowie den Ton-Assistenten Daniela Schüßler und Oliver Höpfner war speziell in Ainring der fachkundige Ansprechpartner Hans Höglauer vom Ulrichshögl. Mit schier unerschöpflichem Fachwissen zur heimatlichen Geschichte wie auch handwerklichem Geschick, beispielsweise als Orgelbauer für die Ulrichshögler Kirche, wurde - wie schon mal vor einigen Jahren bei einem Beitrag zum Ainringer Kreuzweg - in bewährter Weise auf ihn zurückgegriffen.

Die Dreharbeiten zogen einen Bogen im „Doppler-Bruch“, auch „Högler Steinbruch“ genannt, mit dem Herausstemmen eines größeren Stücks Sandstein, das dann per Traktor zur Verarbeitung zum Ulrichshögler Steinmetzmeister Wimmer verfrachtet wurde. Gefilmt wurde in diesem Zusammenhang auch die Bearbeitung eines alten steinernen Türstocks. Zum Schleifen des für die Arbeiten benützten Meißels diente als echte Rarität der letzte im Jahre 1945 gefertigte Högler Schleifstein von Benedikt Maier, Mesner vom Högl.

Die Handhabe des Schleifens anhand eines von Hans Höglauer nachgebauten Gestells, auf den der per Handkurbel drehbare Schleifstein angebracht war, demonstrierten für die Filmaufnahmen Peter Hogger und Peter Edfelder, der gemeinsam mit Gattin Rosi, Sohn Martin und Schwiegertochter Bettina die schmucke „Einöde Hofer“ hoch oben bewirtschaftet. Eine blütenreiche Anlage vor einem Marterl bei der Hofeinfahrt sticht ebenso ins Auge wie die wunderbare Aussicht hinüber nach Ulrichshögl mit seiner stolzen Kirche als Mittelpunkt des Bergrückens und bis weit ins Salzburger Land.

Möglicherweise zum Filmbeitrag gehört dieses blütenreiche Blumenbeet vor einem Marterl.

Für die Spurensuche in der Mozartstadt nahm man sich genügend Zeit zu den Dreharbeiten. Auch hier begleitete das Team ebenfalls ein Top-Kenner der Sandstein-Historie: Heimatkundeforscher Sepp Forcher, bestens bekannt aus Funk und Fernsehen („Klingendes Österreich“). Er führte das Ensemble der Filmemacher unter anderem zum Dom, in die Universität, zum Friedhof St. Peter. Viel zu erzählen hatte der Sepp, denn überall ist hier Högler Sandstein in großen Mengen verarbeitet. Interessant ist, dass durch Christian Doppler - bekannt durch die Klinik in Salzburg - eine seit einigen Jahrhunderte geschichtsträchtige familiäre sowie mit dem Abbau von Sandstein geologische Verbindung mit Ainring besteht.

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