Trommeln, Weihrauch, Rituale

Alpenschamanen feiern im Rupertiwinkel

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300 Teilnehmer feierten Rituale im Kreis.

Piding - Das 10. Treffen der Alpenschamanen wurde mit 300 Teilnehmern auf einer sonnenüberfluteten Maibaumwiese gefeiert. Bunt gekleidete Gestalten trommelten im Weihrauch:

Die Zeremonienleiter Magrit Bonhagen, Johannes Geisler von der Schamanen-Akademie Mattsee, Peter Hampel und der Organisator "Weißer Adler" Rainer Limpöck eröffneten vergangenen Samstag um 12 Uhr Mittag beim Läuten der Kirchenglocken um ein "Heiliges Feuer" das Zehnjahresfest.

Dazu versammelte sich ein großer Kreis auf der Wiese zu Feuer-Wasser-Luft-Erdritualen im Angesicht des "Heiligen Untersberges." "Lobet das Murmeltier, den Hirsch, den Adler und die Gams. Lobet die Kräuter der Wiesen und Almen, das lebendige Wasser und deine Quellen, deine mächtigen raunenden Bäume und das stille Wirken deiner Steine und Felsen", so Limpöck in seinem schamanischen Alpsegen.

Der gesungene "Alperer", zahlreiche Trommeln, Rasseln und aufsteigendes wohlduftendes Räucherwerk erwiesen dem Schöpfer-Geist die Ehre und den Respekt allen guten Geistern und Kräften, den ehrwürdig alten Kulturen, den Ahnen und Verstorbenen (Gefallenenkreuz) und der christlichen Kultur.

Workshop zu "Arbeiten mit alten Kraftsymbolen in der Natur"

Moderator Dr. Matthias Wiskow stellte die zehn Workshops, Vorträge und Rituale des Nachmittags vor, etwa "Arbeiten mit alten Kraftsymbolen in der Natur" von Johannes Geisler, "Mantra singen grenzenlos" aus verschiedenen Ländern mit dem "Hörndlkuh-Freund" David*Ho Zehnter, "Erlebnisse vom Untersberg" von Norbert Barta, "Magie und Heilkraft der Alpenkräuter" von Walpurgis Schwarzlmüller, " Schamanismus und seine Folgen in der Neuzeit" mit Karl Brunner vom Schamanenzirkel Herrngiersdorf/Niederbayern u.a.

Insbesondere wurde bei der mit Federn geschmückten Roten Schamanen-Madonna unter der Linde mit der "Untersbergrunde" kräftig gesungen, andächtig geräuchert und das Gelbe Sonnentuch geschwenkt. Gelbe Mahntafeln sprachen sich gegen die Ausrottung der Hörnerkühe aus, forderten den Weidegang für Rinder und für Hühner und Puten den Freilauf unter dem freien Himmel.

Ebenso gilt das Engagement für die bedrohten Wildblumen auf landwirtschaftlichen Wiesen, an Straßenrändern und in totgepflegten Gärten.

Infostände gaben Einblick in die Spiritualität des zeitgemäßen Schamanentums und die Verantwortung für die Natur und Heimatkultur um den "Hohen Heiligen Untersberg".

Nach einem abendlichen Gewitterguss klang dieses alpenschamanische Johannishögl-Fest mit Liedern und "Heilender Musik" der Gruppe "Native Folks" unter dem Sternenhimmel besinnlich und froh aus.

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