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Schafprämierung im Dorfpark

„Watzmann Champion“ in Ainring gekürt: Das ist der Gewinner

Watzmann Champion v.l. Winkelmair, Wein, M. Haimbuchner, Schauer, Strauß.
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Watzmann Champion v.l. Winkelmair, Wein, M. Haimbuchner, Schauer, Strauß.

Zum zweiten Mal nach 2019 hielt die Schafhaltervereinigung BGL ihr Herbstfest mit Schafprämierung im Dorfpark ab. Die schönsten Lämmer, Jungschafe, Muttertiere und Böcke wurden prämiert.

Ainring - Einige der Sieger erreichten eine Punktzahl von 25,5 von 27 möglichen. Der erstmals vergebene Wanderpokal „Watzmann Champion“ für das kompletteste Schaf, einem Brillen-Altschaf, bewertet mit 25,5 Punkten, konnte Max Haimbuchner aus Patting, Gemeinde Teisendorf, in Empfang nehmen. Es wurden Lose verkauft und der 1. Preis war ein Lamm. Für Verköstigung sorgte ein Catering-Betrieb sowie die Schafhaltervereinigung. Beim Rahmenprogramm des Festes spielte das „Wolkenbruch Quartett“ und die Musikkapelle Ainring. Kinder konnten sich mit Holzbauklötzen und Wollfilzen beschäftigen. Eine besondere Aufmerksamkeit war die Schafschurvorführung

Viele Besucher

Neben den Schafhaltern kamen auch viele Besucher im Laufe des Herbstfestes in den idyllischen Dorfpark. Martin Winkelmair, 1. Vorstand der Schafhaltervereinigung BGL begrüßte das Publikum und die Züchter. Er informierte, die Tiere würden ausgesucht und im Ring vorgeführt und die Prämierung erfolge in 1a, 1b und 1c den ganzen Tag über. Bei den Rassen gebe es Bewertungen für Wolle, Bemuskelung und äußere Erscheinung. Für jede Kategorie werden Punkte 1 bis 9 vergeben, das bedeute, die Höchstpunktzahl für ein Schaf liegt bei 27. Aus den Rassesiegern werde am Schluss der „Watzmann Champion“ gekürt. Jeder Teilnehmer durfte maximal fünf Tiere ausstellen

Das „Wolkenbruch Quartett“ eröffnete den musikalischen Reigen mit dem Stück „Egerländer Marsch“ und spielte zwischen den Auszeichnungen. Vorstand Winkelmair stellte die Preisrichter mit Michael Strauß aus Fürstenfeldbruck und Werner Schauer aus Garmisch vor. Letzterer meldete sich anschließend zu Wort und sagte: „Ich habe die ehrenvolle Aufgabe zusammen mit dem Strauß Michi eure Schafe zu richten und auch reihen dürfen.“

Schafhalter kamen aus Anger, Aufham, aus verschiedenen Gemeindeteilen von Teisendorf, Ainring, Haarmoos, Berchtesgaden und Schönau am Königssee. Der jüngste Teilnehmer war der 12-jährige Sebastian Hofmeister aus Haarmoos, der zuhause 24 Schafe und einen Bock hat. Zur Ausstellung brachte er vier Tiere mit.

Beginn der Reihung

Die erste Reihung erfolgte mit den Lämmern der Brillenschafe. Schauer sprach von einer hervorragenden Qualität, er und Michi Strauß mussten sich entscheiden. Ein sehr frohwüchsiges Lamm geboren im Januar, wurde wegen einer super Wolle mit 8,5 Punkten, Bemuskelung mit 7,5 und äußere Erscheinung, auch vom Typ her hervorragend, 8 Punkten bewertet. Gerhard Eschlberger wurde zum 1a-Lamm gratuliert. Derselbe Züchter bekam für einen dreijährigen weißen Bergschaf-Bock, vom Fundament von der Rückenlinie ein toller Typ, auch in Länge und Größe, 24 Punkte. Mit seinem braunen Berg-Jungschaf holte sich der Ainringer den Gesamtsieg in dieser Rassewertung.

Eine 1a-Bewertung erhielt das junge Brillenschaf von Irmgard Mooser und brachte es auf 23,5 Punkte. Die Bockwertung bei den Brillenschafen gewann Max Haimbuchner mit 23 Punkten. Die Notizen der Punkte machte Peter Wadislohner aus Schönram

Watzmann Champion in Ainring

Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils
Watzmann Champion in Ainring
Watzmann Champion in Ainring © Andreas Pils

Die Lämmerwertung bei den braunen Bergschafen holte sich der Schönauer Hans Wein mit 23 Punkten, der auch beim brauen Altschaf die gleiche Punktzahl erreichte, ebenso in der Böckewertung. 

Die Gäste wurden zunächst beim Weißwurstfrühschoppen gut versorgt und später konnte zum Mittagstich zwischen Lammbraten, Surbraten Lammragout Leberkäse und Würstel gewählt werden. Für jeden war was dabei. Kinder verkauften Lose, wo drei Preise ausgelobt waren. Gegen 14 Uhr begann es leicht zu tröpfeln und es wurden etliche Schirme aufgestellt. Ab 14 Uhr spielte die Musikkapelle Ainring Polkas, Märsche und Walzer  zur Unterhaltung.

Vorführung Wollschur an zwei braunen Bergschafen

Auch die Preisrichter mussten mal eine Pause machen, dies war Gelegenheit zu Schafschurvorführung. Markus Haimbuchner sagte im Interview, er schere im Jahr etwa 500 Schafe und brauche für eine Schur rund fünf Minuten.

Routiniert und mit ruhiger Hand, klemmte er sich danach ein braunes Bergschaf zwischen die Beine. Die Arbeitsschritte erklärte 1. Vorstand Winkelmair, wobei er unter anderem darauf hinwies, dass bei den Zitzen besondere Vorsicht geboten sei. Zuerst wurde mit der elektrischen Schermaschine die Bauchwolle, dann die Bein- und Rückenwolle, am Ende die Kopfwolle abgeschoren. Nachdem das dichte Wollkleid auf dem Boden lag, reichte der Vorstand einige Muster zum Angreifen und Fühlen an die Interessierten Die Besucher ließen sich auch Kaffee und Kuchen schmecken.

Bei den weißen Bergschafen gab es hohe Punktewertungen. 1a mit 25 Punkten konnte bei den Lämmern Elfriede Berger einheimsen und bei der Altschafen lag Christian Berger mit 25,5 Punkte vorne. Eine ARGE bot verschiedene handgefertigte Traunsteiner Schafwollprodukte an, wie etwa Hausschuhe, Hüte und Handschuhe. Herbert Tschakert hate Schafwollpellets, ein Naturdüngemittel zum Kauf angeboten

Gespannt warteten alle auf die Lammverlosung. Ein Dirndl zog die Lose und die junge Julia Schaider aus Ainring gewann ein Lamm aus dem Stall der Heimbuchners. Die achtjährige Anna Utzmeier konnte sich über den zweiten Preis ein Lammfell, freuen und der dritte Preis, eine Glocke gewann Marlene Maier (10) vom Ulrichshögl.

So lief der Wettbewerb

Das Lamm der gescheckten Bergschafe von Michael Tschakert wurde an die erste Stelle mit 23 Punkten gestellt, weil ein ganz typisches Schaf und weil es die deutliche bessere Wolle vor den Nächstplatzierten hatte. Die 1a-Wertung bei den gescheckten Jungschafen holte sich mit 23,5 Punkten Malis Pichler, deren Bergschaf eine gute Qualität aufwies und mit eineinhalb Jahren ein Monate altes Lamm dabeihatte. Die 1a-vergabe setzte sich zusammen aus Wolle 8 Punkte, Bemuskelung 7,5, und äußere Erscheinung mit 8. Die Prüfer sprachen von einer herausragenden  Bewertung. Ihr vorgestellter gescheckter Bock wurde der Gesamtsieger bei diesen Bergschafen und kam auf 24,5 Punkte. Dieser hatte nach Ansicht der Prüfer mit Abstand die beste Wolle, er war am korrektesten und was diese Rasse besonders auszeichnet ist die Farbverteilung von weiß zu braun.

 Schwer fiel den beiden Preisrichtern die Entscheidung beim Rassesieg der weißen Bergschafe, hier galt es zu wählen zwischen dem eineinhalbjährigen Jungschaf von Hans Berger und dem Altschaf von Christian Berger. Obwohl das das sechsjährige Mutterschaft noch top aussieht, bekam das Jungschaf 25,.5 Punkte und hatte als Sieger einen halben Punkt Vorsprung.

Im letzten Viertel der Veranstaltung hatte es leider zu regnen begonnen. 

Watzmann Champion

Preisrichter Michi Strauß: „Es gibt vier Rassesieger und heuer erstmals einen Watzmann Champion. Aus diesen Rassensiegern muss der Tagessieger rausgesucht werde, der sich dann Watzmann Champion nennen darf..2 er reif dann das gescheckte Bergschaf, das Brillenschaf, das weiße Bergschaf und das braune Bergschaf mit ihren Züchtern in den Ringe. Beide Preisrichter ließen sie die Tiere vorführen und schauten nochmal genau nach. 

Zum Höhepunkt sagte Prüfer Werner Schauer: „Wir haben ein sehr gute Qualitäten von den Schafzüchtern gesehen, Watzmann Champion heißt, wir haben wunderschöne Schafe vorgestellt bekommen und wir mussten uns entscheiden, war wirklich nicht leicht, weil absolute Qualität vorgestellt wurde. Hauptgrund war, wenn bei einer Schafrasse, eine außergewöhnliche Wolle gesehen wird. Michi und ich haben uns entschieden für das weiße Brillenschaf. Aus den Händen von 1. Vorstand Martin Winkelmair erstmals der Wanderpokal „Watzmann Champion“ an den freudestrahlenden Max Haimbuchner aus Patting überreicht.

Siegerehrung nach Gesamtpunkten im Zelt

Nach der Schafprämierung im Freien folgte hernach im Zelt die Siegerehrung. Hier begrüßte Ainrings 1. Bürgermeister Martin Öttl alle recht herzlich. „Ich habe gehört, den ganzen Tag über war es eine wunderbare Veranstaltung. Es ist ein Kommen und Gehen gewesen. Ich darf mich bei den Organisatoren bedanken, dass die Veranstaltung heute stattfinden hat können.“ Natürlich haben die die Schafe und die Schafhalter eine ganz wichtige Aufgabe bei uns in der Kulturlandschaft. Sie schauen, dass die Weiden abgegrast werden, das dies beibehalten bleibt. Das Gemeindeoberhaupt dankte, dass des die Schafzüchter weitergibt und die Heimat so beibehalten werden kann. Weiter sprach er von einer hervorragenden Durchführung mit gut aufspielender Musi und die Prämierten, glaubt er, waren über den Ablauf zufrieden. 

Die Anwesenden Beifall nahen den Wort und 1. Vorstand Martin Winkelmair der zunächst sagte: „Wir haben heute den Champion in das Haus Haimbuchner vergeben, da kommt der Maxi auf die Titelseite der Schafhalter.“ 

Jeder der ausgestellt habe, bekomme eine Gesamtpunktzahl, diese sei von Einzeltieren und werde zusammengezählt. Manche hatte fünf Tiere ausgestellt , andere wiederum drei Tiere. „Die Stalltafeln und Schleifen werden bei der nächsten  Jahreshauptversammlung im Herbst vergeben“. Die Teilnehmer konnte sich je nach Reihung Preise aussuchen.

Die Punktwertung:

  • 1. Christian Berger 121,5
  • 2. Elfriede Berger 120,0
  • 3. Gerhard Eschlberger und Max Haimbuchner jeweils 118,0
  • 4. Markus Haimbuchner 114,0
  • 5. Irmgard Mooser 113,5
  • 6. Marlies Pichler und Johann Wein jeweils 112,5
  • 7. Gerhard Enzinger 112,0
  • 8. Hans Berger 98,5
  • 9. Stefan Haimbuchner 94,0
  • 10. Sebastian Hofmeister 87,5
  • 11. Julia Graitl 84,5
  • 12. Michael Tschakert 69,5
  • 13. Martin Winkelmair 69,0
  • 14. Julia Albert 66,0
  • 15. Herbert Tschakert 45,0

Ein weiterer Aussteller war Hubert Wimmer, der sich wegen nach hinten raus knappen Zeit nicht an der Prämierung beteiligte.

Walliser Schwarznasenschaf

Nachdem wegen der fortgeschrittenen Zeit die Züchter Hubert und Brigitte Wimmer aus Anger ihre Walliser Schwarznasenschafe soll hier diese Rasse näher betrachtet werden. Das Paar ist begeistert von dem ausgeglichenen und  ruhigen der Tiere. 

Bei der Ausstellung waren es die einzigen Schafe mit Hörner, welche bei beiden Geschlechtern schraubenförmig sind. Charakteristisch sind die schwarzen Partien an Nase, Augen, Ohren, Vorderknien, Sprunggelenksknöcheln und Füßen. Diese Rasse ist nicht nur am Körper, sondern auch am Kopf und den Beinen bewollt und hebt sich von anderen Schafen heraus. Eine Schur erfolgt zweimal jährlich. Böcke haben ein Gewicht von etwa 80 bis 100 Kilogramm, Auen (Mutterschaf) 70 bis 80 Kilogramm. 

Andreas Pils

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