Aus dem Bauausschuss

Salzburger Straße wird keine 70er-Zone

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Für nicht sinnvoll hält es die Polizeiinspektion Freilassing auf einem knapp 300 Meter kurzen Streckenabschnitt zwischen dem westlichen Ortsschild Mitterfelden und der Einmündung Kreisstraße BGL18 die Beschilderung auf 70 km/h zu beschränken

Ainring - Der Bauausschuss ist dem Rat der Polizei gefolgt und hat einer Geschwindigkeitsbeschränkung in der Salzburger Straße nicht zugestimmt. Die Gründe:

Aufholende Kfz-Motore in hörbarer Weite des Wohnstifts Mozart trotz Umkurvung einer Verkehrsinsel noch vor dem westlichen Ortsausgangsschild Mitterfelden an der Salzburger Straße Richtung Kreuzung Kreisstraße BGL 18 waren der ausschlaggebende Grund, dass in der vorjährigen Dezembersitzung Gemeinderat Stefan Kern einen Antrag auf 70 km/h-Geschwindigkeitsbegrenzung stellte. Es war dies nicht nur sein eigener Wunsch sondern auch das Anliegen vieler Bewohner des Wohnstiftes, vor allem jener, die ihre Wohnungen im südlichen Flügel der Anlage direkt an der Salzburger Straße haben.

Auch Gemeinderat Martin Strobl wollte dies thematisiert haben und hatte deshalb vorgeschlagen, was die Polizeiinspektion Freilassing durch den zuständigen Sachbearbeiter zu sagen habe. Der Gemeinderat billigte den seinerzeitigen Antrag mehrheitlich, vorbehaltlich einer positiven Stellungnahme der PI Freilassing.

Das schriftliche Antwortschreiben der Polizeiinspektion Freilassing wurde in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses von Verwaltungs-Sachbearbeiter Klaus Kalb verlesen. Demnach wurde hingewiesen, dass die Distanz von der Ortstafel Mitterfelden bis zur Einmündung in die Kreisstraße BGL 18 gemessene knapp 300 Meter betrage. Wenn ein ortsauswärts fahrender Kraftfahrzeuglenker in Höhe der Ortstafel seine Geschwindigkeit beschleunige, müsse kurz drauf wieder bis zum Stopschild an der Kreisstraße abgebremst werden. Die Polizei gehe davon aus, dass die Geschwindigkeit auf dieser besagten und leicht kurvigen Strecke bei etwa 80 km/h eingeordnet werden könne. Deshalb scheine es fraglich, ob sich bei einer Geschwindigkeitsbegrenzung auf die geforderten 70 km/h der Motorenlärm wesentlich verringere.

Wie auch aus dem Schreiben vorgetragen, würde durch das Aufstellen mehrerer Verkehrsschilder der „Schilderwald" zusätzlich vermehrt, zudem die Forderung aus dem Gemeinderat, hinsichtlich Überwachung des Verkehrs, auf der kurzen Distanz kaum möglich sein. Aus polizeilicher Sicht erscheine die Begrenzung des Verkehrsablaufs auf 70 km/h nicht sinnvoll, teilte Klaus Kalb den Ausschussmitgliedern mit.

Bürgermeister Hans Eschlberger verteidigte zwar das berechtigte Anliegen der Wohnstiftbewohner, doch werde man seitens der Verwaltung dem Rat der Polizei folgen. Die Möglichkeit des Aufstellens einer Geschwindigkeitsanzeige durch „Smily" solle jedoch beibehalten werden. Damit waren die Ausschussmitglieder einverstanden und es wird von der Anordnung einer Geschwindigkeitsbeschränkung des besagten Streckenverlaufs der Salzburger Straße auf 70 km/h Abstand genommen. (

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