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Stromverträge laufen aus

Große Zeitnot bei Gemeinden: Saaldorf-Surheim sucht nach Lösung, Ainring setzt auf Regionalität

LED-Straßenlampen in Hessen
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Saaldorf-Surheim möchte bei der Beleuchtung auf LED umstellen

In den Gemeinden Saaldorf-Surheim und Ainring laufen die Stromverträge Ende Dezember aus. Bei der üblichen Strombündelausschreibung gingen die beiden leer aus. Ein Vergabeverfahren würde zu lange dauern. Die Zeit läuft davon. Wie geht es nun weiter?

Saaldorf-Surheim/Ainring - Die Stromlieferverträge der beiden Gemeinden enden zum 31. Dezember automatisch. Doch die Stromversorger bieten derzeit nur noch Angebote für Abschlüsse mit einer 5-minütigen Bindefrist direkt an der Börse an. Während Saaldorf-Surheim noch auf der Suche ist, setzt Ainring auf eine regionale Lösung.

Bürgermeister soll in Saaldorf-Surheim entscheiden – im Alleingang

Wie in der Vergangenheit auch hat Saaldorf-Surheim an der Strombündelausschreibung für den Zeitraum 2023 bis 2025 teilgenommen. Doch dieses Mal konnte laut Mitteilung des Bayerischen Gemeindetages kein Angebot abgegeben oder als wirtschaftlich betrachtet werden. Nun muss die Gemeinde, zumindest für das kommende Jahr, auf dem freien Markt selbst ein Angebot suchen. Da die Strompreise zur Zeit extrem schwanken, bieten die Stromversorger nur noch kurzfristige Abschlüsse an.

Diese Entscheidung kann der Gemeinderat nicht auf die Schnelle in einer ordentlichen Beschlussfassung fällen. Er hat daher Bürgermeister Andreas Buchwinkler ermächtigt, auf das wirtschaftlichste Angebot den Zuschlag zu erteilen und dann den Gemeinderat über die Auftragsvergabe in Kenntnis zu setzen. Laut Buchwinkler sei bisher noch nichts in Aussicht: „Wir müssen uns noch ein bisschen mehr am Markt umschauen. In den letzten Wochen waren die Preise glücklicherweise etwas rückläufig.“ Mit einer Entscheidung rechnet er in den nächsten Wochen.

Um angesichts der steigenden Strompreise Kosten zu sparen, plant die Gemeinde auch eine Umstellung der Straßenbeleuchtung auf LED-Lampen. In einem ersten Schritt sollen alle gestalterischen Leuchten umgestellt werden. Für die Umrüstung der technischen Leuchten werden zunächst Förderanträge gestellt.

Ainring sattelt um auf regional

Ein gutes Stück weiter ist die Gemeinde Ainring. Auch sie nahm vergeblich an der Stombündelausschreibung teil. Für ein ordentliches Vergabeverfahren wäre nicht mehr genug Zeit gewesen, daher wurde zunächst bei den bisherigen Stromanbietern angefragt, ob die Verträge verlängert werden könnten. Dies erwies sich aber als nicht zielführend. Einzig von der Watzmann Natur Energie GmbH in Schönau am Königssee kam ein Angebot. Es handelt sich hierbei um Ökostrom.

Watzmann Natur Energie liefert nachhaltigen Strom

Erst im April ging Watzmann Natur Energie offiziell ans Stromnetz und versorgt den Landkreis mit klimafreundlichen Ökostrom. Der Anbieter besteht aus sieben kommunalen Partnern: dem Markt Berchtesgaden, Marktschellenberg, den Gemeinden Bischofswiesen, Ramsau und Schönau am Königssee sowie den Stadtwerken Bad Reichenhall und der Energie Südbayern. Unter dem Motto „So nah. So guad.“ möchte der Zusammenschluss nicht nur nachhaltige und bezahlbare Energie anbieten, sondern auch mehr Eigenverantwortung bei der Energieversorgung übernehmen und die Wertschöpfung im Landkreis bewahren.

Der Arbeitspreis wird sich mit dem Vertragsangebot allerdings für die Gemeinde Ainring verdoppeln. Es entspricht aber dem derzeitigen Preisniveau und ist sogar günstiger als es die möglichen Ergebnisse der Strombündelausschreibung gewesen wären. Die Stromversorgung und der Preis sind für zwei Lieferjahre gesichert. Der Vertrag wurde am 8. November durch Bürgermeister Martin Öttl abgeschlossen.

mf

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