Auch die angeschlossene Akademie kommt

Wer kriegt das Landesamt für Maß und Gewicht?

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Geht es nach Ainrings Bürgermeister Hans Eschlberger würde das ehemalige und leerstehende „Gasthaus Annahütte“ an der B20 in Hammerau beseitigt und als Neubauprojekt in das neue Standort-Konzept der Bayerischen Behördenverlagerung mit einbezogen.
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Landkreis - 50 Behördenstellen werden bis 2025 ins BGL verlegt: Doch wohin genau? Freilassing und Reichenhall meldeten schnell Interesse an, nun mischt auch noch eine Gemeinde mit.

Der ganze Freistaat wartete am 4. März gespannt darauf, wie die von Landesentwicklungsminister Söder groß angekündigte Behördenverlagerung ausgehen würde. Am Ende stand fest: Das Berchtesgadener Land konnte zufrieden sein. Um die 50 Behördenstellen des Landesamts für Maß und Gewicht werden im Laufe der nächsten zehn Jahre in den Landkreis verlegt. Mit dem Landesamt wird außerdem die angeschlossene Akademie umsiedeln, die für rund 30 Ingenieure Platz hat. Noch ist man in München stationiert, doch die meisten Stellen sollen, bis es soweit ist, mit Personal aus der Region besetzt werden. Eine Frage bleibt aber noch offen: Wohin mit der Behörde?

Freilassing und Reichenhall als erste Interessenten

Schon früh meldete Freilassing Interesse an. Auch Landtagsabgeordnete Michaela Kaniber und Markus Söder sprachen sich vorsichtig für die Grenzstadt aus.

Im Mai zog schließlich die Kreisstadt nach: "Bad Reichenhall ist idealer Sitz für dieses Amt. Es bietet - im Gegensatz zu den anderen Städten und Gemeinden im Landkreis - angemessene städtische Infrastruktur, was das Wohnen und Leben für die Mitarbeiter des Amtes betrifft", war man dort der Meinung. Ins ehemalige Verwaltungsgebäude der Kurklinik Prinzregent Luitpold in der Traunfeldstraße sollen die Beamten schließlich einziehen.

Wäre Hammerau ein passender Standort?

Dass sich die beiden größten Städte im Landkreis um das Landesamt für Maß und Gewicht bewerben war abzusehen, doch nun meldet sich ein weiterer Interessent: in der Gemeinde Ainring - genauer gesagt in Hammerau soll die Behörde in Zukunft eine neue Heimat finden. In der jüngsten Gemeinderatssitzung schilderte Bürgermeister Eschlberger ausführlich, mit wem er seit März bereits in Verbindung stehe, um Hammerau als geeigneten Standort für das Landesmaß vorzuschlagen. Gleichzeitig soll dort auch die Deutsche Akademie für Metrologie angesiedelt werden.

Aicher interessiert an Liegenschaftstausch

Auch dieses Areal in Hammerau, nördlich der Bäckerei Lechner, zwischen Bahn und Reichenhaller Straße, würde für das Landesamt für Maß und Gewicht bereitstehen. Zur größeren Ansicht bitte hier klicken.

Wir haben einen geeigneten Standort auf der unbebauten Fläche westlich der Reichenhaller Straße nördlich von Bahn und Bäckerei Lechner. Wir haben in unmittelbarer Nachbarschaft die Möglichkeit Studentenwohnungen zu schaffen und wir haben zudem die Chance, dass in weiterer Nachbarschaft eine Einrichtung zur Kinderbetreuung entstehen kann. Dies zumindest ist derzeit vom Stahlwerk Annahütte geplant", so Eschlberger. Der Werkskindergarten solle auch von der Öffentlichkeit genutzt werden können. Ohnehin scheint Max Aicher höchst interessiert an den Plänen zu sein: Er wäre bereit, den Grund gegen eine Liegenschaft des Freistaates zu tauschen.

Auf Einladung Michaela Kanibers hat Hans Eschlberger auch bereits beim Landesamt in München vorbeigeschaut. Mindestens 7000 Quadratmeter sollte das passende Grundstück groß sein, auch ein Bahnhof in der Nähe wäre optimal, beides hat Hammerau. Jedoch müsste neu gebaut werden, weil der Freistaat - im Gegensatz zu Bad Reichenhall - kein passendes Gebäude in Hammerau besitzt. Noch wird es ohnehin dauern, bis die Entscheidung fällt, wohin das Landesamt genau siedelt - ob sich noch weitere Bewerber finden?

schl/xe

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