Kommunalwahl Bayern 2020: Bürgermeisterkandidat für Ainring

18 Fragen an Sven Kluba (CSU)

Will in Ainring Bürgermeister werden: Sven Kluba (CSU).
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Will in Ainring Bürgermeister werden: Sven Kluba (CSU).

Ainring - Am 15. März 2020 finden in Bayern die Kommunalwahlen statt. Auch in Ainring wird der Bürgermeister gewählt. Wir stellen Ihnen die Kandidaten vor. Dieses Mal: Sven Kluba (CSU).

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Die Antworten auf unseren Fragebogen:

1. Name

Sven Kluba


2. Partei

CSU

3. Alter

36 Jahre

4. Wohnort

Feldkirchen (seit Kindertagen)

5. Geburtsort

Freilassing

6. Familienstand

ledig

7. Kinder

keine

8.  Wie verlief Ihre bisherige politische Karriere?

20 Jahre in der Jungen Union, Ortsvorsitzender, Kreisvorsitzender, Stellv. Deutschlandrat Seit 2001 Mitglied in der CSU, seit 2013 Ortsvorsitzender und seit 12 Jahren aktiv als gewählter Gemeinderat und Kreisrat.

9. Wer sind Ihre politischen Vorbilder?

Peter Ramsauer, Georg Grabner, Hans Eschlberger und Gaby Noreisch

10. Was verbindet Sie mit Ihrer Kommune? Was ist das Besondere Ihrer Kommune?

Ich könnte mir nicht vorstellen, woanders zu leben. Hier bin ich aufgewachsen. Hier bin ich zuhause. Und obwohl ich viel herumkomme, ist es der schönste Fleck auf der Erde, an dem ich wohnen will. Hier ist das Leben noch normal und die Welt in Ordnung.

11. Warum sind Sie genau der Richtige?

Weil ich mit Leib und Seele Ainringer bin! Als Bürgermeister will ich ein Garant dafür sein, dass die erfolgreiche Arbeit der vergangenen Jahre fortgesetzt wird und die neuen Herausforderungen gemeistert werden. Ich will für die Gemeinde Verantwortung übernehmen. Die Erfahrung, die ich in den vergangenen zwölf Jahren als Gemeinderat und Kreisrat gesammelt habe, wie Kommunalpolitik funktioniert und wie unsere Verwaltung arbeitet, ist das Grundgerüst für die Arbeit als Bürgermeister. Die Welt ist im Wandel, wir müssen den Wandel begleiten und gestalten. Genau das will ich für Ainring machen und dafür stehe ich. Wir müssen unsere Gemeinde liebenswert und lebenswert erhalten, unsere Traditionen achten und trotzdem mit der Zeit gehen.

12. Was wurde in der vergangenen Amtszeit verpasst? Was wollen Sie besser machen? 

Die Gemeinde Ainring hat sich in den letzten 18 Jahren unter Bürgermeister Hans Eschlberger bestens entwickelt und steht heute völlig zu Recht an erster Stelle im Landkreis. Diesen Weg möchten wir weiterführen, wobei es natürlich Themen gibt, die einer Neubewertung unterzogen und gesamtheitlich betrachtet werden müssen.

13. Was ist für Sie die größte Herausforderung Ihrer Kommune? Wie stehen Sie dazu und was gedenken Sie zu tun?

Wenn uns ein Thema wirklich intensiv beschäftigen muss, dann ist es das gesamte Handlungsfeld Verkehr. Wir brauchen einen Verkehrs-Masterplan, der Fußgänger, Radfahrer, Autofahrer und ÖPNV unter einen Hut bringt. Neuralgische Punkte müssen entschärft und die Sicherheit erhöht werden. Gleichzeitig wollen wir den ÖPNV zum Beispiel in Form eines Rufbusses stärken.

14. Was sind – neben den größten Herausforderungen – Ihre drei wichtigsten Ziele in den kommenden sechs Jahre? Was wollen Sie für die Menschen in ihrer Kommune erreichen?

Die Unterstützung der Vereine ist mir enorm wichtig, da sie unsere Gesellschaft zusammenhalten, für Gemeinschaft sorgen und die beste Jugendarbeit leisten. Hier ist im gemeindlichen Handeln noch „Luft nach oben“. Die Chancen der digitalen Welt können wir deutlich stärker nutzen, zum Beispiel mit einer eigenen Ainring-App, die einen direkteren Kommunikationsweg für die Bürger bedeutet, ohne gleich anrufen zu müssen. Außerdem müssen wir uns weiter mit dem Thema Barrierefreiheit auseinandersetzen und hier noch viel aktiver werden.

15. Bezahlbarer Wohnraum ist bei uns Mangelware. Wie sehen Sie die aktuelle Situation in Ihrer Kommune und was gedenken Sie hier zu tun?

Die Gemeinde Ainring braucht einen umfassenden Handlungsansatz, der private und genossenschaftliche Initiativen unterstützt und kanalisiert. Darüber hinaus soll auch die Gemeinde selbst tätig werden. Ich denke hier an einen kommunalen Wohnungsbau. Wir benötigen eine sinnvolle Nachverdichtung innerorts und eine vernünftige Weiterentwicklung an den Ortsrändern.

16. Der Klimaschutz ist im Moment in aller Munde. Wie wichtig ist Ihnen dieses Thema und was gedenken Sie hier zu tun?

Die Bewahrung unserer Schöpfung ist mir ein Herzensanliegen. Schon seit Jahren ist Nachhaltigkeit ein Gütesiegel unserer Gemeindepolitik. Unser Biomasseheizkraftwerk und unsere Stromversorgung aus regenerativen Energien sind positive Beispiele. Diese Bemühungen will ich intensivieren. Die Auswirkungen des Klimawandels werden auch in unserer Gemeinde sichtbar werden.

Diese müssen wir schnellstmöglich analysieren und uns darauf einstellen. Wir müssen alle sinnvollen Handlungsfelder anpacken, bei denen die Gemeinde unter Bürgermeister Hans Eschlberger nicht schon längst aktiv geworden ist.

17. Volksbegehren „Rettet die Bienen“ und neue Düngeverordnung: Wie stehen Sie zu den Protesten der heimischen Landwirte und gedenken Sie in diesem Punkt zu handeln? Falls ja, wie?

Der Grundgedanke und die Intention des Volksbegehrens sind voll zu unterstützen. Die Bewahrung der Schöpfung ist uns als CSU sehr wichtig. Dazu gehören alle Menschen, Tiere und Pflanzen. Gleichzeitig müssen wir dafür sorgen, dass unseren Bauern nicht die Lebensgrundlage entzogen wird. Der einzige Weg ist daher die Aufwertung der bäuerlichen Arbeit und Erzeugnisse. Wir wollen keine Agrarfabriken und keine industriellen Tierhaltung, wir wollen aber weiter Qualität. Wir wollen die Selbstvermarktung intensiver unterstützen und uns für mehr Respekt von hochwertigen landwirtschaftlichen Erzeugnissen einsetzen. Dabei müssen wir auch Metzger, Mühlen, Bäcker und andere Betriebe einbeziehen.

18. Gibt es noch ein wichtiges Anliegen, das Sie Ihren Wählern gerne mit auf den Weg geben würden? Falls ja, welches?

Uns geht es in der Gemeinde, im Landkreis, in Bayern, Deutschland und Europa sehr gut. Unsere Wasserversorgung ist ausgezeichnet und wir haben wirklich alles im Überfluss. Dafür bin ich sehr dankbar. Schauen Sie doch ab und zu im Weltladen Mitterfelden vorbei und unterstützen Sie die Arbeit des Vereins „fair miteinander“. Ich wünsche mir mehr Fairness im Welthandel, einen menschlichen Umgang miteinander und etwas mehr Gelassenheit.

Anmerkung der Redaktion: Die Antworten der Kandidatin/des Kandidaten wurden 1:1 von der Redaktion übernommen, inhaltlich nicht überarbeitet und müssen deswegen nicht die Meinung der Redaktion widerspiegeln.

Quelle: rosenheim24.de

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