Wahlauftakt der Freie Wähler Ainring

Öttl präsentiert sich mit Zielen und Visionen

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Vor der Informationsveranstaltung wurden auch die neuen Wahlinformationshefte der Freien Wähler erstmals an die Besucher ausgegeben. Bürgermeisterkandidat Martin Öttl warf schon vorher einen Blick in die Magazine und freute sich sichtlich über ein gelungenes Werk. Die Hefte werden in den kommenden Tagen an alle Haushalte in der Gemeinde Ainring verteilt.

Ainring - Knapp 100 Leute kamen und wollten den Bürgermeister-Kandidaten Martin Öttl und die Freien Wähler besser kennenlernen.

Die Pressemeldung im Wortlaut

Die kommenden Kommunalwahlen in Ainring werden sehr spannend. Dieses Fazit zogen viele Besucherinnen und Besucher der Auftaktveranstaltung in Straß. Knapp 100 Leute kamen und wollten den Bürgermeister-Kandidaten Martin Öttl und die Freien Wähler besser kennenlernen. 


Nach der Begrüßung durch den Ortsvorsitzenden Dietrich Nowak übernahm Fraktionssprecher Martin Strobl die Moderation und führte durch den Abend. Zunächst stellte sich Martin Öttl den Besuchern im voll besetzten Saal vor.Er erzählte seinen Lebenslauf und spannte dabei den Bogen zu Themen, die er in den kommenden Jahren als Bürgermeister anpacken möchte. Begleitet von seiner Frau Gerti gab er durchaus sehr persönliche Einblicke in sein Leben und machte deutlich, dass er ein sehr guter Bürgermeister sein kann, sofern ihm die Bürgerinnen und Bürger das Vertrauen schenken.

Nicht zu diskutieren ist für ihn beispielswiese der vollumfängliche Erhalt aller Schulstandorte in der Gemeinde. Nach dem Motto „kurze Beine – kurze Wege“ sei er sehr stolz gewesen, als er seiner Tochter bei der Einschulung in der Grundschule in Thundorf berichten konnte, dass sogar schon ihre Großeltern auf diese Schule gegangen sind.Prüfen möchte er, ob nicht auch in Thundorf oder Feldkirchen ein Kindergarten installiert werden kann. Derzeit laufen Planungen für einen neuen Kindergarten und er stellte die Frage, warum dieser nicht auch in Thundorf oder in einem anderen Gemeindeteil sein könne, welcher noch keine Kindertageseinrichtung habe. Mitterfelden habe viele Vorteile, aber vor allem in der frühkindlichen Bildung habe ein Standort in den Dörfern für die Kinder auch Vorteile. Er versprach in jedem Fall eine Prüfung verschiedener Standorte, für den Fall, dass ihm die Mehrheit der Bevölkerung das Vertrauen schenke.


Auch die Bildungslandschaft liegt Öttl am Herzen. An persönlichen Beispielen zeigte er auf, wie wichtig es aus seiner Sicht sei, dass die Berufsschule in Freilassing gestärkt und evtl. wieder ausgebaut werde. Gemeinsam mit dem Landrats-Kandidaten der FREIEN WÄHLER Berchtesgadener Land, Michael Koller aus Berchtesgaden, möchte er sich dafür einsetzen. Er selbst ging noch zur Berufsschule und konnte eine wohnortnahe Ausbildung genießen. Zu viele Azubis müssen heutzutage weite Wege nach Traunstein, Rosenheim oder noch weiter in Kauf nehmen, um die Schule zu besuchen. "Wo bleibt da der Gedanke der Nachhaltigkeit? Die jungen Leute verbringen mehr Zeit im Zug und auf der Straße als in der Schule.", gab sich Öttl nachdenklich. Viele weitere Themen stehen auf seinem Programm, welches er in den kommenden Jahren gemeinsam mit möglichst vielen Gemeinderäten der Freien Wähler umsetzen möchte. Die heimische Kultur, das Brauchtum und die Vereine liegen ihm dabei in vielerlei Hinsicht am Herzen. Lange anhaltender Beifall der Besucher war der Lohn für eine engagierte Vorstellung seiner Person und seiner Ziele.

Auch die Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten der Freien Wähler stellten sich dann persönlich den Besuchern vor. Sie schilderten ausführlich und überzeugend ihre Ziele und ihre Motivation, warum sie sich für dieses Amt kandidieren.

Fraktionssprecher Martin Strobl blickte im Anschluss auf die vergangenen 18 Jahre im Gemeinderat zurück. Er berichtete von einer positiven Entwicklung der Gemeinde, sprach aber auch Fehlentwicklungen an, die es aus Sicht der Freien Wähler gegeben hat. Gerade im Bereich Verkehr und Infrastruktur gab es in den vergangenen Jahren überwiegend Stillstand. Der Radweg von Ainring nach Thundorf, der auf das große Engagement von FW-Gemeinderat Peter Rottmair zurückzuführen ist, ist dabei eine lobenswerte Ausnahme. Den Bau von Ampeln an den Bundesstraße 304 bei Perach und B20 in Hausmoning bezeichnete er als "fatale Fehlentscheidungen", gäbe es doch bessere Pläne in der Schublade.

Die weiteren Themen der Freien Wähler wurden durch Gemeinderat Stefan Eberl vorgestellt. Von Vorschlägen und Ideen für eine bessere und nachhaltigere Energieversorgung bis hin zur Landwirtschaft und der Problemdarstellung des "Fun-Berges" Högl berichtete Eberl aus dem Themenkatalog. Großes Augenmerk wollen die Freien Wähler auf einen sparsameren Umgang mit Grund und Boden legen. "Der ausufernde Flächenverbrauch der letzten Jahre muss gestoppt werden. Das war auch der Grund, warum wir im Gemeinderat für den Kauf der Flächen südlich der Firma Palfinger in Feldkirchen gestimmt haben. Diese Flächen sollen derzeit nicht verkauft und bebaut werden. Erst in vielen Jahren sollten wir darüber nachdenken - jetzt nicht.", so Stefan Eberl.

In der abschließenden Fragerunde wurde interessante Themen diskutiert. Ein Besucher regte an, dass die Gemeinde verstärkt landwirtschaftliche Flächen kaufen soll, damit den Landwirten Tauschgrundstücke angeboten werden können, wenn diese beispielsweise für Radwege Flächen hergeben müssen. Auch der flächendeckende 5G-Mobilfunkausbau wurde durchaus kontrovers angesprochen.

Pressemitteilung Freie Wähler Ainring

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