Infoveranstaltung der Freien Wähler in Hammerau

Großer Zuspruch für Martin Öttl

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Machten sich im Vorfeld der Infoveranstaltung ein Bild von den hohen Belastungen im Durchgangsverkehr in Hammerau (von links nach rechts): Andreas Mühlbacher (Initiator der Bürgerinitiative), Bürgermeister-Kandidat Martin Öttl, Gemeinderat Stefan Eberl, Steffi und Max Schnellinger und Gemeinderat Dieter Nowak

Ainring - Bürgermeister-Kandidat Martin Öttl von den Freien Wähler Ainring macht mit seinem Team im Rahmen der Wahlinformationsreihe Station im Gasthaus Auwirt in Hammerau.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Bürgermeister-Kandidat Martin Öttl von den Freien Wähler Ainring macht mit seinem Team im Rahmen der Wahlinformationsreihe Station im Gasthaus Auwirt in Hammerau und erneut kamen viele Bürgerinnen und Bürger. Der Veranstaltungsraum war schnell zu klein und obwohl noch beinahe alle Stühle aus der gesamten Gastwirtschaft zusammengetragen wurden, mussten immer noch Besucher im Hausgang den Vorträgen der Freien Wähler lauschen.


Martin Öttl stellte sich den Anwesenden vor und ging dabei immer wieder auch auf Themen ein, die er umsetzen und anschieben möchte. Nachdem gerade Hammerau sehr vom Durchgangsverkehr geplagt ist, ging er natürlich hauptsächlich auf Verkehrsthemen ein. Er zeigte sich erleichtert, dass das staatliche Bauamt Traunstein nach Ostern die Sanierung der Ortsdurchfahrt Hammerau in Angriff nimmt. Die Sanierung der Asphaltdecke mit Flüsterasphalt und der Bau der neuen Werkszufahrt sind für das Dorf wichtige Projekte.

Die Freien Wähler haben in den vergangenen Jahren mehrfach einen Antrag gestellt, die Einmündungssituation an der Sägewerkstraße zu verbessern. Gewünscht ist hier ein Kreisverkehr, welcher bislang jedoch vom Staatl. Bauamt Traunstein abgelehnt wird. Er sprach an, dass es dazu nie Rückendeckung aus dem Gemeinderat von anderen Fraktionen gab, doch er möchte dieses Problem künftig lösen. "Wenn es schon keinen Kreisverkehr gibt, dann müssen wir uns um andere Lösungen bemühen.", so Öttl.


Auch beim Lärmschutz gibt es nach Meinung von Martin Öttl noch viel zu tun. Wir müssen die betroffenen Grundstücke anschauen und prüfen, was zu tun ist. "Ich will mich für diese Leute im Landratsamt und beim Staatl. Bauamt Traunstein einsetzen, dass noch mehr getan wird. Der Verkehr und die Belastung sind in den letzten Jahren ständig gestiegen, der Schutz der Anwohner jedoch nicht", betonte Öttl.

Auch die im Bundesverkehrswegeplan dargestellte Ortsumfahrung von Hammerau war ein großes Thema. Öttl sprach sich deutlich gegen eine "Grünlandtrasse" unterhalb von Bicheln aus. Aus seiner Sicht darf es keine Umverlagerung von Emissionen und Verkehr geben. Darum stehe er hinter dem Vorschlag der Freien Wähler, einen Tunnel im Bestand zu errichten. Es ist die teuerste und schwierigste Lösung, aber nur sie garantiert, dass es Verbesserungen gibt. "Ich werde mich mit ganzer Kraft dafür einsetzen, dass die bestmögliche Lösung für Hammerau kommt, und das ist nun einmal ein Tunnel.", so der Bürgermeister-Kandidat. Er bezeichnete es als sehr sehr schwieriges Vorhaben, "doch wenn man nicht anschiebt, dann kommt es nie.", so Öttl.

Ebenfalls als große Herausforderung in der Zukunft thematisierte der Bürgermeister-Kandidat die Energieversorgung. Auch für Hammerau schwebe ihm vor, eine zentrale Energieversorgung zu prüfen und ggf. aufzubauen. "Ein Heizkraftwerk in Hammerau ist deshalb nicht einfach, weil große Abnehmer fehlen. Aber es ist zu prüfen, ob man nicht die Gewerbebetriebe im Süden von Hammerau mit einbinden oder sogar ein Gemeinschaftsprojekt mit dem Stahlwerk Annahütte initiieren kann. Wir müssen querdenken und Potentiale erkennen.", warb Martin Öttl für seine Idee. Er lobte das Stahlwerk Annahütte mit seiner aufgeschlossenen und sehr guten Werksleitung sowie die vielen tüchtigen Mitarbeiter und betonte die Wichtigkeit des Unternehmens. Der Schutz der umliegenden Menschen muss jedoch auch im Fokus bleiben, damit die Anwohner nicht über Gebühr belastet werden. Öttl verteilte ein großes Lob an die Bürgerinnen und Bürger: "Hammerau ist eine Hauptschlagader der Gemeinde und die muss man hegen und pflegen."

Abwechslungsreich gestaltete sich die Vorstellung der Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten, die sich und ihre Beweggründe erzählten.Sie warben um die Stimmen der Bürgerinnen und Bürger, damit es künftig keine absolute Mehrheit mehr im Gemeinderat gibt. Im Anschluss kam auch noch der Landratskandidat der Freien Wähler, Michael Koller aus Berchtesgaden zu Wort.

Nach dem Rückblick auf die vergangenen Jahre und der Vorstellung der Themen der Freien Wähler kam es zu einer spannenden Diskussion. Hermann Fuchs aus Ainring wollte wissen, wie sich die Freien Wähler künftig die Zusammenarbeit mit den Landwirten vorstellen. In der Vergangenheit wurde nicht mehr mit den Bauern gesprochen und in gefühlter Gutsherrenart über deren Flächen verfügt. Beim Bau des Papst-Franziskus-Weges wurden beispielsweise Wege über die Grundstücke der Landwirte geplant und gebaut. "Wir wurden nicht gefragt und so geht es doch auch nicht!", so der Landwirt. Seine Ansicht wurde von den Kandidaten bestätigt. Die Freien Wähler möchten künftig einen regelmäßigen Austausch des Gemeinderates mit den Bauern, denn sie sind es, die sich um die Landschaft und die Ernährung kümmern. "Die Bauern sind die Partner der Gemeinde und verdienen es, in die Planungen und Entscheidungen einbezogen zu werden. So wie in den letzten Jahren kann und darf es nicht weitergehen", gab Fraktionssprecher Martin Strobl zu verstehen.

Weitere Fragen wie eine Verbesserung im Bereich der Nahversorgung, offene und rechtssichere Kriterien für eine Vergabe von Baugrundstücken sowie neue Verbindungen im öffentlichen Personennahverkehr wurde ebenfalls ausführlich diskutiert.

Zum Abschluss bedankte sich Martin Öttl bei den vielen Besuchern für deren Kommen. Er sei begeistert über das Interesse an den Freien Wähler und an seiner Person. Er versprach sich im Falle seiner Wahl mit ganzer Kraft für mehr Miteinander in der Gemeinde einzusetzen. Ein Dialog mit allen Parteien und Gruppierungen sei wieder nötig, um Ainring positiv nach vorne zu bringen.

Pressemitteilung Freie Wähler Ainring

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