Gewerbe, Verkehr und Vereinsunterstützung in Ainring

Bürgermeister-Kandidat Martin Öttl stellt sich vor

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Bürgermeister-Kandidat Martin Öttl bei seiner Vorstellung.

Ainring - Freudig überrascht war Bürgermeister-Kandidat Martin Öttl über den großen Andrang zur Wahlversammlung der Freien Wähler Ainring in Feldkirchen.

Die Pressemitteilung im Wortlaut

Freudig überrascht war Bürgermeister-Kandidat Martin Öttl über den großen Andrang zur Wahlversammlung der Freien Wähler Ainring in Feldkirchen. Über 90 Leute wollten Martin Öttl, sein Team und seine Ziele kennen lernen; die Gaststube des Gasthauses Gumping war übervoll, viele Leute mussten stehen, weil es keine Sitzplätze mehr gab.


Zu Beginn stellte sich Martin Öttl vor. Er ging auf seinen bisherigen Lebensweg ein und zeigte anhand von Lebensstationen auf, wie wichtig eine bodenständige Kommunalpolitik ist. Für ihn steht fest, dass alle Schulstandorte in der Gemeinde erhalten werden müssen. Allenfalls über einen Ausbau der Schulen könne man mit ihm reden. Nicht zuletzt bei der Einschulung seiner älteren Tochter habe er wieder gemerkt, wie wichtig eine Schule für die einzelnen Dörfer ist. Überhaupt ist die Familie für ihn sehr wichtig: "Mein ganzer Stolz ist mein Drei-Mädel-Haushalt.", betonte Öttl. "Als Familienvater weiß ich, was junge Menschen und junge Familien brauchen. Das ist ein großer Vorteil."

Auf seine Hochzeit zurückblickend stellte er auch seine Idee von einem gemeindlichen Veranstaltungssaal vor.Nachdem es nur noch wenige Gastwirtschaften mit entsprechenden Räumlichkeiten in der Gemeinde gibt, wäre es wert zu überlegen, ob nicht die Gemeinde einen Saal errichtet, der dann für kulturelle Zwecke wie Ausstellungen und Aufführungen, aber auch für alle anderen Vereine oder für Hochzeiten und andere Feierlichkeiten und Events zur Verfügung steht. Das Catering könnten dann die heimischen Wirtschaften übernehmen, welche auch Zugriff auf den Saal haben sollten. Öttl regte dazu einen Dialog mit allen Beteiligten an, um das Für und Wider auszuloten. Er betonte, dass es eine Idee sei und es noch kein fertiges Konzept gibt. In einem konstruktiven Miteinander möchte er diesen Vorschlag erörtern.


Auch auf die künftige Energieversorgung ging Martin Öttl ausführlich ein. "Vor kurzem habe ich das Heizkraftwerk in Mitterfelden besucht und mit dem Werkleiter aufschlussreiche Gespräche geführt. Wir sollten prüfen, ob wir nicht Feldkirchen oder zumindest Teile davon an das Fernheizwerk in Mitterfelden anschließen können.", so Öttl. "Alternativ sollten wir auch prüfen, ob wir in den verschiedenen Gemeindeteilen kleine eigenständige Heizkraftwerke errichten können.", führte der Bürgermeister-Kandidat aus. Er sei unvoreingenommen und offen für jede Verbesserung im Bereich der Energieversorgung, ergänzte er. Wichtig ist ihm eine nachhaltige, ökologische und ökonomische Lösung.

Noch einmal Anschieben will er beim Thema Dorfparkplatz. Bereits in der vergangenen Kommunalwahl brachten die Freien Wähler dieses Thema auf den Tisch. Zwischen der Grundschule und dem Friedhof sollte dabei ein naturnaher Parkplatz entstehen, der Kirchen- und Friedhofsbesuchern einerseits, aber auch der Schule und den Dorfvereinen andererseits zur Verfügung stehen sollte. Leider sind die Grundstücksverhandlungen vor einiger Zeit gescheitert, doch solange die Fläche nicht bebaut ist, bestehe noch Hoffnung, meinte Martin Öttl. "Sollte ich von den Bürgern das Vertrauen bekommen und zum Bürgermeister gewählt werden, möchte ich hier unbedingt noch einmal einen Vorstoß wagen. Vielleicht klappt es ja doch noch.", so Öttl hoffnungsvoll.

Dass Öttl auch ein starkes Team hinter sich weiß, zeigten die anwesenden Gemeinderatskandidatinnen und -kandidaten. Beinahe vollzählig waren sie vor Ort und stellten sich selbst und ihre persönlichen Ziele und Motivationen vor.

Fraktionssprecher Martin Strobl zog dann ein Fazit aus 18 Jahren Kommunalpolitik und beleuchtete vor allem die Themen "Gewerbeausweisung am Feldkirchner Feld" und "Errichtung einer Ampel in Hausmoning". Beide Vorhaben sah er durchaus kritisch und sprach sich bei künftigen Gewerbeausweisungen dafür aus, keine Großprojekte mehr wie in den vergangenen Jahren zu realisieren, sondern stets den seit einigen Jahren ausufernden Flächenverbrauch einhergehend mit dem unwiederbringlichen Verlust von Boden und Natur im Auge zu behalten.

Als gutes Team präsentierten sich Gemeinderat Stefan Eberl und der jüngste Gemeinderatskandidat, Maxi Wiesbacher. Sie präsentierten den aufmerksamen Zuhörern das Programm der Freien Wähler und gingen auf Gemeinschaft, Energieversorgung, Wohnen, Gewerbe, Verkehr und die Probleme am Högl mit unvernünftigen Mountainbikern ein.

Spannend war die abschließende Fragerunde mit Diskussion. Einige Besucher wiesen auf die Verkehrsprobleme in der Gemeinde im Allgemeinen und die Parkprobleme in Mitterfelden im speziellen hin und bestärkten dadurch die Ansicht der Freien Wähler, dass hier ein großer Handlungsbedarf besteht. Auch der Vorsitzende des FC Hammerau, Gernot Althammer, meldete sich zu Wort und bat die Freien Wähler um Unterstützung bei der Umsetzung von diversen Vorhaben des FC Hammerau in den kommenden Jahren. Gemeinderat Martin Strobl, selbst über sechs Jahre Vorsitzender des "Club", sagte gerne seine Unterstützung zu, sofern schlüssige Planungen und Konzepte vorgelegt werden. Er verwies jedoch auch darauf, dass eine gemeindliche Sportanlage in Mitterfelden seit 18 Jahren geplant ist. Der Bürgermeister und seine Mehrheitsfraktion, welcher Althammer im Übrigen auch angehört, hätten die Vorhaben jederzeit beginnen und umsetzen können, doch dafür war offensichtlich auch fraktionsintern keine Einigkeit vorhanden, wie Althammer selbst auch den Besuchern bestätigte.

Der Orts- und Kreisvorsitzende Dietrich Nowak bedankte sich am Ende bei allen Besuchern für das zahlreiche Erscheinen und wies darauf hin, dass bereits am Mittwoch, den 19. Februar um 19 Uhr in Hammerau beim Gasthaus Auwirt die nächste Veranstaltung stattfinden wird. Landrats-Kandidat Michael Koller hat dazu sein Kommen angekündigt.

Pressemitteilung Freie Wähler Ainring

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