Grün-Abfälle:

Sammelstelle bleibt -  Biotonne abgelehnt

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An den Öffnungstagen herrscht im Wertstoffhof an den Containern bei der kostenlosen Entsorgung von Grün- und Gartenabfällen stets Hochbetrieb.

Ainring - Der Landkreis ist dabei, die Grüngutentsorgung neu zu ordnen. Nun steht fest: Eine Biotonne wurde einhellig abgelehnt, die Grüngut-Sammelstelle verbleibt im Wertstoffhof.

Wie in anderen Kommunen des Landkreises Berchtesgadener Land, wurde auch der Gemeinderat in Ainring in jüngster Sitzung über die beabsichtigte Neuordnung der Grüngutentsorgung informiert. Vorweg: Die Zustimmung zum Konzeptvorschlag des Landkreises erfolgte einstimmig ohne Debatte.

Die Einführung der Bio-Tonne wurde abgelehnt

An den Öffnungstagen herrscht im Wertstoffhof an den Containern bei der kostenlosen Entsorgung von Grün- und Gartenabfällen stets Hochbetrieb.

Zu diesem dritten Punkt in der öffentlichen Tagesordnung zeigte Bürgermeister Hans Eschlberger die bisherige Praxis und die geplante Vorgehensweise auf. Die Grüngutentsorgung innerhalb der Gemeinde Ainring sehe derzeit so aus, dass sämtliches Grüngut im Wertstoffhof in Mitterfelden gesammelt, von der Firma Dumps abgeholt und über die Firma Hiebl mit Sitz in Fridolfing, verwertet werde. Diese Lösung sei künftig jedoch nicht mehr umsetzbar, da die Firma Hiebl die Entsorgung des Grünguts auf Grund eines nicht vorhandenen Entsorgungsstandorts im Landkreis nicht mehr übernehme.

Der Kreistag habe sich nach einer Analyse der Wertstoffmengen dazu entschlossen, die Einführung einer Biotonne abzulehnen und stattdessen die Verwaltung des Landkreises beauftragt ein Konzept für das Grünabfallmanagement in Abstimmung mit den 15 Gemeinden zu entwickeln. Der Landkreis übernehme laut diesem Konzept ab der Schnittstelle Wertstoffhof (Sammelstelle für Grüngut) den weiteren Transport und die Verwertung des Materials.

In Stichpunkten stellte Eschlberger das Landkreiskonzept vor: Demnach richtet jede Gemeinde eine Sammelstelle ein. Im Fall der Gemeinde Ainring bleibt - wie auch in der Vergangenheit - der Wertstoffhof und stellt dort die Örtlichkeit dem Landkreis zur Verfügung. Weiterhin ist die Gemeinde für den Unterhalt zuständig und stellt auch das notwendige Personal zur Verfügung. Der private Herkunftsbereich kann zu den Öffnungszeiten unbegrenzte Mengen kostenlos abliefern. Gewerbliche Mengen können über die drei privatwirtschaftlichen Wertstoffhöfe (Firmen Maltan, Pletschacher, Schauer) im Landkreis entsorgt werden.

Gewerbliche Mengen werden nicht angenommen

Die Gemeinde Ainring stellt sicher, dass gewerbliche Mengen bzw. Mengen anderen Herkunftsbereiches nicht angenommen werden. Die Sammelstelle wird während der Sommeröffnungszeiten von Mitte März bis Mitte November an drei Tagen, nämlich Mittwoch, Freitag und Samstag, geöffnet. Mindestens an einem Tag halten die Wertstoffhoftore bis 18 Uhr offen. Während der Winteröffnungszeiten ist die Sammelstelle an zwei Tagen – Mittwoch und Samstag – zugänglich.

Bürgermeister Hans Eschlberger: „In diesem Konzept stellen wir sicher, dass kommunales Grüngut, wie beispielsweise Rasenschnitt des Sportplatzes, zwar in das geplante System einfließen kann, aber die Mengen zuverlässig herausgerechnet werden können. so eventuell durch das Lieferscheinverfahren."

Wie der Rathauschef weiter sagte, sei das Ziel des Konzepts auch eine Gleichbehandlung und Vereinheitlichung für die Einwohnerschaft des Landkreises zu erreichen. Durch kundenfreundliche Öffnungszeiten und die Möglichkeit unbegrenzter Anliefermengen sollen die wilden Ablagerungen von Grün- und Gartenabfällen auf ein Minimum reduziert werden, Es sei geplant, mit dem neuen Grünabfallkonzept im Februar 2015 zum Start der Gartensaison zu beginnen.

Die Kosten werden in die Müllgebühren einkalkuliert

„Ich denke, das Landkreiskonzept geht in die richtige Richtung. Wir sollen hier in der Sitzungsrunde das zustimmende Signal geben", appellierte Hans Eschlberger, der noch anfügte, die Kosten der Sammlung werde der Landkreis in seine Müllgebühren einkalkulieren. Wie noch zu erfahren war, wird – sobald alle gemeindlichen Stellungnahmen und entsprechenden Beschlüsse vorliegen – der Kreistag dann endgültig über das erarbeitete Konzept entscheiden. Das dürfte in der Sitzung im nächsten Monat der Fall sein.

Nach nur einer Rückfrage von Sepp Ramstetter nach den Hintergründen des Ausscheidens der bisherigen Entsorgungsfirma Hiebl stimmte der Gemeinderat dem Landkreiskonzept zur Erfassung und Verwaltung von Grün- und Gartenabfällen aus privaten Haushalten grundsätzlich zu. Das begrenzte Platzangebot im gemeindlichen Wertstoffhof sei allerdings zu berücksichtigen.

schl

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