Ist eine Ampel eine gute Lösung?

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Waren der Meinung, dass eine Ampel nicht der richtige Weg ist: v.l.n.r.: Dietrich Nowak, Stefan Eberl, Friedrich Eckenroth, Michael Breu, Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml, Martin Öttl, Ludwig Braun und Johann Waldhutter

Ainring - Kritisch bewertet die Überparteiliche Wählergruppe die Initiative des Bürgermeisters zum Bau einer Ampel bei Hausmoning.

Seit vielen Jahren ist die Einmündung von Mitterfelden in die Bundesstraße 20 bei Hausmoning ein Gefahrenpunkt. Bürgermeister Hans Eschlberger beantragte im Dezember beim Straßenbauamt die Errichtung einer Ampel. Kandidaten der ÜPW machten sich gemeinsam mit Bürgermeisterkandidatin Michaela Kaml vor Ort ein Bild und sahen diesen Antrag kritisch.

In der Bauausschusssitzung am 13. Januar 2014 gab Bürgermeister Eschlberger bekannt, dass es Gespräche zwischen der Gemeinde Ainring und dem Straßenbauamt zur Kreuzungssituation B20/Salzburger Straße/Siezenheimer Weg gab. Im Nachgang zu dieser Besprechung habe der Bürgermeister mit Schreiben vom 18. Dezember 2013 konkret die Einleitung der notwendigen Schritte für die Errichtung einer Lichtzeichenanlage beantragt. Dies wurde so auch im öffentlichen Protokoll festgehalten, obwohl seitens des Bürgermeisters jetzt davon gesprochen wird, dass das Für und Wider einer Ampelanlage geprüft wird.

„Von diesem Antrag wussten wir als ÜPW Ainring nichts. Auch Bauausschuss oder Gemeinderat wurden vorher nicht informiert und lediglich im Nachgang davon in Kenntnis gesetzt.“, so der ÜPW-Vorsitzende Dietrich Nowak. „Aus diesem Grund haben wir uns vor Ort selbst ein Bild von der Situation gemacht und sind zu dem Ergebnis gekommen, dass eine Lichtzeichenanlage keine gute Lösung ist.“

Kontrovers diskutiert wurde von den Kandidaten die geplante Ampel. Stefan Eberl erkannte, dass mit einer Ampel auf die Anwohner in Hausmoning erheblich mehr Lärm und Feinstaubbelastung durch bremsende und anfahrende Kraftfahrzeuge, insbesondere von Lkw´s, zukommen wird. „Bei einer Verkehrsdichte von annähernd 20.000 Fahrzeugen am Tag werden die Nachbarn schon erheblich belastet“, so Eberl. Ludwig Braun machte deutlich, dass es bei Lichtzeichenanlagen an einer derart stark befahrenen Straße wieder zu Gefahren kommen werde. „Gelöst wird das Problem dadurch nicht, vielleicht sogar verschlimmert. In den Stoßzeiten des Berufsverkehrs werden sich zudem auf der Bundesstraße die wartenden Fahrzeuge zurückstauen und der Verkehrsfluß wird gehemmt.“, so Ludwig Braun.

Nach langer Besichtigung und Abwägung aller Argumente sahen die ÜPW-Kandidaten mehr Nachteile als Vorteile durch eine Lichtzeichenanlage. Eine bessere Lösung sahen die ÜPW-Kandidaten darin, die Einfahrt nach Mitterfelden komplett zu verlegen. Denkbar wäre beispielsweise ein neuer Kreisverkehr im Bereich von Feldkirchen Nord, von welchem aus nicht nur Mitterfelden neu erschlossen, sondern auch die Einmündung nach Feldkirchen verbessert werden könnte. Über eine neue Erschließungsstraße könnte man dann über einen neuen Bahnübergang wieder zur Salzburger Straße gelangen.

„Die Salzburger Straße sollte unbedingt die Hauptstraße bleiben“, gab der Mitterfeldener Fritz Eckenroth zu bedenken, „denn dort haben sich über viele Jahre Geschäfte und Gastronomie angesiedelt, welche wir unbedingt erhalten müssen.“ Michael Breu aus Bruch brachte in die Diskussion ein, dass auch die Bedürfnisse der Anwohner vom Siezenheimer Weg berücksichtigt werden müssen.

Dietrich Nowak fand es schade, dass diese richtungsweisende Thematik bislang nicht vom Gemeinderat diskutiert wurde. „Bürgermeister Eschlberger hat mit seinem Antrag einer Debatte und ggf. einer Entscheidung im Gemeinderat vorgegriffen. Wir sind der Meinung, dass dieses Thema unbedingt vom neuen Gemeinderat entschieden werden sollte. Durch den Bau einer Lichtzeichenanlage werden unter Umständen Tatsachen geschaffen, welche einer zukunftsweisenden Entscheidung entgegenstehen.“

Pressemitteilung ÜPW Ainring

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