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Schaden von mehreren 10.000 Euro

Darum setzt die SG Edelweiß Adelstetten den Schießbetrieb für Monate aus

2. Schützenmeister Georg Ließel zeigt, wo das Wasser abgesaugt wird.
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2. Schützenmeister Georg Ließel zeigt, wo das Wasser abgesaugt wird.

Einen Tag nachdem letzte Modernisierungsarbeiten abgeschlossen waren, kam eine sehr unangenehme Überraschung.

Adelstetten - Wasser kam so massiv durch die Kellerdecke, dass ein Schießbetrieb unmöglich wurde. Es entstand ein Schaden von mehreren zehntausend Euro. Gerade zu Saisonbeginn mit den Luftdruckwaffen ist das derart ungelegen und selbst das beliebte Dorf- und Vereineschießen für die Gemeinde Ainring musste deshalb abgesagt werden und auch Vortelschießen und Rundenwettkämpfe können nicht ausgetragen werden.

Gut einen Monat nach dem Schadenseintritt konnte ein Gutachter die Sanierung des erheblichen Wasserschadens freigeben. Der Frust ist groß und so präsentierte 1. Schützenmeister Franz Schindler, sein Stellvertreter Georg Ließel und Peter Hänsch von Schützengemeinschaft Edelweiß Adelstetten dem Berichterstatter das Schützenheim. 

Wie kam es zu dem Schaden?

Wie kam es zu dem Wasserschaden? Den Ausgang nahm das Schicksal an der Schank im Speisesaal, wo das Wasser sich seinen Lauf durch den Boden in den Keller bahnte. Die Tür in das Schützenstüberl ließ kaum öffnen, da der Boden aufgequollen war. Zunächst stellten die Schützen viele Eimer auf, aber die

Im nahen Auswertkammerl ist eine Computeranlage untergebracht. Nach einem Check von einer Tittmoninger Fachfirma, blieb Gott sei Dank diese heil, nur der Drucker hatte seinen Geist aufgeben und muss ausgetauscht werden.

Im Schützenstüberl sind Boden und Decke in Mitleidenschaft gezogen, hier weisen die Schallisolierung und die Akustikdecke aus Rigips teilweise Mängel auf und müssen erneuert werden. Das Wasser machte nicht Halt an der Decke, auch der Boden (etwa 50 Quadratmeter) wurde sehr stark in Mitleidenschaft gezogen. Der Vinylboden in hochwertiger Industriequalität, der Asphaltestrich, der auf einer Kokosmatte, bzw. eine Aluisolierung liegt, muss raus und komplett ersetzt werden. Die Feuchtigkeit zieht vom Boden bereits etwa 15 Zentimeter nach oben.

Auch im alten Stand ist Wasser eingedrungen und muss teilweise saniert werden. Die Isolierung der Decke ist durchnässt und auch dieser Schaden muss behoben werden. Beim Holzboden sind wahrscheinlich nur einige Platten auszuwechseln. 

Selbst der vor vier Jahren in Betrieb genommene neuere Schießstand hat vom Wasser etwas abbekommen. In drei Räumen wurden Löcher mit rund fünf Zentimeter Durchmesser in den Boden gebohrt und es erfolgt durch professionelle Trocknungsmaschinen die Wasseraufnahme und wird noch etwa zwei Wochen in Anspruch nehmen. 

Versicherung deckt vieles ab

Versicherungstechnisch ist wahrscheinlich vieles abgedeckt. Die Schadensgrenze kann noch nicht genau beziffert werden, es sind jedoch mehrere zehn Tausenden Euro. Der Edelweißvorstand lobt in diesem Zusammenhang die Besitzer Martin und Domenik Doppler, die sich stark machten, dass der Schaden übernommen wird. Die Aufnahme des Schießens ist voraussichtlich Anfang 2023 wieder möglich. So hofft Franz Schindler.

Der Zusammenhalt unter den Schützenvereinen ist groß und so haben die SG Almenrausch Perach und die SG Ulrichshögl ihre Schießanlagen angeboten. Man einigte sich aufgrund der höheren Zahl an Schießständen auf die Anlage der SGU und hat sogar einen eigenen Schießtag. Dort werden die Vereinsvortel geschossen. Die Rundenwettkämpfe der drei Luftgewehrmannschaften und von einem Luftpistolenteam werden auswärts durchgeführt. 

Hatte der Verein durch Corona schon fehlende Einnahmen, so fehlen diese jetzt von dem Dorf- und Vereineschießen besonders (Plakate und Flyer waren gedruckt!). Auch die Leute vom Wohnstift Mozart kamen gern monatlich nach Adelstetten, auch das brachte Geld, welches jetzt abgeht. 

Wie das allgemeine Vereinsleben aussieht, ist ungewiss. Bisher waren bei den Schießen 10 bis 15 Kinder und Jugendliche sowie 35 bis 40 Erwachsene.  Man kann nur hoffen, dass die Wiederherstellung zügig über die Bühne geht und alle die Nerven halten.

Geschichte

Der Anbau des Gasthauses Doppler erfolgte im Jahr 1969 und im Keller haben dank vieler freiwilliger Arbeitsstunden der Vereinsmitglieder und anderer Helfer, und nicht zuletzt mit der großzügigen Unterstützung des Vereinswirtes schon Ende Dezember desselben Jahres der neue, mit sechs Ständen ausgestattete Schießstand und das schöne Schützenzimmer in Betrieb genommen werden können. Das erste offizielle Schieße wurde 1970 mit der Gemeindemeisterschaft durchgeführt. Darüber im Erdgeschoss befindet sich der Speisesaal. Vor vier Jahren wurde die Schießanlage erweitert und auch mit elektronischen Ständen ausgestattet. Bis jüngst erfolgten mehrere Verbesserungsarbeiten im Schützenheim und erst einen Tag vor dem Wasserschaden wurde man im Stüberl damit fertig..


Andreas Pils

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