Ainring: Kandidaten stellen sich vor

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Michaela Kaml fordert Amtsinhaber Hans Eschlberger heraus.
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Ainring - Knapp einen Monat vor der Kommunalwahl beziehen die einzelnen Kandidaten Stellung. BGLand24 hat in Ainring nachgefragt, was gut läuft oder verbessert werden könnte.

Die Kandidaten:

Hans Eschlberger, CSU (amtierend): 57 Jahre, verheiratet, zwei Töchter (26 und 28), Diplom-Verwaltungswirt (FH), seit 2002 Bürgermeister

Michaela Kaml, ÜPW und SPD: 47 Jahre, ledig, zwei Söhne (14 und 16), Medienberaterin für die Tageszeitungen im Online-Bereich

Was läuft gut in Ainring?

Eschlberger:

Michaela Kaml

Kaml: Ainring hat in den vergangenen Jahren eine durchaus positive Entwicklung genommen. Das ist der Verdienst von vielen Menschen und Personen. Vor allem die Unternehmer in der Gemeinde konnten ihre Betriebe sehr erfolgreich führen und so die ohnehin schon gute finanzielle Situation der Gemeinde noch verbessern. Das Vereins- und Gemeinschaftsleben in unserer Gemeinde ist intakt und die Menschen fühlen sich in ihrer Heimat wohl.

Was würden Sie ändern?

Eschlberger: Nachhaltiges Wirtschaften in allen Belangen: das heißt so zu handeln, dass unsere Kinder und deren Nachkommen dieselben Lebenschancen haben wie wir heute. Ein Handlungsfeld dafür ist auch die Finanzwirtschaft. Wir wollen nicht auf Kosten künftiger Generationen leben. Deshalb war die in der ablaufenden Amtsperiode erstmals erreichte Schuldenfreiheit des Kernhaushaltes unserer Gemeinde sehr wichtig. Diese wollen wir erhalten.

Hans Eschlberger

Die Sicherung der qualitativ hochwertigen Trinkwasserversorgung in kommunaler Hand! Dafür werden wir einen 2. Brunnen bauen und in enger Zusammenarbeit mit den Bauern dafür sorgen, dass die Qualität unseres wichtigsten Lebensmittels erhalten bleibt. Der Bau eines neuen Hochbehälters macht unsere Trinkwasserversorgung zukunftsfähig und stärkt die Versorgungssicherheit. Auch das ist Beispiel für nachhaltiges Wirtschaften.

Die Entwicklung neuer Formen der Bürgerbeteiligung. Damit sollen gemeinsam tragfähige und akzeptierte Lösungen entwickelt und erfolgreich umgesetzt werden. Vertrauen entsteht durch offene Kommunikation. Diese 3 Punkte bedeuten aber nicht, dass sich im Sinne der Fragestellung „Großartiges“ ändern muss. Ich sehe darin aber Möglichkeiten, verstärkt Akzente zu setzen, auch um unsere wichtigen Pflichtaufgaben, sprich die grundlegenden Infrastruktureinrichtungen auf einem guten Stand zu halten, oder diese zu erneuern und zu ergänzen.

Kaml: Verbesserungen sind an vielen Stellen möglich. Am meisten jedoch sollte das soziale Gefüge unserer Gemeinde gestärkt werden. Auch in Ainring vereinsamen immer mehr Senioren - andererseits sind viele jungen Menschen orientierungslos und sehen wenig Perspektiven für die Zukunft. Die soziale Schere klafft auch in unserer Gemeinde immer weiter auseinander. Wir alle müssen lernen, wieder mehr miteinander umzugehen. Gespräche und menschlicher Kontakt sind dabei das wichtigste - egal wo er stattfindet.

Hier geht's zu den Gemeinderatslisten für Ainring!

Wir brauchen keine "Hochglanz-Einrichtungen", die dann nur schwer in Gang kommen. Es ist viel mehr wichtiger, dass die Menschen sind an jedem Ort treffen können, miteinander reden, sich gegenseitig helfen. Nicht alle Menschen sind in Vereinen engagiert - und diese werden immer wieder vergessen. Gelegenheiten für Begegnungen schaffen - das möchte ich erreichen.

Wichtig ist für mich auch, das Grund- und Hochwasserproblem in Perach und Heidenpoint zu lösen. Die ÜPW hat in den vergangenen Jahren mit großem Engagement viele Ansätze erarbeitet, die nun umgesetzt werden müssen. Auch der Straßenverkehr bereitet uns in vielen Gemeindeteilen Probleme. Wir müssen intelligente und kreative Lösungen finden, wie die Belastungen rund um die Mobilität für unsere Bürgerinnen und Bürger reduziert werden können. Die Lebensqualität in Perach und Heidenpoint, in Hammerau und generell entlang der B304 und B20 sind schon erheblich eingeschränkt. Verbesserungen müssen her!

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