Wenn Graugänse zur Plage werden

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von links:Josef Höglauer, Martin Hasenöhrl, Johann Wolfgruber, Josef Enzinger, Georg Baumgartner, Josef Mayer, MdL Michaela Kaniber, Erster Bürgermeister Hans Eschlberger, Engelbert Götzinger.

Ainring - Graugänse sind ein fester Bestandteil unserer heimischen Fauna. Doch was muss getan werden, wenn diese Zugvögel zu einer richtigen Plage für Landwirte werden?

Graugänse zählen zu den häufigsten Wasservögeln und sind die zweitgrößte Gänseart in Europa, aus unserer heimischen Fauna gar nicht wegzudenken. Gerade in Bayern nehmen die Bestände an Graugänsen allerdings stark zu. In diesen Bereichen, in denen diese Vögel neue Lebensräume erschließen und in großen Stückzahlen auftreten, wachsen aber auch die Konflikte. Was also, wenn dieses Federvieh zur regelrechten Plage für einige Gebiete wird? Wenn Fraßschäden oder verkotete Natur- und Erholungsgebiete zur Herausforderung werden? Wenn diese Zugvögel durch Kotverschmutzung weite Flächen in der Landwirtschaft unbrauchbar machen?

So die Situation im Ainringer Moor, unserem Biosphärenreservat, das sich im Eigentum des Freistaates Bayern befindet. Aus gegebener Situation hat sich der Ainringer Bürgermeister Hans Eschlberger mit der Sorge um die Landwirte in seiner Gemeinde an die Abgeordnete Michaela Kaniber gewandt.

Bei einem ausführlichen Gespräch vor Ort im Ainringer Moor konnte sich Kaniber vor kurzem einen Überblick über die Situation und die lokale Herausforderung machen. Gemeinsam mit Bürgermeister Hans Eschlberger, Obmännern des Bauernverbandes und örtlichen Jägern wurde das Problem eingehend erörtert. „In enger Zusammenarbeit mit der Gemeinde Ainring, dem Landratsamt BGL und dem Biosphärenreservat begann der Prozess einer Lösungsfindung. Vorschläge der Vergrämung (Vertreibung) hätten keine zufriedenstellende Lösung gebracht, im besten Fall lediglich die Verlagerung des Problems an einen anderen Ort. Gemeinsam mit meinem Landtagskollegen Gerhard Hopp, in dessen Zuständigkeit der ebenfalls betroffene Landkreis Cham liegt, habe ich mich an das Landwirtschaftsministerium gewandt und um einen Ausgleich für die Schäden gebeten.“

Das Landwirtschaftsministerium wird nun erstmalig ein Modellprojekt zum Schadensmanagement umsetzen. Künftig sollen durch vogelkotgeschädigte Landwirte in den am stärksten betroffenen Regionen des Landkreises Berchtesgadener Land – wie das Gebiet rund um das Ainringer Moor - sowie dem Landkreise Haßberge und Cham, ein Fördersatz von 50 Prozent des auf ihren Wiesen ermittelten Schades erhalten. Dabei solle die Schadensermittlung, so die Abgeordnete weiter, über das Landwirtschaftsamt erfolgen: „Es ist richtig, dass die durch den Kot der Wildgänse Geschädigten eine finanzielle Entlastung erhalten. Gleichzeitig müssen aber auch weitere Diskussionen u. a. im Hinblick auf die Jagdzeit - geführt und weitere Lösungsansätze geprüft werden, um dieses Probleme präventiv und langfristig in den Griff zu bekommen. Es gilt die Attraktivität unserer Region als Erholungs-, Freizeit- und Tourismusgebiete zu erhalten“.

Pressemitteilung Abgeordnetenbüro Michaela Kaniber (CSU)

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