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Gerüstet für die digitale Welt

Bayerische Polizei bildet sich in Ainring fort

Institutsleiter des BPFI Dr. Buggisch bei der Begrüßung der Gäste
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Institutsleiter des BPFI Dr. Buggisch bei der Begrüßung der Gäste

Polizei und digitale Welt – das ist nicht nur bei der Bekämpfung von Straftaten im Internet eine anspruchsvolle Herausforderung. Auch Schulen und Fortbildungsinstitute der Polizei arbeiten daran, wie Laptop, Smartphone & Co sinnvoll und effektiv fürs Lernen im Job genutzt werden können.

Mitteilung im Wortlaut

Ainring - Genauso wie an Schulen und Universitäten gibt es dabei Lehrkräfte, die mit Leidenschaft am Unterrichten zukünftige Polizistinnen und Polizisten multimedial mit interaktiven Tests und kreativen Anschauungsbeispielen begeistern. Andererseits gibt es auch Lehrkräfte, die der digitalen Technik skeptisch oder gar ablehnend gegenüberstehen. „Teilweise zu Recht, weil die bloße Ausstattung mit Geräten allein zu keinem Lerngewinn führt. Nur wenn Ausstattung, Lernprogramme, Schulung der Lehrkräfte und ein Bildungskonzept gleichzeitig aufgebaut und entwickelt werden, kann ein Mehrwert erzielt werden“, so Gerd Enkling, der Ausbildungsleiter der Bayerischen Bereitschaftspolizei.

Chancen und Grenzen digitaler Lernmedien

Um die lernpsychologischen Möglichkeiten wie auch Grenzen und mögliche Probleme „digital unterstützten Lernens im Präsenzunterricht“, so das Leitmotiv der Bayerischen Polizeiausbildung, zu erkennen, tauschten sich am 4. und 5. Oktober 2022 Fachleute aus dem In- und Ausland im polizeilichen Fortbildungsinstitut in Ainring, Kreis Berchtesgadener Land, aus. Die rund 90 Teilnehmer und Teilnehmerinnen aus Deutschland und der Welt sowie weitere 90 bei einer Online-Übertragung hörten interessante Vorträge durch namhafte Referenten, darunter der Lernforscher Professor Manfred Spitzer vom Universitätsklinikum Ulm, der durch Bestseller wie „Digitale Demenz“ oder „Die Smartphone-Epidemie“ bekannt ist. Aber auch Verantwortliche aus der Praxis der Aus- und Fortbildung der Polizei beleuchteten die digitalen Lernwelten.

Um das digitale Lernen kritisch und konstruktiv wissenschaftlich zu begleiten, begann die Bayerische Bereitschaftspolizei eine Kooperation mit dem Lehrstuhl für Pädagogische Psychologie und Empirische Bildungsforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), unterstützt vom Bayerischen Staatsministerium für Digitales. Professor Frank Fischer und sein Team von der LMU decken den Mehrgewinn digitalen Lernens wie auch Schwachstellen auf und entwickeln Konzepte zur Optimierung, derzeit insbesondere bei der Schulung der Lehrkräfte.

Polizei international

Die Polizei arbeitet - überall auf der Welt - in einem hoch sensiblen Umfeld, das auch beim digitalen Lernen zu Recht besonders hohe Anforderungen an Sicherheit, Geheim- und Datenschutz stellt. Lernportale müssen doppelt, für den Austausch im geschützten Polizeinetz als auch im Internet bereitgestellt werden, für Recherchen muss es sowohl eine digitale Schulungsumgebung als auch eine sogenannte „Echtumgebung“ für Einsätze geben.

Diese Herausforderungen können nur in enger Zusammenarbeit mit der Polizei in anderen Bundesländer und international, ja weltweit, bewältigt werden. „Kleinstaaterei würde jeden Fortschritt zunichtemachen. Wir lernen im Austausch mit unseren Partnern und Partnerinnen im In- und Ausland“, so Jörg Ottenschläger, der Leiter der Arbeitsgruppe Digitalisierung in Ausbildung und Einsatz bei der Bereitschaftspolizei. „Deswegen stellen unter anderem die österreichische Sicherheitsakademie und die Stadtpolizei Zürich ihre digitalen Konzepte vor. Darüber hinaus kommen die Gäste auch aus mehreren Ländern Süd- und Südostasiens sowie aus Südamerika - Polizei handelt global und digital.“

Pressemitteilung Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei

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