Ausbau B 304 bei Mühlreit

Bahnübergang Mühlreit wird beseitigt

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Dieser Bahnübergang in Mühlreit wird im Zuge der Ausbaumaßnahme beseitigt.

Mühlreit - Mit dem Ausbau der B304 zwischen Niederstraß und Mühlreit soll einer der Stauschwerpunkte im Landkreis Berchtesgadener Land endlich beseitigt werden.

Im Zeitplan befinden sich nach Aussagen der örtlichen Bauleitung die Baumaßnahmen für die rund zwei Kilometer lange Verlegung der Bundesstraße 304. Mit der Maßnahme wird der höhengleiche Bahnübergang bei Mühlreit beseitigt. Die B304 kreuzt hier die zweigleisige elekrifizierte Bahnstrecke München – Rosenheim – Freilassing. Täglich fahren rund 170 Züge auf der Strecke. Durch den starken Zugverkehr müssen Verkehrsteilnehmer auf der Bundesstraße mitunter zehn Minuten vor den geschlossenen Schranken des Bahnüberganges in Kauf nehmen. Mit dem Ausbau der B304 zwischen Niederstraß und Mühlreit und die Beseitigung des Bahnübergangs Mühlreit wird einer der Stauschwerpunkte im Landkreis Berchtesgadener Land beseitigt.

Auflastschüttung mit Bahnübergang (Bestand)

Möglich ist das Projekt geworden, da es sich hier im wesentlichen um eine Maßnahme handelt, bei der die Baukosten nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz aufgeteilt werden und zwar auf die Bundesstraßenverwaltung, die Deutsche Bahn AG und den allgemeinen Bundeshaushalt. Der Bund trägt bei allen drei Finanzierungstöpfen den Löwenanteil. Die Ausbaumaßnahme wurde beim symbolischen Spatenstich im September 2011 mit dem damaligen Bundesverkehrsminister Dr. Peter Ramsauer seinerzeit mit rund 9.6 Millionen Euro beziffert.

Eine besondere Rolle bei der Planung hatte die Frage gespielt, wie die Belange des Torfmuseums Ainringer Moos mit der Planung des Bundesstraßenverlegung im Einklang zu bringen waren. Dabei ist eine großartige Lösung für die Torfbahn mit einem Unterführungsbauwerk für die Gleise sowie zugleich für den Geh- und Radweg gefunden worden. Derzeit läuft die EU-weite Ausschreibung für den Straßenbau. Die Auflastschüttung wird nach dem Abklingen der Setzungen des Moorbodens bis zur Unterkante des Frostschutzkieses abgetragen. Anschließend werden 39 Zentimeter Frostschutzkies und 26 Zentimeter Asphalt aufgebracht.

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