Ainringer "einer von Höckes Leuten"?

Müller bekommt Führungsposten in der AfD-Fraktion

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Alice Weidel und Alexander Gauland mit ihren Parlamentarischen Geschäftsführern Jürgen Braun (l.), Bernd Baumann (2.v.l.), Michael Espendiller (2.v.r.) und Hans-Jörg Müller (r.)
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Ainring/Berlin - Sie stehen an der Spitze, direkt hinter der Fraktionsführung: die parlamentarischen Geschäftsführer. In der AfD-Fraktion wird einer dieser Posten nun dem Ainringer Hans-Jörg Müller anvertraut - für "Bild" eine "Bombe".

93 Mitglieder wird die künftige AfD-Fraktion im Bundestag haben - der Ainringer Hans-Jörg Müller wird einer der wichtigsten von ihnen sein: Er wurde am Mittwoch AfD-intern zum vierten parlamentarischen Geschäftsführer gewählt. Sie besetzen die bedeutendsten Posten hinter der Fraktionsführung

Welche Rolle spielt Müller innerhalb der AfD?

"Jetzt ist es passiert: Einer von Höckes Leuten sitzt in der Fraktionsführung", so ein AfD-Stratege laut Bild zur Wahl von Müller. Dass der Ainringer jetzt parlamentarischer Geschäftsführer der Fraktion ist, bezeichnet Bild-Online als "Bombe" und "völlig überraschend". 

Björn Höcke (mitte) und Hans-Jörg Müller (mit schwarzer Kappe rechts im Bild) bei einer AfD-Demonstration im Februar 2016 in Erfurt. 

Ist Müller wirklich ein Vertrauter des AfD-Hardliners Björn Höcke? Am Mittwoch verneinte Müller eine Mitgliedschaft in der innerparteilichen Gruppierung "Der Flügel", die von Höcke aufgebaut wurde. Andererseits gehört der Ainringer zu den Unterzeichnern von Höckes "Erfurter Resolution", die als Gründungsurkunde des "Flügels" gilt. In der Resolution wird unter anderem verurteilt, dass sich die Partei von "Protestbewegungen" ferngehalten habe - gemeint ist Pegida.

Zehn Prozent Erststimmen bei der Bundestagswahl

Fest steht, dass Hans-Jörg Müller im kommenden Bundestag keine Hinterbänkler-Rolle spielen, sondern einer der führenden Köpfe seiner Fraktion wird. Parlamentarische Geschäftsführer gelten als "Manager" ihrer Fraktionen

Alle Ergebnisse der Bundestagswahl im Wahlkreis Traunstein

Müller ist studierter Diplom-Volkswirt, 49 Jahre alt, verheiratet und hat drei Kinder. Er stammt ursprünglich aus dem fränkischen Treuchtlingen und wohnt in einem der Wohnblöcke von Ainring-Mitterfelden. Bei der Bundestagswahl am Sonntag trat er für die AfD als Direktkandidat im Wahlkreis Traunstein an, holte gut zehn Prozent der Erststimmen. Über die Parteiliste der AfD zog er ins Parlament ein.

xe

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