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Wiesbach in Ainring soll überprüft werden

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Dieser Wildholzrechen im Wiesbach, Nähe Wohnbebauung Rauchenbücheln, ist ein Provisorium. Bei Hochwasser wird der Wiesbach zum Wildbach und führt viel Treibgut mit. So müssen am Rechen zu dessen Freihalten von Gehölz und Wurzeln ständig Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort sein. Dennoch können Ausuferungen und Überflutungen in westöstlicher Richtung zur Wohnbebauung nicht restlos ausgeschlossen werden.

Ainring - Trotz diverser Rückschläge bei der Planung für den Wiesbach möchte nun die Gemeinde zumindest teilweise für einen besseren Hochwasserschutz Sorge tragen:

Hochwasserschutz und die umfangreiche Thematik mit Sachstandsberichten der Verwaltung beherrschten – wie bereits mehrfach berichtet - die jüngste Sitzung des Bauausschusses. Zu den neuralgischen Gebieten, die bei Starkregen beeinträchtigt sind, gehört auch der Wiesbach.

Der Sitzungsleiter, 2. Bürgermeister Gerhard Kern, verdeutlichte einleitend, ein Schutz vor einem 100-jährigen Hochwasser sei hier derzeit nicht zu erreichen. Im Oktober 2006 hatte der Gemeinderat beschlossen, „die Gesamtplanung für den Wiesbach aufgrund aussichtsloser Grundstücksverhandlungen und wegen der immensen Kostensituation nicht in Auftrag zu geben“. Dies müsse deshalb insbesondere als bedauerlich beurteilt werden, weil seinerzeit – wie am Beispiel Sonnwiesgraben Bauabschnitt II durchgeführt – eine bis zu 90 prozentige Fördermöglichkeit bestanden habe und die notwendigen Retentionsflächen trotz großzügiger Entschädigungsangebote nicht zur Verfügung gestellt worden seien, auch nicht von regelmäßig von Überflutung betroffenen Grundeigentümern.

Trotzdem, beziehungsweise gerade deshalb wolle die Gemeinde aber mit kleineren Teillösungen Verbesserungen erreichen, sagte Kern. Daher sei das Büro aquasoli mit der Planung eines fachlich qualifizierten Wildholzrechens als Ersatz für das jetzige vorhandene problematische Provisorium beauftragt.

Die Vorstellung der Planung sei in der Mai-Sitzung des Gemeinderates vor zwei Jahren durch Bernhard Unterreitmeier vom beauftragten Büro aquasoli erfolgt, erinnerte der 2. Bürgermeister. Seinerzeit wurde der beabsichtigte Recheneinbau am Oberlauf des Wiesbaches erläutert und anschließend über den Ausbau des Wiesbaches auf eine Länge von 50 m im Unterlauf informiert. In diesem Zusammenhang hatte Unterreitmeier auf die problematischen Rohrleitungsdurchlässe im Bereich des Stahlwerkes Annahütte verwiesen. Bei extremen Hochwasser würde der Wiesbach ausufern trotz Wildholzrechen am Oberlauf und Gewässerausbau am Unterlauf, hieß es damals. Diese Maßnahmen gäben keinen Schutz bei einem 100-jährigen Hochwasser. Die Kosten für den Wildholzrechen hatte man auf zirka 44.000 Euro, für den Ausbau am Unterlauf auf 60.000 Euro beziffert.

Im Zuge der Beratung stellte sich seinerzeit heraus, dass im Gremium Zweifel bestanden, ob große Änderungen oder Verbesserungen zu erwarten sein. Außerdem wollte man im Gemeinderat, dass die Planung der Firma Aicher zur vollständigen Verlegung des Wiesbaches abgewartet werden sollte. Insoweit ist letztlich ein Zurückstellungsbeschluss gefasst worden.

„Vor dem Hintergrund der zuletzt wieder aufgetretenen Starkregenereignissen mit der Folge, dass die bekannten Probleme erneut aufgetreten sind, empfiehlt die Verwaltung, diesen Punkt noch einmal im Gemeinderat zu diskutieren“, schloss Gerhard Kern seine Ausführungen.

In der folgenden Beratung nahm Sven Kluba Bezug auf die Ausführungen hinsichtlich der Planungen zur Verlegung des Wiesbaches durch das Stahlwerk Annahütte, verbunden mit der Frage, ob diese Thematik zunächst abgewartet werden sollte. Gerhard Kern erklärte, dass nach seinen Informationen diese Planung aus mehreren Gründen rechtlich aussichtslos erscheine. Sepp Ramstetter brachte zum Ausdruck, dass der Schwerpunkt von Hochwasserschutzmaßnahmen am Wiesbach für ihn eine Rückhaltung im Bereich Langacker sein müsse. Die Gemeinde wollte seinerzeit diesen Wasserrückhalt bauen. Gegenüber den heute vorgestellten Maßnahmen wäre es aus seiner Sicht sinnvoller, das Übel an der Wurzel anzupacken und eine Rückhaltefläche in Langacker noch einmal zu prüfen.

Auch der 2. Bürgermeister Gerhard Kern unterstützte den Vorschlag Ramstetters. Es sollten noch einmal entsprechende Grundverhandlungen aufgenommen werden. Aufgrund der vorangegangenen Diskussion schlug Kern vor, das Projekt "Wildholzrechen Wiesbach und Gewässerausbau am Unterlauf" zunächst nicht auf die Tagesordnung des Gemeinderates zu setzen, sondern die Möglichkeit einer Rückhaltung in Langacker noch einmal zu prüfen. Mit dieser Vorgehensweise bestand übereinstimmend Einverständnis.

schl

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