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Baumaßnahmen zur Saalach-Verbreiterung gestartet

„Leuchtturmprojekt zwischen drent und herent“ -Neubau Siezenheimer Steg rückt näher

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Der Siezenheimer Steg wird im Zuge der Saalachverbreiterung abgerissen und an gleicher Stelle neu gebaut.

Die Saalach im Bereich des Siezenheimer Stegs wird aufgeweitet. Wals-Siezenheim und Ainring sollen so besser vor Hochwasser geschützt werden. Der Steg selbst wird abgerissen. Die geplanten Veränderungen sind einschneidend.

Ainring/Wals-Siezenheim - 6,5 Hektar mehr Platz . Die Saalach wird also um eine Fläche von zehn Fußballfeldern rund um den Siezenheimer Steg aufgeweitet. Die Vorarbeiten zum Riesenprojekt in Wals-Siezenheim sind bereits gestartet. Ab dem 3. Januar 2022 kommen dann Einschränkungen auf alle Stegbenutzer zu. Dieser wird gesperrt und das voraussichtlich für zwei Jahre.

Doppelt so lang: Siezenheimer Steg wird erneuert

Auf einer Länge von 2,75 km wird die Saalach zwischen 30 und 50 Metern verbreitert. Ausgerechnet der beliebte Siezenheimer Steg ist besonders betroffen von der Maßnahme. Aktuell habe der Steg eine Länge von 42 Metern. Durch die Aufweitung müsse der Steg auf 83 Meter verlängert werden, erklärt Ainrings Bürgermeister Markus Öttl im Gespräch mit BGLand24.de.

Das Problem sei, dass sobald die Baumaßnahmen starten, eine Gefährdung der Brückenbegeher nicht auszuschließen sei. Deswegen dauere auch die Brückensperre so lange. Die Länge kann sich auch der Bürgermeister noch nicht vorstellen. „Gefühlt ist man ja gleich in der Wohnsiedlung.“

„Leuchtturmprojekt zwischen drent und herent“

Auch wenn die Dauer der Sperre „erschreckend“ sei, sieht Bürgermeister Öttl in dem Neubau des Stegs „für beide Gemeinden einen Mehrwert“, gar ein „Leuchtturmprojekt zwischen drent und herent“. Schließlich ist der aktuelle, 50 Jahre alte Steg schmal. Zwei Radfahrer nebeneinander haben schon keinen Platz mehr.

Der neue Steg hingegen macht mit einer angedachten Breite von drei Metern Platz für Fußgänger und Radfahrer gleichermaßen. Verkehr wird auf der Brücke nicht zugelassen, im Notfall dürfen jedoch Rettungsfahrzeuge, etwa ein Notarzt, den Steg befahren. Zuletzt benutzten rund 3000 Personen am Tag den Steg.

Ainrings Bürgermeister Martin Öttl im Gespräch: Den Neubau des Siezenheimer Stegs sieht der Bürgermeister als eine Art „Leuchtturmprojekt für drent und herent“.

Hochwasserschutz für Ainring und Wals-Siezenheim

Die Bauarbeiten an der Saalach sind notwendig. Vergangene Hochwasser haben dem Ufer stark zugesetzt. Auch eine Erdgasleitung, „die über 10.000 Haushalte versorgt“, so der Salzburger Landesrat Josef Schwaiger, befindet sich in unmittelbarer Nähe und muss gesichert werden. Durch die Maßnahmen soll der Hochwasserschutz und die Gewässerökologie verbessert werden und ein Naherholungsgebiet entstehen.

Zwei Fahrradfahrer gleichzeitig? Keine Chance. Der alte Siezenheimer Steg ist deutlich zu schmal.

Auch Bürgermeister Öttl ist der Hochwasserschutz wichtig. Es sei durch die Baumaßnahmen eine „wesentlich größere Fläche“ mit mehr Volumen, damit man „im Hochwasserfall hoffentlich noch mehr geschützt“ sei, so Öttl. „Das muss eigentlich das große Ziel sein.“

Die Maßnahmen im Überblick

- Aufweitung und Verlegung der Ufersicherungen mitsamt Treppelweg und Erdgasleitung um 30 bis 50 Meter und eine Länge von zwei Kilometern.
- Ufersicherung durch versteckte Maßnahmen
- Strukturierung des Flussbettes
- Gewässerökologische Aufwertung, Schaffung von Lebensräumen, Verbindung des Lebensraumes mit dem Hinterland.
- Schaffung von 6,5 Hektar neuer Gewässerfläche
- Neubau des Siezenheimer Steges

Gemeinde Ainring zahlt mit: 8,22 Millionen Euro Kosten

Die Gemeinden Ainring und Wals-Siezenheim wurden bei den Planungen des Siezenheimer Stegs mit einbezogen - auch bei den Kosten. Ainring betreffe nicht die Verbreiterung des Flusses, sondern lediglich der Steg. Da beteilige sich die Gemeinde an den Kosten, so Öttl. Die genaue Kostenaufteilung sei aber noch nicht gemacht.

Das Land Salzburg gibt in einer Pressemitteilung derzeit Kosten in Höhe von 8,22 Millionen Euro an. Davon „trägt das Bundesministerium für Landwirtschaft, Tourismus und Regionen (Österreich) 3,73 Millionen, das Wasserwirtschaftsamt Traunstein 3,46 Millionen, und die Gemeinden Wals und Ainring jeweils 0,51 Millionen Euro“, heißt es.

Grenzüberschreitendes Projekt: Neubau Siezenheimer Steg und Saalachverbreiterung

Der Freistaat Bayern ist Projektpartner bei den beiden Bauvorhaben Gewässeraufweitung der Saalach und Neubau des Siezenheimer Stegs, heißt es vom Wasserwirtschaftsamt Traunstein. Das Amt selbst begleitet die Arbeiten fachlich. Die Umsetzung obliege jedoch der Bundeswasserbauverwaltung Salzburg (BWV). Der genaue Bauablaufplan werde noch ausgearbeitet.

Das kleine Grenzhäuschen auf der österreichischen Seite wird abgerissen.

Bis Juni 2024 sollen die Arbeiten laufen. Bis dahin heißt es für Pendler, auszuweichen. Die Umleitungen laufen über die Freilassinger Brücke bzw. den Hammerauer Steg. Es entstehe - einfach - ein Mehrweg von circa 1,4 Kilometern, so Öttl. Auf der österreichischen Seite werde auch der Uferweg im Bereich der Aufweitung des Flusses gesperrt. Ein Ersatzweg verläuft weiter im Inland. Auf der deutschen Seite wird sich voraussichtlich nichts ändern.

ce (Mit Material vom Landes-Medienzentrum Salzburg)

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