Weihnachtsansprache von Herrn Bürgermeister Eschlberger im Gemeinderat Ainring

"Kommune heißt Gemeinschaft"

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Hans Eschlberger, 1. Bürgermeister Ainring

Ainring - Die Welt leuchtet langsam der Weihnacht entgegen, das Jahr neigt sich dem Ende zu und in dieser Zeit schauen wir zurück und lassen die vergangenen Tage und Monate und alles was so an Wichtigem geschehen ist, noch einmal in unseren Gedanken aufleben.

Unzählige Ereignisse, nicht nur in der großen Welt, die manchmal aus den Fugen zu geraten scheint, sondern auch bei uns in der Gemeinde und im privaten Bereich haben dazu beigetragen, dass das Jahr wie im Flug vergangen ist.

2016 war ein Jahr, in dem unsere Gemeinde viel bewegen konnte. Dies zeigt sich auch an den vielen Baustellen in der Gemeinde, die nicht selten auch zu mancherlei Beschwernissen geführt haben. Die betroffenen Anwohner und Verkehrsteilnehmer mussten oft viel Geduld aufbringen, wofür ich mich gleich vorweg bedanke.

In Mitterfelden zum Beispiel war die Salzburger Straße eine solche Großbaustelle. Das Ergebnis kann sich aber sehen lassen: Wir bekommen noch vor Weihnachten eine neue moderne Straße mit allem, was dazu gehört, da nicht nur an die Autofahrer gedacht wurde, sondern auch an die schwächeren Verkehrsteilnehmer, die sich jetzt sicher und barrierefrei im Zentrum von Mitterfelden bewegen können.

Eine weitere Großbaustelle in der Zuständigkeit von Bund und Bahn hatten wir in Mühlreit. Die lang ersehnte Bahnunterführung vor allem für Fußgänger und Radfahrer ist seit Jahresbeginn fertig.

Erfreulich im Sinne „Energieunabhängigkeit“ ist die Tatsache, dass unsere Gemeindewerke die Eigenstromversorgung gemeindlicher Einrichtungen weiter ausbauen konnten: Unser Bauhof und unser Feuerwehrhaus in Mitterfelden werden nun mit Strom versorgt, der im Fernheizwerk umweltfreundlich produziert wird und langfristig die Wirtschaftlichkeit unserer gemeindlichen Einrichtungen stärkt.

Auch die steigenden Anforderungen im Bereich der Betreuungs- und Bildungseinrichtungen haben uns 2016 intensiv beschäftigt.

Dazu zwei Beispiele:

In Thundorf konnten wir den Grun dschul-Mehrzweckbanbau realisieren. Damit ist ein seit vielen Jahrzehnten gehegter und viel diskutierter Wunsch Wirklichkeit geworden. Die Grundschulkinder haben seit einigen Wochen in Thundorf Schulsport und müssen vorher nicht mehr zeitaufwändig Bus fahren.

Auch in der Kinderbetreuung gibt es erfreuliche Perspektiven. Im kommenden Jahr soll in Hammerau ein Werkskindergarten für das Stahlwerk Annahütte entstehen, der für alle offen steht. Dafür haben wir im zu Ende gehenden Jahr die Weichen gestellt und die notwendige Bauleitplanung auf den Weg gebracht, aber auch umfangreiche Vertragswerke mit dem Stahlwerk Annahütte ausgehandelt und unterzeichnet.

Bauliche Weichen in gemeindlicher Eigenregie haben wir gestellt zur Verbesserung unserer Wirtschafts- und Steuerkraft. Ein sichtbares Zeichen ist der Erweiterungsbau am ehemaligen Feuerwehrhauses in Ainring.

Vom Kostenfaktor zu Einnahmefaktor

Wir wollen und können damit den wachsenden Bedürfnissen eines europaweit erfolgreichen Unternehmens gerecht werden. Mit unserem „Haus für die Wirtschaft“ im Dorf Ainring ist es gelungen, ein altes Gebäude von einem Kostenfaktor zu einem dauerhaften Einnahmefaktor zu entwickeln, in dessen Zukunftsfähigkeit wir gerne investieren.

Ein weiteres Beispiel für Zukunftsfähigkeit ist die Großbaustelle am Bahnhof in Hammerau. Hier entstand innerhalb von 6 Wochen nicht nur ein Unterführungsbauwerk für Fußgänger und Radfahrer, sondern auch ein neuer barrierefreier Bahnsteig. Dieser soll im kommenden Jahr ergänzt werden durch eine moderne und sichere Park & Ride Anlage für Pkw und Radfahrer und somit das Umsteigen auf die Schiene erleichtern und die Funktion „S-Bahn-Haltestelle“ unterstreichen. Der gefährliche Bahnübergang Hain ist somit bald Geschichte.

Geschichts- und Heimatbewusstsein

Geschichts- und Heimatbewusstsein zu fördern ist mir ein persönliches Anliegen. Deshalb freut es mich sehr, dass nun das geschichtsträchtige und zu Mozarts Zeiten errichtete, seit über 14 Jahren leider aber leerstehende Feldkirchner Pfarrhaus erhalten und saniert werden kann.

Ermöglicht wird dies durch eine außergewöhnlich hohe Zuwendung der Städtebauförderung des Freistaates Bayern über die Regierung von Oberbayern.

Im Jahr der 200jährigen Trennung des Rupertiwinkel von Salzburg konnte dank der Großzügigkeit von Ernst Aicher in Straß ein „Hagenauer Denkmal“ errichtet werden – zu Ehren dreier Straßer Bauernsöhne, die als hochfürstliche Baumeister und Architekten das Stadtbild Salzburgs mitgeprägt und große Berühmtheit erlangt haben.

Baumeister der Gegenwart sind gefragt

Baumeister der Gegenwart sind gefragt, wenn es um die aktuelle wohnbauliche Entwicklung geht. Auch hier gibt es erfreuliche Fortschritte in Gestalt eines neuen Baugebietes im Ortsteil Thundorfer Mühle sowie am Hammerbach in Feldkirchen.

Kommune heißt Gemeinschaft

Sie funktioniert am besten, wenn sich viele daran beteiligen, unsere Gemeinde für uns alle und für künftige Generationen zu bewahren und zu gestalten.

Ich bin froh und dankbar, dass es in unserer Gemeinde viele Menschen gibt, die sich für das Gemeinwesen einsetzen. Gerne spreche ich all jenen Anerkennung aus, die sich ehrenamtlich engagieren, z. B. indem sie Menschen in Not helfen, sei es in der Feuerwehr oder anderen Hilfsorganisationen, Helferkreisen im kirchlichen oder sozialen Bereich.

Dank und Respekt gilt allen Vereinen und dem Gemeinwohl dienenden Organisationen, welche unsere örtliche Gemeinschaft zu einer lebendigen Sport- und Kulturgemeinde machen.

Auch unserem Gemeinderat danke ich für die umfangreiche und oft auch sehr anspruchsvolle und fordernde Arbeit. Namentlich danke ich meinen Stellvertretern Gerhard Kern und Rosemarie Bernauer für die vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Gleiches gilt auch für unsere Gemeindeverwaltung mit allen unseren Einrichtungen, deren engagierter und qualifizierter Arbeitseinsatz Respekt und Anerkennung verdient.

Als Kreisvorsitzender des Bayer. Gemeindetages wünsche ich meinen Kollegen sowie den Städten und Gemeinden im Landkreis, dass wir weiterhin eng zusammenarbeiten und gemeinsam die Herausforderungen der Zukunft meistern, mit eigenen Ideen und mit der wichtigsten Ressource, die es überhaupt gibt: den engagierten Bürgerinnen und Bürgern unserer Heimat.

Ihnen allen wünsche ich eine besinnliche Adventszeit, ein gesegnetes Weihnachtsfest, ein glückliches und in jeder Hinsicht gesundes neues Jahr und auch für 2017 immer hilfreiche Wegbegleiter in einer friedlichen und rücksichtsvollen Welt.

Presseinformation Gemeinde Ainring

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