Neues aus der Gemeinderatssitzung am Dienstag

Höhere Abfallgebühren und bezahlbare Wohnungen in Ainring

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Ainring - In der jüngsten Sitzung des Gemeinderates standen unter anderem folgende Themen auf der Tagesordnung: ein Mehrgeschosswohnungsbau am Bahnhof in Mitterfelden, der Einsatz von Glyphosat auf gemeindlichen Flächen und der Breitbandausbau in Ainring. 

Wohnungen zu bezahlbaren Mietpreisen

Erster Bürgermeister in Ainring, Hans Eschlberger, stellte in der Sitzung das Konzept für den Geschosswohnungsbau am Bahnhof Mitterfelden vor. "Vorgesehen sind bis zu66 Wohnungen, die der örtlichen Bevölkerung zu bezahlbaren Mietpreisen zur Verfügung gestellt werden sollen", so Eschelberger. Das Bebauungskonzept müsse aber erst in einem Bauleitplanverfahren auf baurechtlich sichere Beine gestellt werden. 

Der Bürgermeister berichtete weiter: "Die grundstücksrechtlichen Voraussetzungen wurden bereits notariell beurkundet. Verhandlungen, die sich über mehrere Jahre hinzogen, konnten erfolgreich abgeschlossen werden. Der Weg ist nun frei für einen bezahlbaren Wohnraum an einem Standort in der Gemeinde Ainring, der neben dem benachbarten Bahnanschluss viele Vorteile bietet, nicht zuletzt auch durch den vorgesehenen Anschluss an das gemeindliche Fernwärmenetz."

Baubeginn voraussichtlich 2019

Dienächsten Schritte zur Baulandausweisung sollen in der Sitzungsrunde im Februar erörtert werden. Weiter gab Ainrings Bürgermeister bekannt: "Wenn alles gut geht, könnten schon im nächsten Jahr Wohnungen entstehen, die insbesondere auch jungen Familien zur Verfügung gestellt werden sollen."

Appell gegen Einsatz von Glyphosat

"Das Glyphosat war ein weiterer Diskussionspunkt", erklärte Hans Eschlberger. Der Bürgermeister wies darauf hin, dass die Beratung auf einen Antrag der zwei Gemeinderatsfraktionen ÜPW und UB zurückgegangen sei. "Es wurde sachlich diskutiert und entschieden, nicht nur an Landwirte zu appellieren, auf dieses Pflanzenschutzmittel weitgehend zu verzichten, sondern auch Hobbygärtner zu sensibilisieren", so Eschlberger. 

Projekt zum Erhalt des Blütenangebots

Besser als Verbote seien laut Eschlberger allerdings konkrete Projekte zum  Erhalt und zur Wiedervermehrung des Blütenangebots im Berchtesgadener Land. Hans Eschlberger schilderte: "Es wurde beschlossen, dass sich die Gemeinde am ´Netzwerk blühendes Berchtesgadener Land` beteiligt. Das ist eine Gemeinschaftsaktion der Städte und Gemeinden im Landkreis, zusammen mit dem Kreisverband der Imker, der Biosphärenregion und dem neuen Landschaftspflegeverband, zusammen mit Kreisfachberater Markus Putzhammer als Fachmann für Gartenbau und Landschaftspflege." 

"Diese Initiative geht zurück auf einen Beschluss der Bürgermeisterrunde im Dezember 2017 und soll jetzt mit Leben erfüllt werden", so Eschlberger. Weiter fuhr der Bürgermeister fort: "Es werden Blumenwiesen geschaffen. Dadurch soll das Nahrungsangebot für Bienen und Insekten verbessert werden." 

Stand der Breitbandversorgung

Ein weiterer wichtiger Punkt auf der Tagesordnung war der Breitbandausbau in Ainring. Laut Eschlberger habe der gemeindliche Breitbandpate Gerold Leukert den Stand der Breitbandversorgung in der Gemeinde erläutert. "Er hob insbesondere hervor, dass man schon jetzt in verschiedenen Ortsteilen bessere und leistungsfähigere Anschlüsse bekommen könne, wenn man den richtigen Anbieter wählen würde. Die Gemeinde stehe hier gerne beratend zur Seite", so Hans Eschlberger. Zudem betonte Ainrings Bürgermeister: "Unabhängig davon stehen 2018 konkrete Verbesserungen an, die zügig umgesetzt werden sollen."

Erwerb von Grundstücken für Kinderspielplatz

"Wir haben die Vorkaufsrechtssatzung erlassen. Wir wollen Grundstücke für die Errichtung eines Kinderspielplatzes am Bahnhof Hammerau erwerben", gab Hans Eschlberger bekannt. 

Abfallbeseitigungsgebühren werden angehoben

Zuletzt wurde noch auf die Abfallbeseitigungsgebühren eingegangen. Der Bürgermeister erzählte: "Die Abfallgeführen werden heuer, voraussichtlich bis März 2019, um 2,3 Prozent angehoben." Laut Eschlberger handle es sich hierbei aber nur um Centbeträge, die kaum spürbar seien. Grund dafür sei eine Unterdeckung im Gebührenhaushalt vom letzten Jahr, die ausgeglichen werden müsse. "Die Aufgabe Abfallwirtschaft wird im Frühjahr nächsten Jahres an den Landkreis übergehen. Die Gemeinden im Berchtesgadener Land werden dann von dieser Aufgabe entbunden", erklärte Hans Eschlberger abschließend.

    

Rubriklistenbild: © dpa/Caroline Seidel (Symbolbild)

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