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Warnen, schützen und versorgen

Ainring rüstet beim Hochwasserschutz auf: So soll die Bevölkerung besser geschützt werden

Wie kann die Bevölkerung schneller vor drohenden Wassermassen gewarnt und geschützt werden? Die Gemeinde Ainring investiert in den Hochwasserschutz und das eigene Krisenmanagement.

Ainring - Nach jedem Hochwasser- oder Starkregenereignis heißt es: evaluieren. Auch 2021 hat die Gemeinde Ainring gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Verbesserungsvorschläge erarbeitet, um im Ernstfall die Bürger schneller und effizienter zu warnen und auch zu schützen.

Hochwasserschutz in Ainring: Sirenen sollen Bevölkerung warnen

Der Pegel der Gewässer in der Gemeinde Ainring steigt bei Hochwasser oder Starkregen extrem schnell und sehr plötzlich. Zuletzt sei es für die Gemeinde problematisch gewesen, die betroffenen Anwohner zu warnen. Diese Erfahrung hat man im Sommer auch in anderen Teilen Deutschlands schmerzhaft machen müssen. Bund und Länder wollen deswegen wieder ein Zivilschutzsirenennetz aufbauen, um die Bevölkerung zeitnah warnen zu können.

Ein Sonderförderprogramm soll die Kommunen bei der Anschaffung der Sirenen unterstützen. Die Gemeinde Ainring braucht nach ersten Informationen fünf bis acht Sirenen, um das Gemeindegebiet abzudecken. Derzeit gibt es keine einzige mehr. Doch Feuerwehr und Gemeinderat sind sich einig: Ein Wiederaufbau des Sirenenwarnnetzes macht großen Sinn.

„Nur so können schnell und zielgerichtet alle oder nur Teile der Gemeindebevölkerung gewarnt werden“, heißt es in den Gemeinderatsunterlagen. „Dies ist nicht nur bei Hochwasser oder Starkregen der Fall, sondern auch bei anderen Flächenlagen, großflächigem Stromausfall oder Schadstoffwolken etwa bei Bränden.“

Pro Standort fallen je nach Ausführung circa. 13.000 bis 18.000 Euro Kosten an. Nach Abzug der Förderung bleibt für die Gemeinde ein Kostenanteil von circa 700 bis 2200 Euro je Standort. Doch die Zeit läuft: Die Förderung gibt es nur, wenn die Sirenen bis Ende 2022 betriebsbereit sind. „Ein äußerst enger Zeitplan, der vermutlich nicht umsetzbar ist, da eine Vielzahl an Kommunen aktuell ein Sirenenwarnnetz aufbaut“, heißt es seitens der Gemeindeverwaltung.

Schneller und effizienter: Flutwände statt Sandsäcken

Die Gemeinde und die Feuerwehr sind für den Fall der Fälle gut ausgestattet. Mehrere Tausend Sandsäcke warten bereits gefüllt auf ihren Einsatz, sollte ein Hochwasser drohen. Doch in der Praxis ist der Einsatz der Sandsäcke zeit- und personalintensiv und außerdem kräftezehrend.

Deswegen sollen jetzt Schutzwände aus Kunststoff angeschafft werden. Die L-förmigen Elemente können miteinander zu Wänden verbunden werden, eine sogenannte „Boxwall“. Teisendorf setzt sie etwa bereits ein. Mithilfe der Flutwände kann innerhalb kürzester Zeit eine wirkungsvolle Barriere gegen das Wasser aufgebaut werden. Für den schnellen Einsatz soll ein Teil der Elemente griffbereit auf Anhängern verladen werden, um somit jederzeit für einen Einsatz bereit zu sein. Rund 185.000 Euro kosten die Flutwände samt zweier Anhänger und zusätzlicher Ausstattung.

Falls der Strom weg ist: Mobile Netzersatzanlage

Das Feuerwehrhaus in Mitterfelden ist das Lagezentrum für die Einsatzführung der Feuerwehr und künftig auch für den Verwaltungsstab der Gemeinde. Das Gebäude ist bereits mit einer Notstromeinspeisemöglichkeit im Falle eines Stromausfalls ausgestattet. Dennoch besteht die Sorge vor länger andauernden Stromausfällen. Eine zusätzliche Netzersatzanlage (NEA) soll den Betrieb gewährleisten und bei Bedarf auch für die Gemeinde zum Einsatz kommen können. Eine Ersatzanlage auf einem Anhänger kostet in etwa 60.000 Euro.

Der Gemeinderat beschließt in der Dezembersitzung einstimmig, den Aufbau eines Zivilschutzsirenenwarnnetzes planen zu lassen sowie die Flutwände und eine geeignete Netzersatzanlage anzuschaffen.

ce

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Uli Deck/Rolf Vennenbernd (Symbolbild)

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