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Nach heftigen Überschwemmungen 2020

125.000-Kubikmeter-Becken: Ainring plant neuen Hochwasserschutz

Hochwasser im August 2020 in der Gemeinde Ainring (Archivbild).
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Hochwasser im August 2020 in der Gemeinde Ainring (Archivbild).

Es ist ein Konzept, das Perach, Heidenpoint und Freilassing-Brodhausen künftig besser vor Überschwemmungen schützen könnte. Die Gemeinde Ainring plant ein Rückhaltebecken mit 125.000 m³ Fassungsvermögen. Doch an einem Aspekt könnte das Projekt scheitern.

Ainring/Freilassing - Wenn die Martins-Hörner der vorbeirauschenden Feuerwehr durch die Gemeinde tönen und sich die Sandsäcke vor den Haustüren stapeln. Wenn die Sur und die umliegenden Gräben übers Ufer treten und ein steigender Grundwasserpegel und Starkregen die Straßen um Ainring und Freilassing plötzlich in Bäche und Seen verwandeln. Die Bilder des Hochwassers 2020 sind noch nicht vergessen.

Gemeinde Ainring plant neuen Hochwasserschutz

Die Gemeinde Ainring möchte es nicht noch einmal zu Überschwemmungen wie vor zwei Jahren kommen lassen. Ein neues Hochwasser-Rückhaltebecken mit einem Fassungsvermögen von bis zu 125.000 m³ soll die Gemeinde und den Freilassinger Stadtteil Brodhausen künftig besser schützen. Das Konzept dazu hat am Dienstag (29. März) Bernhard Unterreitmeier vom beauftragten Planungsbüro aquasoli vorgestellt.

Am Sonnwiesgraben, östlich von Eschlberg, gibt es bereits ein Rückhaltebecken mit einem Fassungsvolumen von 10.000 m³. Das Becken reicht jedoch nicht, um die Gemeinde Ainring bei Hochwasserereignissen ordentlich zu schützen. Im August 2020 musste man das wieder schmerzhaft feststellen.

Hochwasserspitzen einfach in das Ainringer Moos abzuleiten, ist mit den Renaturierungs- und naturschutzfachlichen Zielen nicht vereinbar. Angedacht ist nun, außerhalb der Renaturierungsfläche ums Ainringer Moos, aber immer noch auf Staatsforstgrund, das neue Rückhaltebecken zu schaffen. Die Fläche wird dann mit einem Mischwald aufgeforstet. Außerdem sollen Biotopflächen und Amphibienrückzugsräume geschaffen werden.

Projekt noch unsicher - Gemeinde prüft Finanzierung

Sollte es wieder zu einem Hochwasser kommen, wird das Becken erst danach wieder über eine Rohrleitung in den Schwarzgraben in die kleine Sur entleert. So sind auch Unterlieger nicht benachteiligt. Im Falle eines Hochwassers werden also bis zu 125.000 m³ um Heidenpoint und Perach vollkommen herumgeleitet und aus den beiden Gemeindeteilen sowie Brodhausen herausgehalten.

Die Idee des Rückhaltebeckens hat die Gemeinde bereits mit der Naturschutz- und der Wasserrechtsbehörde, Naturschutzverbänden sowie dem Wasserwirtschaftsamt vorbesprochen. Der Gemeinderat hat der Konzeptidee grundsätzlich zugestimmt. Derzeit lassen sich durch die aktuelle Baupreisentwicklung jedoch die Kosten nicht seriös ermitteln. Als nächstes sollen deshalb die Finanzierung und mögliche Zuschüsse geprüft werden, um das Projekt umzusetzen. Danach entscheidet der Gemeinderat endgültig über das Projekt.

ce

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