Republik Slowenien zeichnet Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Ainring aus

Erfolgreichen Zusammenarbeit im Rahmen der bayerisch-slowenischen Regierungskommission

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Bei der Verleihung der Auszeichnung im Rahmen eines feierlichen Festakts an der slowenischen Polizeiakademie in Ljubljana (von links): Danijel Zibret, Leiter der slowenischen Polizeiakademie, Leitender Polizeidirektor Johann Peter Holzner vom BPFI Ainring, Vladimir Pocek vom slowenischen Innenministerium, und Erster Polizeihauptkommissar Gerhard Multerer vom BPFI – beide zuständig für die internationale Zusammenarbeit.

Ljubljana/Ainring - Eine ganz besondere Ehre wurde am Freitag, 22. Juni, dem Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei (BPFI) zuteil: Leitender Polizeidirektor Johann Peter Holzner durfte an der Polizeiakademie in Ljubljana „in Anerkennung vieler Jahre der exzellenten Zusammenarbeit“ den „Slovenian Police Award“ entgegennehmen – das ist eine hohe Auszeichnung der Republik Slowenien.

„Die internationale Vernetzung der polizeilichen Aus- und Fortbildungseinrichtungen ist nicht nur eine große Herausforderung, sondern auch eine große Chance der Polizei in Europa“, sagt dazu Thomas Hampel, Inspekteur der Bayerischen Polizei im Bayerischen Staatsministerium des Innern und für Integration. 

Bayerisch-slowenische Regierungskommission

Das BPFI unterstützt die slowenische Polizei schon seit 20 Jahren in enger und freundschaftlicher Kooperation mit polizeilichem Wissen. Zwischen den Regierungen der beiden Länder existiert eine so genannte bayerisch-slowenische Regierungskommission. Diese legt unter anderem im polizeilichen Bereich konkrete Maßnahmen fest, die zum Beispiel den Bereich Fortbildung betreffen. Hier kommt das BPFI samt der dazugehörigen Zentralen Diensthundeschule (ZDHS) in Herzogau im Landkreis Cham ins Spiel. Regelmäßig sind polizeiliche Vertreter aus Slowenien auch über regelmäßige Tagungen der Mitteleuropäischen Polizeiakademie (MEPA) und über die „Ainringer Ostertage“ am BPFI zu Gast. 

"Hoher Zugewinn" für Slowenien

Dank der bayerischen Polizei hat die slowenische Polizei seit kurzem erstmals zwei Brandmittelspürhunde im Einsatz. Die ZDHS bildete einen slowenischen Diensthundeführer mit seinen beiden Vierbeinern in Herzogau aus. Die Polizei in Slowenien spricht in einem mehrseitigen Zeitungsbericht begeistert von einem „hohen Zugewinn“, weil die unglaubliche Riechfähigkeit der Hunde bei der Suche nach Brandbeschleunigern durch kein technisches Gerät ersetzt werden kann. 

Intensiver Austausch mit dem BPFI

Intensiven Austausch mit dem BPFI gibt es seit Jahren zum Beispiel auch im Bereich der Führungskräftefortbildung und den Trainings zur „Sozialen Kompetenz“. Das beinhaltet zum Beispiel den Umgang mit Belastungen und Stress und vor allem ein modernes, zeitgemäßes Führungsverhalten. Leitender Polizeidirektor Holzner spricht von großem Interesse, hoher Kompetenz und zielorientiertem Handeln der slowenischen Polizei. Die soziale Kompetenz wirke sich auf das Denken, Handeln und Fühlen der Polizisten aus. Die Zusammenarbeit ist keineswegs eine Einbahnstraße. Die slowenische Polizei ist zum Beispiel europaweit führend im Bereich der Forensik. So entstand in Ljubljana mit hohen Investitionen ein beeindruckendesforensisches Institut mit hochmodernster Technik. Das BPFI verfügt ebenfalls über ein Kriminaltechnisches Labor und will durch die Kooperation weiterhin „State of the Art“ sein. 

Die Sicherheit als gemeinsames Ziel

„Unsere Zusammenarbeit basiert stets auf konkreten, polizeipraktischen Vorhaben, die konsequent umgesetzt werden“, so Holzner.Gemeinsames Ziel der ständigen Weiterentwicklung der Polizei sei die Sicherheit, also der Nutzen für die Bürger. Den feierlichen Festakt an der Polizeiakademie in Lubljana im Beisein von rund 150 geladenen Gäste beschreibt er als „würdig, sehr wertschätzend und freundschaftlich“. Ein unabhängiges Auswahlgremium des slowenischen Innenministeriums entschied über die Vergabe dieser „Goldmedaille für die hervorragende polizeiliche Zusammenarbeit“. Der slowenische Staat ehrte bei diesem Festakt übrigens auch verdiente slowenische Polizisten des Landes und Sportler, wie die slowenische Weltcup-Abfahrtsgewinnerin des Jahres 2017, Ilka Stuhec. 

„Mich freut diese Auszeichnung besonders, weil das BPFI für die Bayerische Polizei einen Beitrag zur erfolgreichen Zusammenarbeit mit Slowenien im Rahmen der bayerisch-slowenischen Regierungskommission leistet“, erklärt Institutsleiter Holzner. „Mit der slowenischen Polizei arbeiten wir seit vielen Jahren sehr eng und vertrauensvoll zusammen.“

Pressemitteilung Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei Ainring

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