Eigentlich in den afrikanischen Tropen daheim

Seltener Gast: Raupe eines Totenkopfschwärmers im Rupertiwinkel gesichtet

Raupe eines Totenkopfschwärmers
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Der Totenkopfschwärmer ist eigentlich in den afrikanischen Tropen und nicht im Rupertiwinkel heimisch.

Ainring - Eine Familie aus Ainring machte eine außergewöhnliche Entdeckung: Sie konnte die Raupe eines Totenkopfschwärmers beobachten und fotografieren.

Die Pressemitteilung im Wortlaut


Vor wenigen Tagen gelang der Familie Oppelt aus Ainring eine seltene Naturbeobachtung . Auf dem Fußweg vor ihnen bewegte sich eine über zehn Zentimeter lange und daumendicke Raupe, um schnell im Gras zu verschwinden. Es handelte sich um die Raupe eines Totenkopfschwärmers (Acherontia atropos), wie der Bund Naturschutz i.B.e.V (BN) mitteilt.

Der ausgewachsene Falter erreicht eine Flügelspannweite von 9 bis 13 cm. Beheimatet ist er in den afrikanischen Tropen. Als Wanderfalter kommt er auch nach Südeuropa. Bei günstiger Witterung fliegen auch einige über die Alpen bis zu uns in den Rupertiwinkel. Ihre Eier legen sie dann auf Nachtschattengewächsen ab. Meistens auf Kartoffelstauden, der bevorzugten Nahrung der Raupen.


Bei günstigen Witterungsverhältnissen kann der Schwärmer auch im Puppenstadium bei uns überwintern. Im Zuge des Klimawandels kann dies in Zukunft öfters möglich sein. Dies sollte aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass die einheimischen Falter in ihren Beständen stark rückläufig sind, meint man dazu beim Bund Naturschutz.

Pressemitteilung Bund Naturschutz Freilassing

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