Pressemitteilung CSU Ainring

"Pflege unserer Kulturlandschaft"

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v.l.: Bürgermeister Hans Eschlberger, Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverbandes BGL Susanne Thomas und CSU Ortsvorsitzender Sven Kluba

Ainring - Auf Einladung des CSU Ortsvorsitzenden Sven Kluba war beim monatlichen Stammtisch der CSU „60 Minuten Politik“ die Geschäftsführerin des Landschaftspflegeverband Biosphärenregion Berchtesgadener Land e. V., Dipl.-Ing. Susanne Thomas, zu Gast. Neben 13 Gemeinden sind auch Firmen, Vereine und private Personen Mitglieder in diesem gemeinnützigen Verein.

Im Landschaftspflegeverband BGL haben sich Landwirte, Naturschützer und Kommunen freiwillig und gleichberechtigt zusammengeschlossen, um die Vielzahl an Lebensräumen im Landkreis Berchtesgadener Land zu erhalten. Die Vorstandschaft wird von jeweils drei Vertretern der Landwirtschaft, des Naturschutzes und der Kommunen gebildet. "Diese einzigartige Zusammenarbeit in einem Verband vereint Interessen, bündelt Kompetenzen und sorgt so für die erfolgreiche Umsetzung von Maßnahmen", so Susanne Thomas.

Die zentrale Aufgabe des Verbandes ist die Erhaltung und Entwicklung der Kulturlandschaft im Berchtesgadener Land. Ob orchideenreiche Streuwiesen, Hecken oder Magerrasen in Steillagen, ob Tümpel oder Gräben, es werden unterschiedlichsten Lebensräume für Tiere und Pflanzen gepflegt und entwickelt.Die Arbeit vor Ort macht der Landwirt. Die Landschaftspflege gibt es nicht zum Nulltarif. Die Landwirte sowie Firmen werden für ihre praktische Arbeit bezahlt und dies schafft für den ein oder andern ein zusätzliches Einkommen. Finanziell unterstützt wird das Ganze durch Fördermittel des Freistaates Bayern, die der Verband beantragt und direkt an die Landschaftspfleger weitergibt.

Die Idee entstand im Kreise der Bürgermeisterrunde BGL des Bayerischen Gemeindetages schon im Jahr 2012. Seit der Gründungsversammlung 2016 viel geschehen.Aktuell pflegt der Verband rund 30 Hektar an Streuwiesen, kümmert sich um Amphibienschutzzäune, pflegt und Pflanzt Hecken. In diesem Zusammenhang kam das Thema Froschsperre an der Kreisstraße BGL 10 zwischen Thundorf und Vachenlueg zur Sprache. Hier konnten alle Beteiligten feststellen, dass die aktuelle Lage nicht befriedigend ist. Früher wurde die Sperrung von Einheimischen ausgeführt, die die Kenntnis hatten, wann die Wanderung der Tiere erfolgt. Leider ist dies aus haftungsrechtlichen Gründen nicht mehr möglich und somit wurde die Sperrung oft zu spät ausgelöst. Kreisrat Sven Kluba merkte dazu an, dass beim geplanten Neubau eines Geh- und Radweges zwischen Thundorf und Vachenlueg auch Barrieren inklusiven einzelnen Durchlässen für die Frösche geschaffen werden können. 

"Die Arbeit ist so vielfältig und es geht so vieles vorwärts", so Susanne Thomas auf die Frage von Ferdinand Kern, ob Ihr die Arbeit Freude bereite. Außerdem kann der Landschaftspflegeverband nicht allein existieren. Es braucht Landwirte, die den Verband unterstützen und die Arbeiten gegen Bezahlung ausführen. Auch bei diesem Bürgerstammtisch erneuert Susanne Thomas die Bitte, dass sich alle interessierten Landwirte melden können. "Wir brauchen dringend weitere Pfleger unsere Kulturlandschaft".

"Die Pflege und der Erhalt unserer Kulturlandschaft im Rupertiwinkel ist nicht nur ein wichtiges Anliegen für uns alle sondern wird in beispielhafter Weise vom Landschaftspflegeverband übernommen", so Sven Kluba. Abschließend dankte der CSU Chef Frau Susanne Thomas für die interessante Diskussion und den Einblick in die Arbeit des Landschaftspflegeverbandes.

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