Pressemitteilung Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei

Neujahrsempfang am Fortbildungsinstitut der Bayer. Polizei

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Landrat Georg Grabner

Ainring - Zum traditionellen Neujahrsempfang der Gewerkschaft der Polizei am Fortbildungsinstitut der Bayerischen Polizei in Ainring konnte der Kreisgruppenvorsitzende Otto Adams vor kurzem viele hochrangige Gäste begrüßen.

Die Bundespolitik war mit Frau Dr. Bärbel Kofler, MdB, die Landespolitik mit Roland Richter, MdL a.D. und Franz-Xaver Werkstetter MdL a.D. sowie die Kommunalpolitik mit Landrat Georg Grabner und Bürgermeister Bernhard Kern, sowie stellvertretenden Bürgermeistern Gerhard Kern und Gottfried Schacherbauer vertreten.


Herr Adams freute sich sehr, dass sich der neue Pfarrer Jürgen Henrich der Evang.-Luth. Kirchengemeinde die Zeit genommen hatte und zum GdP Neujahrsempfang kam. Ebenso herzlich begrüßte er als Vertreter der Justiz den Leiter des Amtsgerichts Laufen, Dr. Klaus Burger, und die stellvertretende Leiterin und Pressesprecherin Daniela Krammer. Für die Bundespolizei begrüßte der Vorsitzende den Leiter der BP Inspektion Freilassing PD Edgar Dommermuth und für die zahlreich teilnehmenden Dienststellenleiter der umliegenden Dienststellen Herrn PD Bernhard Resch von der Grenzpolizei, Frau POR´in Angelika Deiml aus Traunstein und den örtlich zuständigen Leiter der PI Freilassing Herrn EPHK Gerhard Huber. Ganz herzlich begrüße Adams den Hausherrn, Institutsleiter Ltd. PD Johann Peter Holzner, und dankte ihm für die gute Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft.

Prominent war auch die Gewerkschaft der Polizei vertreten. Der Landesvorsitzende, Peter Schall und sein Stellvertreter Florian Leitner (der gleichzeitig Bezirksvorsitzender Oberbayern Nord ist), der stellvertretende Bezirksvorsitzende Markus Schirmer und der stv. Vorsitzende der GdP Nachbarkreisgruppe Traunstein, Michael Harrecker.


In seinem Impulsvortrag berichtete Otto Adams über den Baufortschritt des Trainings- und Seminarzentrums für eine polizeiliche Fortbildung am Puls der Zeit. Er gab sich optimistisch, dass der Baufortschritt weiter so zügig geht und der Bezug bereits im Spätherbst stattfinden kann. Damit wäre dann eine topmoderne "Hardware" vorhanden, allerdings fehlt die Zusage für die betriebsnotwendige "Software", also das Personal, für die Wartung und Betreuung der modernen Anlagen- sowie Schießtechnik. Ebenso dringend wird dafür ein Systembetreuer und ein Schieß- und Einsatztrainer benötigt, auf die wir noch warten. Dieses Personal müsste noch in diesem Jahr kommen, um sich in die komplexen Aufgaben einzuarbeiten, bevor der tatsächliche Betrieb startet. Otto Adams appellierte an die Politik, die Fortbildung nicht als Arbeit in "Stuben und Stäben" zu kategorisieren, sondern analog zum Aufbau der Basisdienststellen ein personelles Mitwachsen der benötigten Fortbildung zu ermöglichen.

Der Institutsleiter des BPFI Ainring ging in seiner Ansprache auf die Herausforderungen und Erfolge der zentralen Fortbildung in Ainring ein. Die Fortbildung trägt wesentlich zur Sicherheit in Bayern bei und gesellschaftliche Entwicklungen erfordern eine schnell anpassungsfähige und dynamische Fortbildung, sagte er als Einführung.Holzner führte den Besuchern das enorm breite Spektrum der Fortbildungsveranstaltungen am BPFI vor Augen. Von der Spezialistenausbildung zur Bekämpfung der Internetkriminalität bis zu Sachbearbeiterseminaren ist die Fortbildung wichtig hinsichtlich einer qualitativ hochwertigen Basisarbeit für den Bürger. Auch der Klimaschutz und die Ökologie war ein wichtiges Thema für den Standort, so können durch ökologische Bauweise beim Neubau jährlich über 122 Tonnen Kohlendioxid gegenüber herkömmlicher Bauweise eingespart. Holzner ging auch ausführlich auf die demokratiegefährdenden Erscheinungsformen in der Gesellschaft ein, die auch die Fortbildung der Polizeivollzugsbeamten zusätzlich fordert. Anlässlich der dienstlichen Belastung der Kolleginnen und Kollegen ist auch zunehmend einer "Bornout-Krise" zu begegnen, was das BPFI Ainring in ihren Fortbildungsangeboten ebenfalls leistet.

Holzner lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit den Polizeiverbänden in Bayern und ganz besonders mit den umliegenden Dienststellen. Hier stellte er das mit der Grenzpolizei gemeinsam erarbeitete Fortbildungskonzept für den ersten und zweiten Fahndungsschleier heraus, damit es für diese Zielgruppen eine gleich hochwertige Schulung aus einem Guss gibt. Beim Spitzensport reflektierte der Institutsleiter über die aus Ainring kommenden Top-Athleten Ramona Hofmeister, Philip Nawrath, Tobias Schneider und Christian Rasp, die sich fest in der Weltelite etabliert haben. "Bei uns gibt es keine Bremser, nur Anschieber" resümierte der die Gesamtleistung des letzten Jahres in der Fortbildung und in der Ausbildung Spitzensport. Mit 77 % Anteil der Note 1 und ansonsten Note 2 bei den Bewertungen der Fortbildung hat das BPFI Ainring die bislang besten Bewertungen bei seinen Fortbildungsteilnehmern erreicht. Dies ist eine beeindruckende Gesamtleitung des BPFI mit allen seinen Beschäftigten.

Frau Dr. Bärbel Kofler, Bundestagsabgeordnete aus dem Wahlkreis und Beauftragte der Bundesregierung für Menschenrechtspolitik und Humanitäre Hilfe, freute sich, wieder einmal die Polizei in Ainring zu besuchen. Es ist schon viel zu lange her, sagte sie, und versprach in nächster Zukunft mehr Augenmerk auf die Polizeidienststellen im Wahlkreis zu legen und diese zu besuchen. Bei der Vorbereitung auf das Grußwort hatte sie einige Informationen eingeholt und war sehr überrascht, als die von der hohen Überstundenzahl bei der Bayerischen Polizei erfuhr. Hier müssen die Rahmenbedingungen deutlich besser werden, auch um die Attraktivität für Berufseinsteiger zu erhöhen. Sie war sich mit Herrn Holzner einig, dass wir uns sowohl als Politik als auch als Polizei und Justiz gegen die demokratiegefährdenden Erscheinungsformen und die zunehmende Brutalität und Respektlosigkeit einsetzen müssen. Hier war eine sehr breite Zustimmung bei den Teilnehmern erkennbar.

Sicherheit ist ein Grundrecht der Bürger, sagte Landrat Georg Grabner in seinem Grußwort. In unserem Bundesland verdanken wir dies unserer Polizei. Und damit dies so bleibt, ist die Fortbildung ein wichtiger Grundpfeiler, der in diesen Zeiten deutlich gestärkt werden muss. Schon seit seiner Zeit als Abgeordneter im Bayerischen Landtag und als verantwortlicher im Haushaltsausschuss hat er immer auch ein Auge auf das BPFI gehabt und seine Nachfolger mit Roland Richter und Michaela Kaniber haben die Anliegen der Polizei ebenfalls nachdrücklich vertreten.Die zentrale Fortbildung ist wichtig, um den Polizistinnen und Polizisten an der Basis die wichtigen Informationen und Neuerungen nahe zu bringen und die Stärkung der Fortbildung ist auch eine Aufgabe der sich die Politik verschrieben hat.

Der Landesvorsitzende Peter Schall gab den Anwesenden einen kurzen Einblick in die Gewerkschaftsarbeit. "Wir sind als GdP für euch da", sagte er zu allen anwesenden Polizeibeschäftigten. "Wir setzen uns für euch ein". Schall warf einen Blick zurück auf die Gehaltsverhandlungen und resümierte, dass die GdP mit dem Ergebnis zufrieden war. Auch die anschließenden "redaktionellen Verhandlungen" für den Tarifbereich verliefen gut und konnten im Herbst 2019 abgeschlossen werden. Es wurde sehr viel Geld in den letzten Jahren von der Staatsregierung eingesetzt "Neue Uniform", "neue Dienstwaffe", "neue Schutzausrüstung", viel mehr Mobiltelefone und viele weitere Verbesserungen haben die Verhandlungen der Gewerkschaft gebracht. Auch der Personalmangel bei den Dienststellen wird immer mit Nachdruck vorgebracht. Wenn es auch so viele Polizistinnen und Polizisten wie nie zuvor sein sollen, so kommen diese nicht im Schichtdienst der Polizeiinspektionen an. Viele zusätzliche Aufgabengebiete, eine umfangreiche EDV mit wartungs- und betreuungsintensiven Lösungen, Fortbildung und Qualifizierungen für neue Bereiche, all das erfordert neues zusätzliches Personal. Das sprechen wir an. Die GdP setzt sich klar für ihre Bürgerpolizei ein, schloss der GdP-Landesvorsitzende.

Nach den Reden klang der Abend unter dem Motto "zamma steh und mitanand redn" bei Sekt, Getränken und Häppchen aus.

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