Ziel der Gemeinde sind günstige Mietwohnungen

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Ainring - Teil eins der Neuaufstellung Bebauungsplan „Mitterfelden Süd-Ost" ist vor einem Jahr verwirklicht worden. Jetzt wird der zweite Teil in Angriff genommen:

Das ehemalige Kino mit angebauten Nebengebäude – errichtet in der 50er-Jahren - danach in verschiedene Einkaufsmärkte umfunktioniert, musste einem Neubau weichen. Auf diesem Areal steht ein großes Geschäfts-/Wohngebäude mit Tiefgarage an der Ecke Kirchenweg/Salzburger Straße kurz vor der Vollendung. Nun wird Teil 2 des Bebauungsplanes in Angriff genommen. Im Bauausschuss erläuterte der beauftragte Architekt Flori Magg das Planungsvorhaben. Unterstützend hatte er aus seinem Büro Diana Schmid zur Seite, beide begrüßt von Bürgermeister Hans Eschlberger.

Vor dem Sachvortrag von Flori Magg sagte er einleitend: „Wir haben uns zum Ziel gesetzt, in der Gemeinde Ainring möglichst auch günstige Mietwohnungen zu ermöglichen. Idealerweise durch Innenverdichtung, wie beispielhaft Ludwig-Thoma-Straße, oder durch Ersatz von bestehender sanierungsbedürftiger Bausubstanz." Als Beispiel nannte er aktuell das Wohnquartier `Raiffeisenplatz` in Mitterfelden. Um dieses Quartier gehe es jetzt bei der Neuaufstellung des Bebauungsplanes `Mitterfelden Süd-Ost`. Die neu entstehenden Wohnungen sollen den Bedürfnissen aller Generationen gerecht werden. Ein besonderer Schwerpunkt sollte auf die Wohnbedürfnisse junger Familien gelegt werden, betonte der Bürgermeister.

Zur Vorgeschichte: In der Sitzung am 18. Februar des Vorjahres hatte das Bauausschussgremium die Neuaufstellung des Bebauungsplanes Mitterfelden Süd-Ost für das Quartier zwischen „Bahnlinie im Osten, Kirchenwegstraße im Westen und Salzburger Straße im Norden, sowie der Bahnunterführung im Süden" im beschleunigten Verfahren nach Paragraf 13a BauGB beschlossen.

Um einem konkreten Bauwunsch für die Salzburger Straße 17 schneller voranzukommen (wie eingangs beschrieben) wurde für den entsprechenden Bereich eine Teilfläche A gesondert und vorgezogen dem Bauleitplanverfahren unterzogen, jedoch ohne den Gesamtüberblick über die Entwicklung in diesem Quartier zu verlieren. Dieser Teilbereich A ist am 16. Juli 2013 in Kraft getreten. Nun galt es auch den verbleibenden Bereich, Teilfläche B, dem Bauleitplanverfahren und damit der Neuaufstellung zu unterziehen.

Insbesondere besteht Regelungsbedarf für die Objekte der Wohnungsbaugenossenschaft. Die östlichsten Wohnanlagen sollen abgerissen werden und an dieser Stelle vier moderne dreigeschossige Wohngebäude mit geänderter Situierung und geänderter Firstrichtung in Ost-West entstehen. Aus Schallschutzgründen ist zur Abschirmung eine Carportanlage entlang der Bahn vorgesehen. Nachdem jedoch städtebaulich längerfristig geplant werden muss, sollte auch für die weiteren Parzellen in diesem Quartier eine großzügige städtebauliche Lösung mit Entwicklungspotential ermöglicht werden. Dies ist in dem vorliegenden Planungsentwurf, der von den Planern im Detail erläutert wurde, verwirklicht.

Wie eingangs der Beratung Sven Kluba hinwies, halte er die alternativ vorgestellte Gliederung der Schallschutzanlage nicht für sinnvoll, fand jedoch den Bebauungsplan-Vorschlag insoweit in Ordnung. Zudem sprach Kluba das Bestandsgebäude, bezeichnet als Nr. 16 an. Aufgrund der bisher vorliegenden Situierung mit Firstrichtung in Nord-Süd haben hier schallschutztechnisch die Hinterlieger profitiert. Flori Magg antwortete, dass eine derartige Situierung auch der Vorschlag aus dem Immissionsschutzgutachten sei. Jedoch wäre diese Planung für den Bauherrn äußerst unattraktiv, da hier auf einen sehr großen Bereich eine grundrissorientierte Planung notwendig wäre.

Martin Strobl sprach jene Bereiche an, die nicht im Eigentum der Wohnungsbaugenossenschaft stehen, verbunden mit der Frage, ob für diese Grundstücke keine Vorteile gegeben seien. Magg erläuterte, dass es sehr wohl auch für diese Grundstücke Festsetzungen zum Immissionsschutz geben werde und auch ein Entwicklungspotenzial eingezeichnet wurde. Strobl argumentierte, die vorgestellte Lärmschutzbebauung auf das Notwendigste zu reduzieren. Wie die Lärmschutzanlage optisch in Erscheinung treten werde. erkundigte sich Margret Sturm-Wiersig. Hierzu verwies Architekt Magg, dass die Anlage optisch wie eine Wand wirken werde. Er werde jedoch versuchen, diese zu gliedern.

Einstimmig billigte der Bauausschuss die Neuaufstellung des Bebauungsplanes Mitterfelden Süd-Ost für das Quartier zwischen „Bahnlinie im Osten, Kirchenwegstraße im Westen und Salzburger Straße im Norde, sowie der Bahnunterführung im Süden" im beschleunigten Verfahren nach dem Paragrafen 13 a im Baugesetzbuch. Die Aufstellung gilt als beschlossen. Die Befürwortung beinhaltet den Entwurf vom 11. August 2014 bezüglich der Teilfläche B. Das diesbezügliche Aufstellungsverfahren kann eingeleitet werden.

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Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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